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Verdienste im Handwerk gestiegen

Donnerstag, 06. September 2001, 12:22 Uhr
Nordhausen (nnz/tls). Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst eines vollzeitbeschäftigten Handwerkers (Gesellen und übrige Arbeiter) betrug im Mai 2001 in Thüringen 16,13 DM. Das waren 0,25 DM bzw. 1,6 Prozent mehr als im Mai 2000. Mit 16,49 DM lag der Stundenlohn der Gesellen um 2,81 DM über dem der übrigen Arbeiter mit 13,68 DM.

Ein Geselle im Thüringer Handwerk bezog im Mai 2001 einen durchschnittlichen Bruttostundenverdienst in Höhe von 16,49 DM und damit 0,30 DM bzw. 1,9 Prozent mehr als im Mai 2000. Übrige Arbeiter, dazu zählen u.a. angelernte, ungelernte sowie Hilfsarbeiter, erhielten einen Stundenlohn von 13,68 DM.

Die durchschnittlich bezahlte Wochenarbeitszeit (einschließlich Mehrarbeitszeit) stieg leicht von 40,6 Stunden im Mai 2000 auf 40,7 Stunden im Mai 2001. Dieser Anstieg ist einzig auf die geleisteten Mehrarbeitsstunden - von 0,8 auf 0,9 Stunden je Woche - zurückzuführen. Bei nahezu gleicher bezahlter Wochenarbeitszeit führten die höheren Stundenverdienste zu einem Anstieg der durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste um 50 DM auf 2 855 DM im Mai 2001.

Bedingt durch die abweichenden Beschäftigtenstrukturen (Ausbildung, Art der Tätigkeit, Lebensalter, Berufsjahre u.ä.) lag der durchschnittliche Bruttostundenverdienst der Männer mit 16,61 DM um 4,59 DM über dem der Frauen mit 12,02 DM. Im Vergleich zum Mai 2000 wird deutlich, dass die Verdienstentwicklung im Handwerk allein auf den Lohnanstieg der Männer zurückzuführen ist. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik weiter mitteilt, gab es in den einzelnen Gewerben zum Teil erhebliche Verdienstunterschiede. Die höchsten Stundenlöhne wurden mit 17,53 DM für die Metallbauer ermittelt. Mit 42 Stunden hatten die Metallbauer auch die längste Wochenarbeitszeit. Am Ende der Verdienstskala befanden sich - wie in den Vorjahren - die Bäcker und die Fleischer mit 12,59 DM bzw. 13,02 DM pro Stunde.

Erläuterung: Laut Gesetz werden die folgenden zehn Gewerbe des Handwerks erfasst: Maler und Lackierer, Metallbauer, Kraftfahrzeugmechaniker, Klempner, Gas- und Wasserinstallateure, Zentralheizungs- und Lüftungsbauer, Elektroinstallateure, Tischler, Bäcker und Fleischer. Die Angaben über Verdienste und Arbeitszeiten sind Durchschnittswerte, die auf der Grundlage der Laufenden Verdiensterhebung im Handwerk ermittelt wurden. Unmittelbare Rückschlüsse auf eigene Verdienste sind nicht möglich.
Autor: nnz

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