WM 2018
Drei neue FIFA-Regeln
Freitag, 22. Juni 2018, 10:18 Uhr
Die Fußballwelt schaut auf Russland und das Turnier des Jahres – auf die 21. Fußballweltmeisterschaft. 32 Nationalteams kämpfen in 64 Spielen um den Titel des Fußballweltmeisters 2018. Der eine oder andere Fußballfan wird sich vielleicht über neue Regeln wundern, die zum ersten Mal bei einer WM greifen. Insgesamt sind es drei Änderungen...
Beschlossen wurden sie von den Regelhüter des IFAB (International Football Association Board):
Die Devise lautet, dass die Schiedsrichter-Assistenten knappe Abseitssituationen zunächst zugunsten der angreifenden Mannschaft entscheiden sollen. Das teilte jedenfalls Schiedsrichter-Legende Pierluigi Collina (Chef der FIFA-Schiedsrichterkommission) mit. Lieber ein Tor zurückstellen, als dem angreifenden Team die Chance auf einen Treffer zu nehmen. Turniere sind immer äußerst spannend und aufregend. Besonders wenn man einen oder mehrere Tipps auf Mannschaft oder Spieler abgegeben hat. Wettscheine zur WM boomen. Bei den Informationen um Wettmöglichkeiten und Wettquoten helfen die Seiten von sportwetten.org.
Videobeweis
Die Regularien für die Überprüfung strittiger Szenen durch den Video-Assistenten bei der WM sind wesentlich transparenter als in der Bundesligasaison. Für die Fernsehzuschauer zuhause und für die Stadionbesucher sollen über alle Vorgänge informiert werden. Aus diesem Grund werden Wiederholungen auf den Stadion-Anzeigetafeln für die Zuschauer gezeigt. Zusätzlich soll die Kommunikation und die Gespräche zwischen Schiri auf dem Platz und Video-Assistenten direkt an die TV- und Radio-Kommentatoren weitergegeben werden. Auch auf den Webseiten der FIFA sollen Erklärungen veröffentlicht werden.
Der sogenannte Video Operation Room" in der russischen Hauptstadt Moskau ist gut besetzt. Denn pro Spiel sind mit im Moskauer Studio der Video-Assistent sowie ein weiterer Referee und ein zusätzlicher Assistent. Einer davon ist speziell nur für die Feststellung von Abseits-Situationen zuständig. Jedes erzielte Tor wird generell auf eine mögliche Abseitsposition überprüft.
Vierte Einwechslung
Grünes Licht für eine vierte Einwechslungsmöglichkeit gab es von der IFAB. Sie genehmigten nach zwei Jahren Probephase die vierte Einwechslung bei Verlängerungen in der K.O.-Phase.
Kommunikation
Die relevanten Informationen über die jeweilige Spielsituation aus der Unterhaltung zwischen Video-Assistenten und Schiris bekommen die TV- sowie Radio-Kommentatoren direkt aufs Ohr. Dafür dürfen kleine, mobile Geräte in der technischen Zone eingesetzt werden. Das bedeutet bei der deutschen Nationalmannschaft, dass Marcus Sorg (Assistenztrainer) von der Zuschauertribüne aus seine Informationen an Thomas Schneider (zweiter Assistent) auf der Trainerbank weiterleitet.
Regeln, die weiterhin gelten
Die Startelf des jeweiligen Landes muss der FIFA spätestens 85 Minuten bevor das Spiel angepfiffen wird, mitgeteilt werden. Höchstens 23 Spieler oder Personen dürfen auf der Ersatzbank Platz nehmen - elf Offizielle und 12 Ersatzspieler.
Nur maximal ein Spieler der Mannschaft darf bis zu 24 Stunden vor dem ersten WM-Spiel ausgetauscht werden – beispielsweise durch eine Verletzung.
