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FSG 99 Salza

Frauenpower für die FSG Salza

Mittwoch, 05. September 2018, 10:21 Uhr
Die FSG 99 Salza erfreut sich derzeit eines großen Zulaufs von jungen Fußballern in den Nachwuchsmannschaften und vor allem von jungen Fußballerinnen. Folgerichtig dachte der Vereinsvorstand über die Gründung eines Damenteams nach und konnte nun im Sommer diese Idee in die Tat umsetzen...

Gleich 23 Mädchen und Frauen im Alter von 14 bis 25 Jahre haben sich dem Salzaer Traditionsverein angeschlossen und gehen gemeinsam auf die Jagd nach dem runden Leder. Fast alle wohnen im Nordhäuser Stadtbezirk, aber es kommen auch erfahrene Spielerinnen aus Ellrich und Rottleberode zum Training auf den Sportplatz an der Lessingschule.

Hier stehen Manuela Koch und Heiko Reinhardt, der selbst noch in der Alten-Herren-Mannschaft des FSG aktiv ist, immer montags und mittwochs als Übungsleiter vor den Spielerinnen und versuchen aus der bunt zusammengewürfelten Truppe eine Mannschaft zu formen. Während zwei ihrer Schützlinge schon höherklassig in Jena und Gera gekickt haben, gibt es auch eine ganze Reihe junger Frauen, die gerade erst die Grundlagen des Spiels erlernen. Unter ihnen elf junge Migrantinnen, die in Salza eine neue Heimat fanden und sich jetzt aktiv am sportlichen Geschehen beteiligen wollen. Unterstützt werden die Spielerinnen zusätzlich in allen Belangen von Manuela Koch, die sich auch als Mannschaftsbetreuerin um alle Belange rund um den Platz kümmert und den Mädchen und Frauen mit Rat und Tat zur Seite steht. Dritter im Bunde ist der Betreuer Rene Polap, der spontan seine Hilfe anbot, als er von dem Projekt erfuhr.

Gleich 23 Mädchen und Frauen im Alter von 14 bis 25 Jahre haben sich dem Salzaer Traditionsverein angeschlossen (Foto: FSG) Gleich 23 Mädchen und Frauen im Alter von 14 bis 25 Jahre haben sich dem Salzaer Traditionsverein angeschlossen (Foto: FSG)
Aufgrund der vielen neu in den Verein eingetretener Fußballerinnen und Fußballer und der guten integrativen Arbeit, die von den Salzaer Verantwortlichen und Mitgliedern geleistet wird, darf sich die FSG 99 Salza jetzt auch „Stützpunktverein Integration furch Sport im LSB Thüringen“ nennen. Diese Auszeichnung wird nur wenigen Sportvereinen im Freistaat zuteil, die mit einer größeren Anzahl ausländischer Sportler im Trainings- und Wettkampfbetrieb stehen.

Die Salzaer Damen starten in der Kreisoberliga Nordthüringen und bestritten am Sonntag ihr erstes Spiel, das gegen die Ellricher Frauen nach tollem Kampf und einer 2:1-Halbzeitführung noch mit 2:5 verloren ging. Moral und Einsatz haben gegen die körperlich überlegenen Damen aus Ellrich schon gestimmt, so dass Manuela Koch optimistisch in die Zukunft blickt. Sie weiß aber auch, dass es neben den sportlichen Erfolgen um das Miteinander im Team geht, um gegenseitiges Vertrauen und Hilfe. Nur so kann die Mannschaft sich weiter entwickeln und die Integration der vielen sportbegeisterten Mädchen gelingen.
Autor: red

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