Verfahren gegen Gasversorger
Montag, 31. Januar 2005, 11:08 Uhr
Nordhausen/Erfurt (nnz). Das Thüringer Wirtschaftsministerium hat kartellrechtliche Verfahren gegen sieben Thüringer Gasversorger wegen des Verdachts auf Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung eingeleitet. Dabei handelt es sich um Unternehmen, die nach den jüngsten Preiserhöhungen deutlich über dem Durchschnittspreis aller Thüringer Unternehmen liegen. Auch ein Nordhäuser Unternehmen ist dabei …
Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums betragen die Preisunterschiede zwischen dem billigsten und dem teuersten Gasversorger derzeit - je nach Tarif und Abnahmefall - sogar bis zu 20 Prozent. Überhöhte Preise, die Wirtschaft und Verbraucher belasten, werden wir nicht akzeptieren, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU). Die eingeleiteten Kartellverfahren betreffen die Energieversorgung Gera, die Stadtwerke Gotha, die Energieversorgung Greiz, die Energieversorgung Inselsberg, die Energieversorgung Nordhausen, die Stadtwerke Saalfeld und die Stadtwerke Sondershausen.
Das Wirtschaftsministerium hatte zum 1. Oktober 2004 und zum 1. Januar 2005 eine Preisabfrage bei den 29 Thüringer Gasversorgungsunternehmen und dem Regionalversorger Gasversorgung Thüringen GmbH (GVT) durchgeführt und diese mit der Erhebung vom 01. Oktober 2003 verglichen. Dabei wurde festgestellt:
1. Alle Gasversorger haben im Vergleich zum 1. Oktober 2003 Preiserhöhungen vorgenommen. Die Erhöhungen liegen zwschen 1,5% und 18,68% bzw. absolut zwischen 0,06 und 0,5 Ct/kWh.
2. Im Ergebnis dieser Preiserhöhungen liegen die oben genannten sieben Unternehmen nunmehr um mindestens 3% über dem Durchschnittspreis aller Thüringer Gasversorger.
3. Von diesen sieben Unternehmen haben fünf - die Energieversorgung Nordhausen, die Energieversorgung Inselsberg, die Stadtwerke Saalfeld, die Stadtwerke
Sondershausen und die Energieversorgung Greiz - ihre Preise um mindestens 0,35 Ct/kWh und damit am deutlichsten erhöht.
Das Wirtschaftsministerium hat die betroffenen Gasversorger über die Einleitung der Kartellverfahren informiert und sie aufgefordert, ihre Preise zu senken. Diese Information ist zum Beispiel bei der Energieversorgung Nordhausen GmbH noch nicht angekommen und Hans-Peter Dörflinger zeigte sich sehr überrascht, als er heute im nnz-Gespräch davon erfuhr. Wir müssen erst einmal sehen, was in der Information drin steht, dann wäre ja auch noch eine Vorprüfung notwendig, meinte Dörflinger. Aus der Sicht des EVN-Geschäftsführers war die Erhöhung der Erdgaspreise zwingend erforderlich. Wir mußten auf die gestiegenen Einkaufspreise einfach reagieren und haben nichts draufgesattelt. Hinzu kommen gestiegene Lohn- und Gehaltskosten, die allein in diesem Jahr um 2,4 Prozent steigen werden, so Dörflinger.
Nicht vergessen werden dürfen auch unter anderem die gestiegenen Stahlpreise. Die belasten ein Unternehmen, das sehr viel Rohrmaterial einkaufen muß, zusätzlich. Und dann verweist der Geschäftsführer auch noch auf die seit Jahren getätigten Investitionen in das regionale Gasnetz. Das alles kann es natürlich nicht zum Nulltarif geben.
Autor: nnzNach Angaben des Wirtschaftsministeriums betragen die Preisunterschiede zwischen dem billigsten und dem teuersten Gasversorger derzeit - je nach Tarif und Abnahmefall - sogar bis zu 20 Prozent. Überhöhte Preise, die Wirtschaft und Verbraucher belasten, werden wir nicht akzeptieren, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU). Die eingeleiteten Kartellverfahren betreffen die Energieversorgung Gera, die Stadtwerke Gotha, die Energieversorgung Greiz, die Energieversorgung Inselsberg, die Energieversorgung Nordhausen, die Stadtwerke Saalfeld und die Stadtwerke Sondershausen.
Das Wirtschaftsministerium hatte zum 1. Oktober 2004 und zum 1. Januar 2005 eine Preisabfrage bei den 29 Thüringer Gasversorgungsunternehmen und dem Regionalversorger Gasversorgung Thüringen GmbH (GVT) durchgeführt und diese mit der Erhebung vom 01. Oktober 2003 verglichen. Dabei wurde festgestellt:
1. Alle Gasversorger haben im Vergleich zum 1. Oktober 2003 Preiserhöhungen vorgenommen. Die Erhöhungen liegen zwschen 1,5% und 18,68% bzw. absolut zwischen 0,06 und 0,5 Ct/kWh.
2. Im Ergebnis dieser Preiserhöhungen liegen die oben genannten sieben Unternehmen nunmehr um mindestens 3% über dem Durchschnittspreis aller Thüringer Gasversorger.
3. Von diesen sieben Unternehmen haben fünf - die Energieversorgung Nordhausen, die Energieversorgung Inselsberg, die Stadtwerke Saalfeld, die Stadtwerke
Sondershausen und die Energieversorgung Greiz - ihre Preise um mindestens 0,35 Ct/kWh und damit am deutlichsten erhöht.
Das Wirtschaftsministerium hat die betroffenen Gasversorger über die Einleitung der Kartellverfahren informiert und sie aufgefordert, ihre Preise zu senken. Diese Information ist zum Beispiel bei der Energieversorgung Nordhausen GmbH noch nicht angekommen und Hans-Peter Dörflinger zeigte sich sehr überrascht, als er heute im nnz-Gespräch davon erfuhr. Wir müssen erst einmal sehen, was in der Information drin steht, dann wäre ja auch noch eine Vorprüfung notwendig, meinte Dörflinger. Aus der Sicht des EVN-Geschäftsführers war die Erhöhung der Erdgaspreise zwingend erforderlich. Wir mußten auf die gestiegenen Einkaufspreise einfach reagieren und haben nichts draufgesattelt. Hinzu kommen gestiegene Lohn- und Gehaltskosten, die allein in diesem Jahr um 2,4 Prozent steigen werden, so Dörflinger.
Nicht vergessen werden dürfen auch unter anderem die gestiegenen Stahlpreise. Die belasten ein Unternehmen, das sehr viel Rohrmaterial einkaufen muß, zusätzlich. Und dann verweist der Geschäftsführer auch noch auf die seit Jahren getätigten Investitionen in das regionale Gasnetz. Das alles kann es natürlich nicht zum Nulltarif geben.