Wenn eine Begegnung nach der vorschriftsmäßigen Spielzeit von 90 Minuten noch nicht entschieden ist, dann geht das Spiel um zwei Mal 15 Minuten in die Verlängerung. Sollte dann auch noch kein Sieger feststehen, kommt das Elfmeterschießen und zwar so lange bis ein Sieger ermittelt wurde. Der WM-Spielplan ist so gestaltet, dass ein Aufeinandertreffen der Mannschaften aus der gleichen Gruppe erst wieder im Finale stattfindet.
Die Gelben Karten, die Spieler in den Qualifikationsspielen erhalten haben, werden gestrichen. Die Sperren bei Roten Karten allerdings behalten ihre Gültigkeit. Wer zwei Gelbe Karten aus zwei unterschiedlichen Begegnungen bekommt, ist für das nächste Spiel gesperrt. Eine Gelb-Rote Karte vom Schiri hat ebenfalls eine Spiel-Sperre zur Folge. Die rote gezückte Karte sorgt auch für eine Sperre. Über die Länge entscheidet die FIFA-Disziplinarkommission. Nach dem Viertelfinale werden einzelne Gelbe Karten gestrichen, womit gewährleistet ist, dass kein Fußballspieler aufgrund der zweiten erhaltenen Gelben Karte für die Finalrunde gesperrt ist.
Die Regel 12 ist erweitert und setzt Beißen mit allen anderen Vergehen gleich, die einen direkten Freistoß und Platzverweis zur Folge haben.
Weltmeisterliche Preisgelder
Der Internationale Fußballverband FIFA hat ihr Preisgeld im Vergleich zur Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien um zwölf Prozent aufgestockt und vergibt insgesamt 400 Millionen Dollar (343 Millionen Euro) an die Mannschaften.
Der Fußballweltmeister bekommt rund 33 Millionen Euro, der Finalist 25 Millionen. Der Drittplatzierte kassiert knapp 22 Millionen Euro, der Vierte 19 Millionen. Wer das Viertelfinale gewinnt erhält rund 14 Millionen Euro, die Achtelfinalisten rund 10 Millionen. Teilnehmer der Vorrunden bekommen 7 Millionen Euro und jedem WM-Teilnehmer werden noch mal 1,3 Millionen Euro für die WM-Vorbereitung gewährt.
Autor: redBeschlossen wurden sie von den Regelhüter des IFAB (International Football Association Board):
- Videobeweis
- vierte Einwechslung in der Verlängerung
- Erlaubnis direkte Gespräche zwischen Tribüne und Trainerbank
Die Devise lautet, dass die Schiedsrichter-Assistenten knappe Abseitssituationen zunächst zugunsten der angreifenden Mannschaft entscheiden sollen. Das teilte jedenfalls Schiedsrichter-Legende Pierluigi Collina (Chef der FIFA-Schiedsrichterkommission) mit. Lieber ein Tor zurückstellen, als dem angreifenden Team die Chance auf einen Treffer zu nehmen. Turniere sind immer äußerst spannend und aufregend. Besonders wenn man einen oder mehrere Tipps auf Mannschaft oder Spieler abgegeben hat. Wettscheine zur WM boomen. Bei den Informationen um Wettmöglichkeiten und Wettquoten helfen die Seiten von sportwetten.org.
Videobeweis
Die Regularien für die Überprüfung strittiger Szenen durch den Video-Assistenten bei der WM sind wesentlich transparenter als in der Bundesligasaison. Für die Fernsehzuschauer zuhause und für die Stadionbesucher sollen über alle Vorgänge informiert werden. Aus diesem Grund werden Wiederholungen auf den Stadion-Anzeigetafeln für die Zuschauer gezeigt. Zusätzlich soll die Kommunikation und die Gespräche zwischen Schiri auf dem Platz und Video-Assistenten direkt an die TV- und Radio-Kommentatoren weitergegeben werden. Auch auf den Webseiten der FIFA sollen Erklärungen veröffentlicht werden.
