Differenziert betrachten
Samstag, 15. Januar 2005, 16:06 Uhr
Nordhausen (nnz). Zum 15. Jahrestag des Sturms auf die Berliner Stasi-Zentrale hat Kulturstaatsministerin Christina Weiss vor einem schludrigen Umgang mit der SED-Diktatur gewarnt. Die Geschichte dürfe nicht geschönt, sondern müsse differenziert betrachtet werden...
Das sagte die parteilose Politikerin am Samstag bei einem Tag der offenen Tür im einstigen DDR-Ministerium für Staatssicherheit (MfS) in der Berliner Normannenstraße. Auf dem Programm stand auch ein Konzert des Liedermachers Wolf Biermann, der aus der DDR ausgebürgert worden war. Die Erstürmung der Stasi-Zentrale am 15. Januar 1990 sei ein mutiger Bürgeraufstand gewesen, sagte Weiss. Der Tag der offenen Tür sei eine Verbeugung vor den Leistungen derjenigen, die die Stasi- Archive vor der Vernichtung gerettet hätten. Auch künftig solle an die Menschen erinnert werden, die sich gegen das SED-Regime trotz Verfolgung behauptet hätten. Tausende Demonstranten waren vor 15 Jahren in die MfS-Zentrale eingedrungen, nachdem Bürgerkomitees bereits die Stasi-Dienststellen in den DDR-Bezirken besetzt hatten.
Die Chefin der Stasi-Unterlagenbehörde, Marianne Birthler, sagte, die Erstürmung sei ein politisches Signal und die Geburtsstunde ihrer Bundesbehörde gewesen. Doch die Hauptaufgabe unserer Arbeit ist nicht die Vergangenheit, sondern die Gegenwart und Zukunft. Zur Zukunft der Birthler-Behörde, die zum 1. Januar in die Zuständigkeit der Kulturstaatsministerin gewechselt war, sagte Weiss, sie wolle die Behörde inhaltlich aufwerten.
Hier werde mit der Aufarbeitung der Akten eine weltweit einzigartige und vorbildliche Arbeit geleistet. Jetzt werde ein Verbund-Konzept für eine würdige Geschichtsaufarbeitung erstellt. Bei der materiellen Ausstattung werde es zunächst keine Änderungen geben, sagte Weiss.
Autor: nnzDas sagte die parteilose Politikerin am Samstag bei einem Tag der offenen Tür im einstigen DDR-Ministerium für Staatssicherheit (MfS) in der Berliner Normannenstraße. Auf dem Programm stand auch ein Konzert des Liedermachers Wolf Biermann, der aus der DDR ausgebürgert worden war. Die Erstürmung der Stasi-Zentrale am 15. Januar 1990 sei ein mutiger Bürgeraufstand gewesen, sagte Weiss. Der Tag der offenen Tür sei eine Verbeugung vor den Leistungen derjenigen, die die Stasi- Archive vor der Vernichtung gerettet hätten. Auch künftig solle an die Menschen erinnert werden, die sich gegen das SED-Regime trotz Verfolgung behauptet hätten. Tausende Demonstranten waren vor 15 Jahren in die MfS-Zentrale eingedrungen, nachdem Bürgerkomitees bereits die Stasi-Dienststellen in den DDR-Bezirken besetzt hatten.
Die Chefin der Stasi-Unterlagenbehörde, Marianne Birthler, sagte, die Erstürmung sei ein politisches Signal und die Geburtsstunde ihrer Bundesbehörde gewesen. Doch die Hauptaufgabe unserer Arbeit ist nicht die Vergangenheit, sondern die Gegenwart und Zukunft. Zur Zukunft der Birthler-Behörde, die zum 1. Januar in die Zuständigkeit der Kulturstaatsministerin gewechselt war, sagte Weiss, sie wolle die Behörde inhaltlich aufwerten.
Hier werde mit der Aufarbeitung der Akten eine weltweit einzigartige und vorbildliche Arbeit geleistet. Jetzt werde ein Verbund-Konzept für eine würdige Geschichtsaufarbeitung erstellt. Bei der materiellen Ausstattung werde es zunächst keine Änderungen geben, sagte Weiss.
