Windpark bei Friedrichsthal
Bürger fühlen sich nicht informiert
Mittwoch, 11. Juli 2018, 16:22 Uhr
Heute kommt in der kleinen Gemeinde Friedrichsthal der Gemeinderat zusammen. Eigentlich kein Grund zur Aufregung im westlichen Landkreis, wenn da Bürgermeisterin Franka Hitzing nicht einen Beschluss einbringen würde...
Es soll mehr eine Willensbekundung der Volksvertreter sein. Zu einem Windpark, der eventuell in Richtung Trebra gebaut werden soll. Das Areal befindet sich in einem von der Landesregierung ausgewiesenen Vorranggebiet, schließlich sollen im Freistaat die Windparkflächen in den kommenden Jahren verdreifacht werden.
Mehrere Bürgerinnen und Bürger unter den rund 200 Friedrichsthalern fühlen sich nicht nur nicht ausreichend informiert, sondern auch "über den Tisch gezogen". Vom Gemeinderat und von Franka Hitzing, der ehrenamtlichen Bürgermeisterin, die erst in diesem Jahr mit fast 100 Prozent wiedergewählt wurde.
Es habe nur einen Aushang gegeben, klagt eine Frau am Telefon, zwar habe man immer mal was vernommen, dass es Interesse an der Errichtung von Windrädern gebe, doch dass sich die Gemeinde aktiv bewerben würde, davon sei nie die Rede gewesen.
Das wiederum will Bürgermeisterin Hitzing so nicht stehen lassen. "Ich habe bereits vor eineinhalb Jahren während einer Bürgerversammlung von den Intentionen einer Firma berichtet, zwischen Friedrichsthal und Trebra einen Windpark zu errichten. Das gleiche Prozedere dann Anfang dieses Jahres", erzählt Franka Hitzing der nnz. Sie habe dabei, aber auch in einer Sitzung des Gemeinderates, die sogenannte Pool-Lösung vorgestellt, bei der auf jeden Fall die Kommune auch von einem Bau der Windräder profitieren würde.
Aktueller Stand sei nun: die Firma will bauen und wenn der Raumordnungsplan sowie die einzuholenden Gutachten es zulassen, dann werden die Windräder gebaut, "als Kommune können wir darauf keinen Einfluss nehmen." Sind alle rechtlichen Bedingungen erfüllt und das Unternehmen ist sich mit den Eigentümern der Grundstücke einig, dann werde gebaut. Die Frage ist für Frau Hitzing nur: wo genau?
Sollte sich der Gemeinderat heute zu keinem Beschluss durchringen, dann könnte es sein, dass der Investor die Anlage auf der Gemarkung von Trebra baut, vielleicht nur 30 Meter hinter der Gemeindegrenze. Und dann, ja dann profitiert Trebra von der Pool-Lösung und nicht Friedrichsthal.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redEs soll mehr eine Willensbekundung der Volksvertreter sein. Zu einem Windpark, der eventuell in Richtung Trebra gebaut werden soll. Das Areal befindet sich in einem von der Landesregierung ausgewiesenen Vorranggebiet, schließlich sollen im Freistaat die Windparkflächen in den kommenden Jahren verdreifacht werden.
Mehrere Bürgerinnen und Bürger unter den rund 200 Friedrichsthalern fühlen sich nicht nur nicht ausreichend informiert, sondern auch "über den Tisch gezogen". Vom Gemeinderat und von Franka Hitzing, der ehrenamtlichen Bürgermeisterin, die erst in diesem Jahr mit fast 100 Prozent wiedergewählt wurde.
Es habe nur einen Aushang gegeben, klagt eine Frau am Telefon, zwar habe man immer mal was vernommen, dass es Interesse an der Errichtung von Windrädern gebe, doch dass sich die Gemeinde aktiv bewerben würde, davon sei nie die Rede gewesen.
Das wiederum will Bürgermeisterin Hitzing so nicht stehen lassen. "Ich habe bereits vor eineinhalb Jahren während einer Bürgerversammlung von den Intentionen einer Firma berichtet, zwischen Friedrichsthal und Trebra einen Windpark zu errichten. Das gleiche Prozedere dann Anfang dieses Jahres", erzählt Franka Hitzing der nnz. Sie habe dabei, aber auch in einer Sitzung des Gemeinderates, die sogenannte Pool-Lösung vorgestellt, bei der auf jeden Fall die Kommune auch von einem Bau der Windräder profitieren würde.
Aktueller Stand sei nun: die Firma will bauen und wenn der Raumordnungsplan sowie die einzuholenden Gutachten es zulassen, dann werden die Windräder gebaut, "als Kommune können wir darauf keinen Einfluss nehmen." Sind alle rechtlichen Bedingungen erfüllt und das Unternehmen ist sich mit den Eigentümern der Grundstücke einig, dann werde gebaut. Die Frage ist für Frau Hitzing nur: wo genau?
Sollte sich der Gemeinderat heute zu keinem Beschluss durchringen, dann könnte es sein, dass der Investor die Anlage auf der Gemarkung von Trebra baut, vielleicht nur 30 Meter hinter der Gemeindegrenze. Und dann, ja dann profitiert Trebra von der Pool-Lösung und nicht Friedrichsthal.
Peter-Stefan Greiner