Der sogenannte Video Operation Room" in der russischen Hauptstadt Moskau ist gut besetzt. Denn pro Spiel sind mit im Moskauer Studio der Video-Assistent sowie ein weiterer Referee und ein zusätzlicher Assistent. Einer davon ist speziell nur für die Feststellung von Abseits-Situationen zuständig. Jedes erzielte Tor wird generell auf eine mögliche Abseitsposition überprüft.
Vierte Einwechslung
Grünes Licht für eine vierte Einwechslungsmöglichkeit gab es von der IFAB. Sie genehmigten nach zwei Jahren Probephase die vierte Einwechslung bei Verlängerungen in der K.O.-Phase.
Kommunikation
Die relevanten Informationen über die jeweilige Spielsituation aus der Unterhaltung zwischen Video-Assistenten und Schiris bekommen die TV- sowie Radio-Kommentatoren direkt aufs Ohr. Dafür dürfen kleine, mobile Geräte in der technischen Zone eingesetzt werden. Das bedeutet bei der deutschen Nationalmannschaft, dass Marcus Sorg (Assistenztrainer) von der Zuschauertribüne aus seine Informationen an Thomas Schneider (zweiter Assistent) auf der Trainerbank weiterleitet.
Regeln, die weiterhin gelten
Die Startelf des jeweiligen Landes muss der FIFA spätestens 85 Minuten bevor das Spiel angepfiffen wird, mitgeteilt werden. Höchstens 23 Spieler oder Personen dürfen auf der Ersatzbank Platz nehmen - elf Offizielle und 12 Ersatzspieler.
Nur maximal ein Spieler der Mannschaft darf bis zu 24 Stunden vor dem ersten WM-Spiel ausgetauscht werden – beispielsweise durch eine Verletzung.
Wenn eine Begegnung nach der vorschriftsmäßigen Spielzeit von 90 Minuten noch nicht entschieden ist, dann geht das Spiel um zwei Mal 15 Minuten in die Verlängerung. Sollte dann auch noch kein Sieger feststehen, kommt das Elfmeterschießen und zwar so lange bis ein Sieger ermittelt wurde. Der WM-Spielplan ist so gestaltet, dass ein Aufeinandertreffen der Mannschaften aus der gleichen Gruppe erst wieder im Finale stattfindet.
Die Gelben Karten, die Spieler in den Qualifikationsspielen erhalten haben, werden gestrichen. Die Sperren bei Roten Karten allerdings behalten ihre Gültigkeit. Wer zwei Gelbe Karten aus zwei unterschiedlichen Begegnungen bekommt, ist für das nächste Spiel gesperrt. Eine Gelb-Rote Karte vom Schiri hat ebenfalls eine Spiel-Sperre zur Folge. Die rote gezückte Karte sorgt auch für eine Sperre. Über die Länge entscheidet die FIFA-Disziplinarkommission. Nach dem Viertelfinale werden einzelne Gelbe Karten gestrichen, womit gewährleistet ist, dass kein Fußballspieler aufgrund der zweiten erhaltenen Gelben Karte für die Finalrunde gesperrt ist.
Die Regel 12 ist erweitert und setzt Beißen mit allen anderen Vergehen gleich, die einen direkten Freistoß und Platzverweis zur Folge haben.
Weltmeisterliche Preisgelder
Der Internationale Fußballverband FIFA hat ihr Preisgeld im Vergleich zur Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien um zwölf Prozent aufgestockt und vergibt insgesamt 400 Millionen Dollar (343 Millionen Euro) an die Mannschaften.
Der Fußballweltmeister bekommt rund 33 Millionen Euro, der Finalist 25 Millionen. Der Drittplatzierte kassiert knapp 22 Millionen Euro, der Vierte 19 Millionen. Wer das Viertelfinale gewinnt erhält rund 14 Millionen Euro, die Achtelfinalisten rund 10 Millionen. Teilnehmer der Vorrunden bekommen 7 Millionen Euro und jedem WM-Teilnehmer werden noch mal 1,3 Millionen Euro für die WM-Vorbereitung gewährt.
