Erste Erkenntnisse
Mittwoch, 26. Januar 2005, 18:52 Uhr
Erste Erkenntnisse (Foto: nnz)
Nordhausen (nnz). Die nnz hatte heute über den Tod zweier Männer in Nordhausen berichtet. An dieser Stelle wollen wir versuchen, die Ereignisse des Vormittags an der Nordhäuser Brückenmühle noch einmal Revue passieren zu lassen.Es ist kurz vor 10 Uhr, in den Büros der beiden Firmen knistert die Spannung. Die ist zwischen Klaus-Dieter D. und Frank L. seit langem sehr aufgeladen. Vermutlich brachte ein letzter Anlaß das berühmte Faß zum Überlaufen. Dann nimmt Klaus-Dieter D. seine 9 mm Walther aus dem Schreibtisch und geht – am Arbeitsplatz einer 24jährigen Mitarbeiterin vorbei – in das Arbeitszimmer von Frank L. Dort sitzt zu diesem Zeitpunkt die 30jährige Sekretärin. D. reißt die Waffe hoch und feuert mehrere Schüsse auf das Opfer ab. Ein Projektil schlägt im Kopf ein, er soll sofort tot gewesen sein. Dann wendet sich der Schütze ab, verlässt das Zimmer und geht in sein Dienstzimmer. Dort hält er die PARA diesmal an seinen Kopf und drückt ab.
Nur wenige Augenblicke später ruft eine der Frauen bei der Polizei an und informiert die Beamten über die Bluttat. Die sind sofort am Tatort, die Routinearbeit beginnt. Kripo und Staatsanwaltschaft sind mittlerweile auch da, man wartet schließlich auf die so genannte Tatortgruppe aus Erfurt. Am Nachmittag dann – als schließlich alle Spuren gesichert sind – werden die beiden Leichen abtransportiert.
Zurück bleiben zwei Frauen, die das Geschehene verarbeiten müssen. Betreut wurden sie den Tag über von erfahrenen Beamten und einem Pfarrer. Beide wurde bereits behutsam befragt, sie werden den Kriminalisten wohl aber noch mehrfach zur Verfügung stehen müssen. Zum Motiv für den Mord und den Selbstmord gibt es bislang noch keine Aussagen seitens der Ermittler.
