DGB: IT-Bereich ist unterentwickelt
Freitag, 07. September 2001, 10:13 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Arbeitsamtsbezirk Nordhausen waren nach Berechnungen des DGB-Kreises Nordthüringen im vergangenen Jahr lediglich 262 Datenverarbeitungsfachleute sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Dies waren nur 0,3 Prozent der in unserer Region insgesamt beschäftigten Arbeitskräfte, so der DGB-Kreisvorsitzende Hannemann.
Obwohl der IT-Arbeitsmarkt im zurückliegenden Jahr noch boomte, habe dies keine Auswirkungen auf die Beschäftigung in unserer Region gehabt. Im Vergleich zu 1999 habe sich die Zahl der Beschäftigten Datenverarbeitungsfachleute in der Region um 40 verringert. Zwar übe auch in anderen Berufen - wie den Ingenieuren, Technikern oder Elektrikern - ein Teil der Beschäftigten Computertätigkeiten aus, eine saubere statistische Abgrenzung sei leider aber nicht möglich. Hannemann schätzt, dass in diesen computernahmen Berufen selbst etwa jeder Vierte bis Fünfte Datenverarbeitungstätigkeiten ausführe, so das Resultat des Nordthüringer DGB.
Das geringe Interesse der Betriebe der Region an ausländischen Computerexperten zeige, dass die Klagen über Fachkräftemangel weit überzogen seien. Der DGB-Kreisvorsitzende kritisierte, dass nach wie vor viele Arbeitgeber im IT-Bereich stark jugendfixiert seien. Arbeitslose, die älter als 45 Jahre sind, hätten trotz Berufspraxis, meist guter Qualifikation und Motivation selbst nach einer Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen oft nur geringe Einstellungschancen. Im Arbeitsamtsbezirk Nordhausen waren nach Auswertungen des DGB letztes Jahr nach wie vor 114 Menschen mit dem Zielberuf Datenverarbeitungsfachkräfte arbeitslos. Ihre Zahl konnte gegenüber 1999 (nicht einmal) reduziert werden.
Autor: nnzObwohl der IT-Arbeitsmarkt im zurückliegenden Jahr noch boomte, habe dies keine Auswirkungen auf die Beschäftigung in unserer Region gehabt. Im Vergleich zu 1999 habe sich die Zahl der Beschäftigten Datenverarbeitungsfachleute in der Region um 40 verringert. Zwar übe auch in anderen Berufen - wie den Ingenieuren, Technikern oder Elektrikern - ein Teil der Beschäftigten Computertätigkeiten aus, eine saubere statistische Abgrenzung sei leider aber nicht möglich. Hannemann schätzt, dass in diesen computernahmen Berufen selbst etwa jeder Vierte bis Fünfte Datenverarbeitungstätigkeiten ausführe, so das Resultat des Nordthüringer DGB.
Das geringe Interesse der Betriebe der Region an ausländischen Computerexperten zeige, dass die Klagen über Fachkräftemangel weit überzogen seien. Der DGB-Kreisvorsitzende kritisierte, dass nach wie vor viele Arbeitgeber im IT-Bereich stark jugendfixiert seien. Arbeitslose, die älter als 45 Jahre sind, hätten trotz Berufspraxis, meist guter Qualifikation und Motivation selbst nach einer Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen oft nur geringe Einstellungschancen. Im Arbeitsamtsbezirk Nordhausen waren nach Auswertungen des DGB letztes Jahr nach wie vor 114 Menschen mit dem Zielberuf Datenverarbeitungsfachkräfte arbeitslos. Ihre Zahl konnte gegenüber 1999 (nicht einmal) reduziert werden.
