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Noch Zufahrt klären

Donnerstag, 13. Januar 2005, 12:45 Uhr
Nordhausen (nnz). Gestern waren noch einmal die Herren der Rosco-Gruppe ins Nordhäuser Rathaus „einbestellt worden“. Noch einmal sollten sie ihre Vorstellungen vom Bau der Altstadt-arkaden und – vor allem – vom zeitlichen Ablauif her vorstellen. Die nnz kennt das Ergebnis dieses Gespräches.


Die Terminkette für den Bau des Einkaufszentrums am Pferdemarkt in der Nordhäuser Innenstadt steht jetzt: Im Frühling diesen Jahres soll mit dem Abriss der alten Polizei-Immobilie begonnen werden, im Herbst soll Baubeginn und ein Jahr später Eröffnung sein. Das ist das Ergebnis eines Treffens von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke und Bau- und Wirtschaftsdezernenten Dietrich Beyse mit Walter und Dennis Rossing und Rüdiger Pinno von der Rossing-Investorengruppe gestern Nachmittag im Rathaus. Noch im 1. Quartal 2005 wollen die Investoren die nötigen Kaufverträge mit den Grundstückseigentümern schließen: dem Liegenschaftsmanagement in Erfurt und den beiden großen Nordhäuser Wohnungsbau-Unternehmen sowie der städtebauliche Vertrag mit der Stadt Nordhausen. Der Bauantrag soll im 2. Quartal gestellt werden, seine Genehmigung soll im 3. Quartal vorliegen.

„Wir sind angesichts dieser klaren und konkreten Aussagen der Investoren erleichtert, kann doch jetzt eines der wichtigen innerstädtischen Projekte Realität werden; ein Projekt, das zugleich der Altstadt wesentliche Impulse verleihen wird “, so die Oberbürgermeisterin. Sie sei vor allem den beiden großen Wohnungsbaugesellschaften SWG und WBG dankbar, die bereits im vorigen Jahr mit der pünktlichen Organisation und Umsetzung des Leerzuges der benachbarten Wohnblöcke einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Investition beigetragen hätten. Und nicht zuletzt hätten auch die Mieter ihren Beitrag geleistet, mit ihrer Bereitschaft, die Wohnung zu wechseln.

Dietrich Beyse ist sicher, dass auch die noch ausstehenden Probleme schnell geklärt werden können: „Das ist zum Beispiel die Frage der Verkehrserschließung des Grundstückes, wo es im Prinzip zwei Varianten gibt – von vorn über den Kornmarkt oder von hinten über die Wolfstraße – und das ist die Entscheidung ob ein Parkhaus oder eine Tiefgarage gebaut wird, die so oder so auch für die Anwohner bzw. die Besucher der Altstadt offen stehen werden.“

Noch nicht entschieden hätten sich die Investoren für eine bestimmte Lebensmittelkette, sagte Frau Rinke. Klar sei aber, dass ein Großteil der entstehenden 12 Ladengeschäfte von Nordhäuser Einzelhändlern betrieben werde, die Investoren hätten dabei schon ausreichend Anfragen von Mietinteressenten. Und um einen guten Mix zu erreichen, werde es natürlich auch auswärtige Mieter geben. „Das Sortiment, das die Kunden im neuen Einkaufszentrum erwartet, wird von Schuhen bis hin zu Textilien reichen, so Frau Rinke.

Mit der Eröffnung des großen Lebensmittelmarktes am Pferdemarkt sei dann für die Innenstadt der Bedarf an solchen großflächigen Einkaufsmöglichkeiten endgültig gedeckt, das hätte auch ein im Auftrag der Stadt erstelltes Einzelhandelsgutachten bestätigt. „Weiteres in dieser Richtung werden wir auch nicht mehr genehmigen können.“

Mit dem Zentrum am Pferdemarkt setzten die Investoren auch auf den Erlebniseffekt beim Einkaufen, berichtete die Oberbürgermeisterin. Dabei spiele die Lage am Tor zur Altstadt eine wichtige Rolle, auch die Gestaltung der Fläche rund um die Blasii-Kirche solle ins Konzept einbezogen werden. Über Details dazu wolle sie gemeinsam mit Bürgermeister Wahlbuhl und Dezernenten Beyse beim nächsten „Nordhäuser Stadtgespäch“ am 18. Januar um 19 Uhr zum Thema „Standort Grünmarkt“ im Bürgersaal des „Neuen Rathauses“ informieren und mit den Interessierten ins Gespräch kommen. Alle Interessierten seien herzlich eingeladen.
Autor: nnz

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