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Dicht oder nicht dicht?

Mittwoch, 26. Januar 2005, 10:30 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern? Im vergangenen Jahr tönte die Unternehmensleitung der Nordhäuser Nobas, man werde zum 31. Januar 2005 den Betrieb schließen, wenn sich die Belegschaft nicht auf neue Arbeitsverträge einlasse. Heute schreiben wir den 26. Januar...


Es wären also noch fünf Tage, an denen sich die Werktore an der Rothenburgstraße öffnen würden. Doch nach einer Schließung sieht es momentan in den großen Werkhalle nicht aus. Im Gegenteil, Betriebsrat und Geschäftsleitung wollen in den kommenden Tagen wieder miteinander reden. Wie Betriebsratsvorsitzender Eberhard Klaus der nnz sagte, gehe der Montagebetrieb in der Nobas ganz normal weiter. Da müßten sogar noch Aufträge aus dem vergangenen Jahr abgearbeitet werden. „Ich sehe keine Anzeichen für eine Schließung!“

Ein Statement der Geschäftsleitung war heute nicht zu erhalten. Vielleicht auch deshalb nicht, weil die immer mehr unter Druck gerät, schließlich werden im Februar die ersten Leistungsklagen der Mitarbeiter vor Gericht aufgerufen (siehe im nnz-Archiv). Beobachter gehen davon aus, daß dabei der Arbeitgeber „hinten runter fallen würde“. Bis dahin müßte eine Einigung zwischen beiden Seiten erzielt werden. In der Summe würden all diese Klagen nach Angaben der Gewerkschaft IG-Metall Günter Papenburg rund eine Million Euro kosten.

Aber das ist vermutlich auch nicht das große Geld. Denn der Sportfanatiker hat nach einem Eishockey-Stadion in Hannover (Preussag-Arena) nun auch noch die dort beheimatete Mannschaft, die Hannover-Scorpions gekauft. Im Internet ist dazu folgendes zu lesen: „Bauunternehmer Papenburg kauft die „Eishockey Betriebs GmbH“ mitsamt DEL-Lizenz für angeblich 575.999 Euro.“
Autor: nnz

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