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nnz nachgehakt

Wie sie sehen, sehen sie nichts

Montag, 23. Juli 2018, 11:00 Uhr
Eigentlich sollten Wanderfreunde am Nicolai-Platz vor der Bibliothek seit vergangenem Donnerstag eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel vorfinden. Eigentlich. Aktuell weist nur ein Zettel auf den Verbleib des Anlaufpunktes hin...

Was ist aus der Stempelstelle für die Harzer Wandernadel geworden? (Foto: Angelo Glashagel) Was ist aus der Stempelstelle für die Harzer Wandernadel geworden? (Foto: Angelo Glashagel)

Mit einigem Aufwand war die Stempelstelle für Wanderfreunde, die sich hier ein Signum für die "Harzer Wandernadel" hätten holen können, am Donnerstag eingeweiht worden.

Highlight des Abends war eine Lesung von Autorin Kathrin Hotowetz, Schöpferin der beliebten Reihe "Im Schatten der Hexen", Fantasy-Geschichten rund um den Harz und seine gruseligsten Bewohner.

Passend zu Buch und Bibliothek sollte die neue "Sonderstempelstelle" den Namen der Buch-Reihe tragen. Von Tintenkissen und Stempel ist aktuell allerdings nichts zu sehen. Wenige Tage nach der Eröffnung weist ein Zettel auf die Gründe hin.

Hinweis auf die bereits eingeweihte Sonderstempelstelle (Foto: Angelo Glashagel) Hinweis auf die bereits eingeweihte Sonderstempelstelle (Foto: Angelo Glashagel)

Demnach könne die Stempelstelle "aus technischen Gründen" erst im August wieder aufgestellt werden. Worum es sich bei den "technischen Gründen" handelt, klärt der Hinweis nicht, die nnz hat nachgehakt.

Noch bis Montag vergangener Woche sei alles nach Plan verlaufen, der Ansprechpartner für die Wandernadel, Axel Steinbach, habe versichert das alles klappen würde, erklärte Bibliotheksleiterin Hildegard Seidel, doch dann kam alles anders als gedacht. Zur Eröffnung am Donnerstag war zwar der Stempelkasten da, sowohl der Zinkfuß zum Aufstellen des Kastens wie auch die Beschilderung fehlten aber noch. Beide Teile werden von der Lebenshilfe Blankenburg hergestellt und hier gibt es aktuell scheinbar personelle Engpässe. "Dadurch hat sich alles verschoben, Herr Steinbach musste den Stempelkasten wieder mitnehmen, das war ihm auch furchtbar peinlich", erzählte Seidel der nnz.

Mitten im Potemkinschen Dorf (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen) Mitten im Potemkinschen Dorf (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)
Zur Eröffnung sei das auch so kommuniziert worden. In der Mitteilung der Stadtverwaltung fehlt dieses Detail, das hatte bei den Wanderfreunden, von denen sich bereits am Tag nach der Einweihung einige auf den Weg zur Bibliothek gemacht hatten um sich ihren Stempel abzuholen, für Irritationen gesorgt.

Der Stempel findet sich zur Zeit im Café des Bürgerhauses, entsprechende Hinweise werde man diese Woche anbringen, erklärte Seidel. Mit dem Stempelkasten als solchem könne man, wie mitgeteilt, erst Anfang August rechnen.
Angelo Glashagel
Autor: red

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