Falsche Richtung
Dienstag, 01. Februar 2005, 13:27 Uhr
Nordhausen (nnz). Verschiedene Thüringer Kommunen, darunter auch Nordhausen, haben direkt oder indirekt angekündigt, ihre Steuern zu erhöhen. Hintergrund sind die sinkenden Zuweisungen des Landes. Diese Ankündigungen betrachtet die Thüringer Wirtschaft mit großer Sorge.
Wenn Städte und Gemeinden rückläufige Zuweisungen des Landes mit weiteren Belastungen für regionale Unternehmen kompensieren wollen, ist das mit Sicherheit der falsche Weg, erklärte IHK-Präsident Niels Lund Chrestensen. Schließlich wäre eine wettbewerbsfähige Wirtschaftsstruktur die Basis für künftiges Wachstum und die ersehnten Steuereinnahmen.
Die Kommunen sollten vielmehr mit ihren vergleichsweise günstigen Hebesätzen der Grund- und Gewerbesteuer werben und diesen Standortvorteil bei der Akquisition von Investoren und der Bestandspflege für den heimischen Mittelstand offensiv einsetzen. Energiekosten sowie Wasser- und Abwasserpreise, die teils erheblich über den Durchschnittswerten der Nachbarländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Bayern, Hessen oder Niedersachsen liegen, belasten unsere Firmen schon mehr als genug, so Chrestensen. Mehr sei oftmals nicht verkraftbar und führe bei Insolvenz oder notgedrungener Produktionsverlagerung zum Gegenteil – nämlich zu Steuerausfällen.
Der schwierigen Haushaltslage in den Kommunen sollte man nach Auffassung des IHK-Präsidenten anders begegnen: Für mich gibt es, auch vor dem Hintergrund der rückläufigen Bevölkerungsentwicklung, nur eine Alternative, so Chrestensen. Wir müssen in allen Bereichen und auf allen Ebenen bündeln und konzentrieren: In den kommunalen und den Landesverwaltungen sowie in der technischen, sozialen und kulturellen Infrastruktur des Landes. Hier lägen die Herausforderungen aber auch die Chancen und nicht in der Erhöhung von Steuern.
In Nordhausen beträgt der Hebesatz für die Gewerbesteuer derzeit 335 Prozent, bei der Grundsteuer A sind es 300 und bei der Grundsteuer B 310 Prozent. Der Thüringer Durchschnitt liegt bei 336, 231 und 330 Prozent. Deutschlandweit liegen nach IHK-Angaben die hebesätze bei 387, 286 und 381 Prozent.
Autor: nnzWenn Städte und Gemeinden rückläufige Zuweisungen des Landes mit weiteren Belastungen für regionale Unternehmen kompensieren wollen, ist das mit Sicherheit der falsche Weg, erklärte IHK-Präsident Niels Lund Chrestensen. Schließlich wäre eine wettbewerbsfähige Wirtschaftsstruktur die Basis für künftiges Wachstum und die ersehnten Steuereinnahmen.
Die Kommunen sollten vielmehr mit ihren vergleichsweise günstigen Hebesätzen der Grund- und Gewerbesteuer werben und diesen Standortvorteil bei der Akquisition von Investoren und der Bestandspflege für den heimischen Mittelstand offensiv einsetzen. Energiekosten sowie Wasser- und Abwasserpreise, die teils erheblich über den Durchschnittswerten der Nachbarländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Bayern, Hessen oder Niedersachsen liegen, belasten unsere Firmen schon mehr als genug, so Chrestensen. Mehr sei oftmals nicht verkraftbar und führe bei Insolvenz oder notgedrungener Produktionsverlagerung zum Gegenteil – nämlich zu Steuerausfällen.
Der schwierigen Haushaltslage in den Kommunen sollte man nach Auffassung des IHK-Präsidenten anders begegnen: Für mich gibt es, auch vor dem Hintergrund der rückläufigen Bevölkerungsentwicklung, nur eine Alternative, so Chrestensen. Wir müssen in allen Bereichen und auf allen Ebenen bündeln und konzentrieren: In den kommunalen und den Landesverwaltungen sowie in der technischen, sozialen und kulturellen Infrastruktur des Landes. Hier lägen die Herausforderungen aber auch die Chancen und nicht in der Erhöhung von Steuern.
In Nordhausen beträgt der Hebesatz für die Gewerbesteuer derzeit 335 Prozent, bei der Grundsteuer A sind es 300 und bei der Grundsteuer B 310 Prozent. Der Thüringer Durchschnitt liegt bei 336, 231 und 330 Prozent. Deutschlandweit liegen nach IHK-Angaben die hebesätze bei 387, 286 und 381 Prozent.
