Schlossfest in Heringen
Come on rock me, Johann-Wolfgang
Sonntag, 09. September 2018, 12:00 Uhr
Das Heringer Schlossfest hatte gestern für jeden Geschmack etwas zu bieten, von regionalen Leckereien bis zu Musik verschiedenster Coleur. Zum großen Highlight am Abend wurde vor der Schlosskulisse der Faus gegeben, allerdings etwas anders als gewohnt...
Schon am Mittag hatten sich zahlreiche Gäste auf dem Heringer Schlossplatz eingefunden. Die Regionale Aktionsgruppe (RAG) hatte verschiedene Händler aus der Region geladen, von der Mosterei bis zum Holunderweinhändler konnte man sich mit den Früchten des Südharzes eindecken. Für die musikalische Untermalung sorgte unter anderem der Nordhäuser Künstler Ronald Gäßlein.
Das große Highlight hatte man sich derweil für den Abend aufgehoben. Erstmals wurde auf dem Schlossplatz "Faust - Die Rockoper" gezeigt. Seit Jahren lockt die etwas andere Inszenierung der Faust'schen Tragödie Besucher auf den Brocken, nun hat man es auch einmal ins Tal geschafft.
Die Show würzt des alten Goethes Meisterwerk mit knackiger Rockmusik, lasziven Tanzeinlagen, und einer Prise Humor, schafft es dabei aber erfreulich nah am Text und der Stimmung des Originals zu bleiben. Wie so oft im Faust stiehlt der Teufel auch hier den anderen Protagonisten die Show. Mit rauer Stimme und diabolischer Freude zieht der langhaarige Mephisto den greisen Faust durchs Stück und bringt den Scolarius zu neuer Jugend und zu neuen Abgründen. Aber auch Doktor, Hexe, Geister und Gretchen begeisterten am Abend das Publikum.
Knapp 400 Besucher zählte man auf dem Schlosshof zur Aufführung, am Nachmittag dürften es knapp 1.500 Menschen gewesen sein die dem Anwesen ihre Aufwartung machten, schätzt Hans-Günter Neblung, Organisator des Schlossfestes. Ein schöner Erfolg, den man im kommenden Jahr gerne wiederholen würde, dann vielleicht mit der Tragödie zweiter Teil oder etwas ganz anderem. "Wir sind für alles offen solange es dem Schloss und der Region dienlich ist. Wir sind verpflichtet das Schloss mit Leben zu füllen und stehen alle hinter dem Ziel". Gemeint sind neben den Heringern die vielen Sponsoren des Festes ohne die man die Feier so nicht hätte auf die Beine stellen können.
Heute geht es im und ums Schloss weiter, zum Tag des offenen Denkmals sind die Tore weit geöffnet. Auf dem Hof wird man wieder einen kleinen, feinen Markt aufbauen, der dann auch überregionales bieten wird. Im Schloss wird unter anderem auch die beliebte Renaissance-Tanzgruppe Heringens zu sehen sein, die sich trotz oder vielmehr wegen eines Trauerfalls in den eigenen Reihen entschieden haben wieder aufzutreten.
Am Abend soll es noch einmal heiter zugehen, die Kreissparkassenkulturstiftung holt in der nunmehr 14. Ausgabe ihrer Zusammenarbeit mit dem Heringern das Kabarettduo "Schwarze Grütze" ins Schloss. In ihrem Programm "Notaufnahme" beschäftigen sich Stefan Klucke und Dirk Pursche nicht mit gebrochenen Knochen sondern mit mentalen Schonhaltungen und den geistigen Blutergüssen des modernen Lebens.
Angelo Glashagel
Autor: redSchon am Mittag hatten sich zahlreiche Gäste auf dem Heringer Schlossplatz eingefunden. Die Regionale Aktionsgruppe (RAG) hatte verschiedene Händler aus der Region geladen, von der Mosterei bis zum Holunderweinhändler konnte man sich mit den Früchten des Südharzes eindecken. Für die musikalische Untermalung sorgte unter anderem der Nordhäuser Künstler Ronald Gäßlein.
Das große Highlight hatte man sich derweil für den Abend aufgehoben. Erstmals wurde auf dem Schlossplatz "Faust - Die Rockoper" gezeigt. Seit Jahren lockt die etwas andere Inszenierung der Faust'schen Tragödie Besucher auf den Brocken, nun hat man es auch einmal ins Tal geschafft.
Die Show würzt des alten Goethes Meisterwerk mit knackiger Rockmusik, lasziven Tanzeinlagen, und einer Prise Humor, schafft es dabei aber erfreulich nah am Text und der Stimmung des Originals zu bleiben. Wie so oft im Faust stiehlt der Teufel auch hier den anderen Protagonisten die Show. Mit rauer Stimme und diabolischer Freude zieht der langhaarige Mephisto den greisen Faust durchs Stück und bringt den Scolarius zu neuer Jugend und zu neuen Abgründen. Aber auch Doktor, Hexe, Geister und Gretchen begeisterten am Abend das Publikum.
Knapp 400 Besucher zählte man auf dem Schlosshof zur Aufführung, am Nachmittag dürften es knapp 1.500 Menschen gewesen sein die dem Anwesen ihre Aufwartung machten, schätzt Hans-Günter Neblung, Organisator des Schlossfestes. Ein schöner Erfolg, den man im kommenden Jahr gerne wiederholen würde, dann vielleicht mit der Tragödie zweiter Teil oder etwas ganz anderem. "Wir sind für alles offen solange es dem Schloss und der Region dienlich ist. Wir sind verpflichtet das Schloss mit Leben zu füllen und stehen alle hinter dem Ziel". Gemeint sind neben den Heringern die vielen Sponsoren des Festes ohne die man die Feier so nicht hätte auf die Beine stellen können.
Heute geht es im und ums Schloss weiter, zum Tag des offenen Denkmals sind die Tore weit geöffnet. Auf dem Hof wird man wieder einen kleinen, feinen Markt aufbauen, der dann auch überregionales bieten wird. Im Schloss wird unter anderem auch die beliebte Renaissance-Tanzgruppe Heringens zu sehen sein, die sich trotz oder vielmehr wegen eines Trauerfalls in den eigenen Reihen entschieden haben wieder aufzutreten.
Am Abend soll es noch einmal heiter zugehen, die Kreissparkassenkulturstiftung holt in der nunmehr 14. Ausgabe ihrer Zusammenarbeit mit dem Heringern das Kabarettduo "Schwarze Grütze" ins Schloss. In ihrem Programm "Notaufnahme" beschäftigen sich Stefan Klucke und Dirk Pursche nicht mit gebrochenen Knochen sondern mit mentalen Schonhaltungen und den geistigen Blutergüssen des modernen Lebens.
Angelo Glashagel















































