Der Markt bewegte
Mittwoch, 19. Januar 2005, 08:27 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Bürgersaal im Neuen Nordhäuser Rathaus war gestern bis auf den letzten Platz besetzt. Sogar zusätzliche Stühle mußten kurz vor dem Bürgergespräch herangeschafft werden. Es ging um den Wochenmarkt, vor allem um den Standort.
Der Markt bewegte (Foto: nnz)
Die Stadtverwaltung hatte in der letzten Stadtratssitzung des Jahres 2004 eine Vorlage eingebracht, die das Markttreiben und die dafür Verantwortlichen in Mark und Knochen erschütterte. Der Wochenmarkt sollte nicht mehr auf dem Blasiikirchplatz, sondern auf dem Rathausplatz stattfinden. Und dann auch nur noch an zwei Tagen in der Woche. Viele Bürger aus Nordhausen, nicht nur die Markt- und Einzelhändler, hatten sich bereits im Vorfeld gegen eine Veränderung der Satzung ausgesprochen (siehe im nnz-Archiv).
Die eigentlich entscheidende Frage stellte gestern eine Frau: Warum ist denn eigentlich über eine Veränderung des Marktgeschehens nachgedacht worden? Wer kam denn eigentlich auf diese absurde Idee? Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) konnte da nur eine halbherzige Antwort geben, es sei wegen der zu erwartenden Abriß- und Bauarbeiten am Pferdemarkt überlegt worden. Fakt ist aber und das wäre die richtige Antwort gewesen, diese Idee wurde in der Verwaltung geboren und hätte der Stadtrat dieser Vorlage ohne weitere Diskussion so zugestimmt, dann...
So konnte eigentlich Widersinniges abgewendet werden, denn die Mehrheit der gestern Anwesenden sprach sich für die Beibehaltung des jetzigen Marktgeschehens aus. Nur vereinzelt wurde auf den Rathausplatz verwiesen, vor allem wegen seiner guten Anbindung an die Straßenbahn und seiner Vorzüge bei der Oberflächengestaltung.
Und der Staub, der mit den Abrißarbeiten des alten Polizeigebäudes zu erwarten ist, der muß sich nicht unbedingt auf die Waren der Marktstände legen, schließlich haben die mobilen Markthändler auch die Sanierung der Blasii-Kirche gemeinsam mit ihren treuen Kunden überlebt. Barbara Rinke kündigte an, daß nach der Fertigstellung des Einkaufszentrums am Pferdemarkt der Platz vor der Blasiikirche saniert werden könnte. Voraussetzung ist natürlich, daß die entsprechenden Gelder vorhanden sind.
Die Oberbürgermeisterin kündigte an, den jetzigen Entwurf der Marktsatzung noch einmal zu überarbeiten und die Vorstellungen der Händler mit aufzunehmen. Im übernächsten Stadtrat soll dann die neue (in Kernpunkten alte) Marktsatzung im Stadtrat beschlossen werden.
Autor: nnz
Der Markt bewegte (Foto: nnz)
Die Stadtverwaltung hatte in der letzten Stadtratssitzung des Jahres 2004 eine Vorlage eingebracht, die das Markttreiben und die dafür Verantwortlichen in Mark und Knochen erschütterte. Der Wochenmarkt sollte nicht mehr auf dem Blasiikirchplatz, sondern auf dem Rathausplatz stattfinden. Und dann auch nur noch an zwei Tagen in der Woche. Viele Bürger aus Nordhausen, nicht nur die Markt- und Einzelhändler, hatten sich bereits im Vorfeld gegen eine Veränderung der Satzung ausgesprochen (siehe im nnz-Archiv).
Die eigentlich entscheidende Frage stellte gestern eine Frau: Warum ist denn eigentlich über eine Veränderung des Marktgeschehens nachgedacht worden? Wer kam denn eigentlich auf diese absurde Idee? Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) konnte da nur eine halbherzige Antwort geben, es sei wegen der zu erwartenden Abriß- und Bauarbeiten am Pferdemarkt überlegt worden. Fakt ist aber und das wäre die richtige Antwort gewesen, diese Idee wurde in der Verwaltung geboren und hätte der Stadtrat dieser Vorlage ohne weitere Diskussion so zugestimmt, dann...
So konnte eigentlich Widersinniges abgewendet werden, denn die Mehrheit der gestern Anwesenden sprach sich für die Beibehaltung des jetzigen Marktgeschehens aus. Nur vereinzelt wurde auf den Rathausplatz verwiesen, vor allem wegen seiner guten Anbindung an die Straßenbahn und seiner Vorzüge bei der Oberflächengestaltung.
Und der Staub, der mit den Abrißarbeiten des alten Polizeigebäudes zu erwarten ist, der muß sich nicht unbedingt auf die Waren der Marktstände legen, schließlich haben die mobilen Markthändler auch die Sanierung der Blasii-Kirche gemeinsam mit ihren treuen Kunden überlebt. Barbara Rinke kündigte an, daß nach der Fertigstellung des Einkaufszentrums am Pferdemarkt der Platz vor der Blasiikirche saniert werden könnte. Voraussetzung ist natürlich, daß die entsprechenden Gelder vorhanden sind.
Die Oberbürgermeisterin kündigte an, den jetzigen Entwurf der Marktsatzung noch einmal zu überarbeiten und die Vorstellungen der Händler mit aufzunehmen. Im übernächsten Stadtrat soll dann die neue (in Kernpunkten alte) Marktsatzung im Stadtrat beschlossen werden.
