Wer arbeitet weniger?
Donnerstag, 20. Januar 2005, 11:41 Uhr
Nordhausen (nnz). Wohl dem, der heutzutage noch einen Job hat. Diejenigen, die sich darüber freuen können, die müssen dafür auch ordentlich schuften. Wie viele Stunden da im Jahr zum Beispiel zusammenkommen, das hat die nnz erfahren.
Das Thüringer Landesamt für Statistik legt erstmals Ergebnisse zum regionalen gesamtwirtschaftlichen Arbeitsvolumen, d.h. der in einem Jahr tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden aller Erwerbstätigen am Arbeitsort in Thüringen, vor. Danach wurden in Thüringen im Jahr 2003 von den 1,029 Millionen erwerbstätigen Personen ca. 1 570 Millionen Arbeitsstunden geleistet. Das waren durchschnittlich 1 525 Stunden je Erwerbstätigen. In Thüringen verringerte sich das Arbeitsvolumen in den Jahren 2000 bis 2003 um insgesamt 145,7 Millionen Stunden bzw. 8,5 Prozent.
Mit dem Arbeitsvolumen für Thüringen wird eine Lücke in der regionalen erwerbsstatistischen Gesamtschau geschlossen. Die Analysemöglichkeiten der Erwerbstätigkeit unter den Bedingungen der zunehmenden Flexibilisierung von Arbeitsverhältnissen in Form von zunehmender Teilzeitarbeit, neuen Organisations- und Arbeitszeitmodellen, Leiharbeit, Mini-Job und Ich-AG u. a. erweitern sich dadurch beträchtlich.
Wie die Berechnungen des Arbeitskreises 'Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder', zeigen, verringerte sich das Arbeitsvolumen im Jahr 2003 gegenüber dem Jahr 2002 in Thüringen um 1,8 Prozent, in Deutschland um 0,8 Prozent, im Gebiet der neuen Bundesländer (ohne Berlin) um 1,0 Prozent und im früheren Bundesgebiet (ohne Berlin) um 0,7 Prozent. Während in Thüringen ein Erwerbstätiger im Jahr 2003 im Durchschnitt 1 525 Arbeitsstunden leistete waren es im gleichen Jahr in Deutschland 1 441 Arbeitsstunden, in den neuen Bundesländern (ohne Berlin) 1 519 Arbeitsstunden und im früheren Bundesgebiet 1 425 Arbeitsstunden. Von den Erwerbstätigen in Thüringen arbeiteten Arbeitnehmer mit 1 455 Stunden deutlich weniger als selbständig Erwerbstätige mit 2 140 Stunden.
Betrachtet man einzelne Wirtschaftsbereiche, fallen auch hier größere Differenzen bei den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen auf. Den höchsten Wert verzeichnete der Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (1 719 Stunden), gefolgt vom Baugewerbe (1 666 Stunden). In den Dienstleistungsbereichen dagegen wurden 1 440 Stunden im Bereich der Finanz- und Unternehmensdienstleister bzw. 1 486 Stunden im Bereich der öffentlichen und privaten Dienstleister festgestellt.
Autor: nnzDas Thüringer Landesamt für Statistik legt erstmals Ergebnisse zum regionalen gesamtwirtschaftlichen Arbeitsvolumen, d.h. der in einem Jahr tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden aller Erwerbstätigen am Arbeitsort in Thüringen, vor. Danach wurden in Thüringen im Jahr 2003 von den 1,029 Millionen erwerbstätigen Personen ca. 1 570 Millionen Arbeitsstunden geleistet. Das waren durchschnittlich 1 525 Stunden je Erwerbstätigen. In Thüringen verringerte sich das Arbeitsvolumen in den Jahren 2000 bis 2003 um insgesamt 145,7 Millionen Stunden bzw. 8,5 Prozent.
Mit dem Arbeitsvolumen für Thüringen wird eine Lücke in der regionalen erwerbsstatistischen Gesamtschau geschlossen. Die Analysemöglichkeiten der Erwerbstätigkeit unter den Bedingungen der zunehmenden Flexibilisierung von Arbeitsverhältnissen in Form von zunehmender Teilzeitarbeit, neuen Organisations- und Arbeitszeitmodellen, Leiharbeit, Mini-Job und Ich-AG u. a. erweitern sich dadurch beträchtlich.
Wie die Berechnungen des Arbeitskreises 'Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder', zeigen, verringerte sich das Arbeitsvolumen im Jahr 2003 gegenüber dem Jahr 2002 in Thüringen um 1,8 Prozent, in Deutschland um 0,8 Prozent, im Gebiet der neuen Bundesländer (ohne Berlin) um 1,0 Prozent und im früheren Bundesgebiet (ohne Berlin) um 0,7 Prozent. Während in Thüringen ein Erwerbstätiger im Jahr 2003 im Durchschnitt 1 525 Arbeitsstunden leistete waren es im gleichen Jahr in Deutschland 1 441 Arbeitsstunden, in den neuen Bundesländern (ohne Berlin) 1 519 Arbeitsstunden und im früheren Bundesgebiet 1 425 Arbeitsstunden. Von den Erwerbstätigen in Thüringen arbeiteten Arbeitnehmer mit 1 455 Stunden deutlich weniger als selbständig Erwerbstätige mit 2 140 Stunden.
Betrachtet man einzelne Wirtschaftsbereiche, fallen auch hier größere Differenzen bei den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen auf. Den höchsten Wert verzeichnete der Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (1 719 Stunden), gefolgt vom Baugewerbe (1 666 Stunden). In den Dienstleistungsbereichen dagegen wurden 1 440 Stunden im Bereich der Finanz- und Unternehmensdienstleister bzw. 1 486 Stunden im Bereich der öffentlichen und privaten Dienstleister festgestellt.
