nnz-Rückspiegel: 29. Januar 2004
Samstag, 29. Januar 2005, 06:59 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn Sie wissen wollen, was vor exakt einem Jahr in Nordhausen und Umgebung los war, dann sollten Sie jetzt unbedingt auf MEHR klicken. Die nnz-Redaktion hat die Meldungen von damals für Sie noch einmal aufbereitet.
Heute: Nicht bewegen, Skandal
nnz-Betrachtung: Nicht bewegen
Können Sie sich noch erinnern, wie der Stadtrat von Nordhausen für unser Theater kämpfen wollte? Da wurden Beschlüsse beschlossen, Resolutionen verabschiedet. Das Schauspiel sollte erhalten werden. Dann wurde es ruhig, erst kürzlich redete man wieder – über unser Theater. Es war der erste Beigeordnete der Kreisverwaltung, Matthias Jendricke (SPD), der noch einmal auf die derzeitige Situation in Nordhausen, Sondershausen aber auch im Freistaat aufmerksam machte. Da hätten sich die Gesellschafter wohl oder übel zur Kooperation mit Rudolstadt entschlossen, weil es nur so Geld vom Land Thüringen gegeben hätte. Vorauseinlenden Gehorsam könnte man das auch nennen, was sich in Nordthüringen abgespielt hatte. Wir kooperieren mit Rudolstadt, wir bauen das Schauspiel ab, wir bekommen bis zum Jahr 2008 jährlich 4,91 Millionen Euro aus Erfurt, so die Philosophie. In anderen Theater-Regionen lief das anders. In Erfurt und Weimar zum Beispiel, auch in Eisenach und Meiningen. Das Prinzip in Eisenach und Meiningen: Wir kooperieren jetzt nicht, vielleicht später, wir bauen nicht ab, wir erhalten trotzdem die Zuschüsse vom Land Thüringen. Nach Meiningen fließen jährlich fast 11 Millionen Euro, nach Eisenach 7,3 Millionen Euro...ausführlich im nnz-Archiv
Das war ein Skandal!
Am vergangenen Freitag hatte My fair Lady am Nordhäuser Theater Premiere. Der vorausgegangen war Zoff mit dem Inhaber der Rechte, die Inszenierung wurde in letzter Minute verändert. Doch der Zoff ist noch nicht vorbei. Die Nordhäuser Inszenierung des Erfolgsmusicals war schon vor der Premiere eine Sache der Juristen geworden. Wie nnz aus dem Verlag Felix Bloch Erben in Berlin erfuhr, habe man versucht, die Premiere mit einer einstweiligen Verfügung zu verbieten. Damit ist der Verlag jedoch vor Gericht gescheitert. Und so schickte er zwei Mitarbeiter nach Nordhausen, die sich die Nordhäuser Fassung ansehen sollten. Sie hatten zu kontrollieren, ob sich die Akteure an den Originalstoff hielten. Einer der Kontrolleure war Stephan Kopf. Selbst die überarbeitete und dem Publikum angebotene Version habe nichts mit der Originalvorlage zutun gehabt, es gab schwerwiegende Eingriffe und damit grobe Verstöße gegen das Urheberrecht. Und überhaupt seien Kopf die Motive dieser Stückmisshandlung überhaupt nicht verständlich. Da seien Begriffe wie Euro, Agenda oder Sozialamt in einen Topf mit König, Pfund oder Gasbeleuchtung geworfen worden...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnzHeute: Nicht bewegen, Skandal
nnz-Betrachtung: Nicht bewegen
Können Sie sich noch erinnern, wie der Stadtrat von Nordhausen für unser Theater kämpfen wollte? Da wurden Beschlüsse beschlossen, Resolutionen verabschiedet. Das Schauspiel sollte erhalten werden. Dann wurde es ruhig, erst kürzlich redete man wieder – über unser Theater. Es war der erste Beigeordnete der Kreisverwaltung, Matthias Jendricke (SPD), der noch einmal auf die derzeitige Situation in Nordhausen, Sondershausen aber auch im Freistaat aufmerksam machte. Da hätten sich die Gesellschafter wohl oder übel zur Kooperation mit Rudolstadt entschlossen, weil es nur so Geld vom Land Thüringen gegeben hätte. Vorauseinlenden Gehorsam könnte man das auch nennen, was sich in Nordthüringen abgespielt hatte. Wir kooperieren mit Rudolstadt, wir bauen das Schauspiel ab, wir bekommen bis zum Jahr 2008 jährlich 4,91 Millionen Euro aus Erfurt, so die Philosophie. In anderen Theater-Regionen lief das anders. In Erfurt und Weimar zum Beispiel, auch in Eisenach und Meiningen. Das Prinzip in Eisenach und Meiningen: Wir kooperieren jetzt nicht, vielleicht später, wir bauen nicht ab, wir erhalten trotzdem die Zuschüsse vom Land Thüringen. Nach Meiningen fließen jährlich fast 11 Millionen Euro, nach Eisenach 7,3 Millionen Euro...ausführlich im nnz-Archiv
Das war ein Skandal!
Am vergangenen Freitag hatte My fair Lady am Nordhäuser Theater Premiere. Der vorausgegangen war Zoff mit dem Inhaber der Rechte, die Inszenierung wurde in letzter Minute verändert. Doch der Zoff ist noch nicht vorbei. Die Nordhäuser Inszenierung des Erfolgsmusicals war schon vor der Premiere eine Sache der Juristen geworden. Wie nnz aus dem Verlag Felix Bloch Erben in Berlin erfuhr, habe man versucht, die Premiere mit einer einstweiligen Verfügung zu verbieten. Damit ist der Verlag jedoch vor Gericht gescheitert. Und so schickte er zwei Mitarbeiter nach Nordhausen, die sich die Nordhäuser Fassung ansehen sollten. Sie hatten zu kontrollieren, ob sich die Akteure an den Originalstoff hielten. Einer der Kontrolleure war Stephan Kopf. Selbst die überarbeitete und dem Publikum angebotene Version habe nichts mit der Originalvorlage zutun gehabt, es gab schwerwiegende Eingriffe und damit grobe Verstöße gegen das Urheberrecht. Und überhaupt seien Kopf die Motive dieser Stückmisshandlung überhaupt nicht verständlich. Da seien Begriffe wie Euro, Agenda oder Sozialamt in einen Topf mit König, Pfund oder Gasbeleuchtung geworfen worden...ausführlich im nnz-Archiv
