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Und weg damit

Mittwoch, 12. Januar 2005, 11:40 Uhr
Nordhausen (nnz). Ärgern Sie sich auch manchmal, wenn Sie den Müll sortieren müssen? Wenn ja, dann sollten Sie jetzt vielleicht mal auf MEHR klicken.


An Thüringer Anlagen der Entsorgungswirtschaft wurden im Jahr 2003 insgesamt 2,2 Millionen Tonnen Abfälle geliefert, 16 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, wurden rund 920 Tausend Tonnen auf Deponien beseitigt und 718 Tausend Tonnen in Kompostierungsanlagen verwertet. Die restlichen 567 Tausend Tonnen wurden zur Wiederverwertung in sonstigen Abfallbehandlungsanlagen, von der Bodenbehandlungs- bis zur Autoverwertungsanlage, aufbereitet.

Obwohl die in Thüringen behandelten Abfälle zu 30 Prozent aus anderen Bundesländern und geringe Mengen auch aus dem Ausland stammen, ist die Abfallmenge des Jahres 2003 die geringste Menge seit dem Inkrafttreten des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes im Jahr 1996.

Auf den 21 Deponien in Thüringen (3 weniger als im Jahr 2002) wurde im Jahr 2003 eine Abfallmenge von etwas weniger als eine Million Tonnen beseitigt, was einem Rückgang zum Jahr zuvor von knapp 11 Prozent entsprach. Bei den deponierten Abfällen entfallen 60 Prozent der Mengen auf Siedlungsabfälle. Auf 17 Deponien wurden 555 Tausend Tonnen Siedlungsabfälle abgelagert; das waren rund 6 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Je Einwohner reduzierte sich die Menge damit von 247 Kilogramm im Jahr 2002 auf nunmehr noch 234 Kilogramm im Jahr 2003. Damit produzierte jeder Thüringer im Durchschnitt weniger als 4,5 kg Abfall pro Woche.

Nach einem Anstieg der kompostierten Abfallmenge bis zum Jahr 2002 war im Jahr 2003 ein Rückgang der Menge (- 11 Prozent) gegenüber dem Jahr zuvor zu verzeichnen. Im Jahr 2003 wurden in die 43 Thüringer Kompostierungsanlagen 718 Tausend Tonnen kompostierbare Abfälle zur Verwertung angeliefert. Wie in den Jahren zuvor stammen die Einsatzstoffe zu 60 Prozent aus anderen Bundesländern. 325 Tausend Tonnen der an Kompostierungsanlagen verbrachten Menge zählen ebenfalls zu den Siedlungsabfällen.

Der Großteil der verbleibenden Abfallmengen, die an öffentlich zugängliche Entsorgungsanlagen geliefert wurden, sind u.a. in Bodenbehandlungsanlagen, in Schredder- oder Autoverwertungsanlagen zu wieder verwendbaren Rohstoffen umgewandelt worden. Die in derartigen Anlagen verwertete Abfallmenge hatte von 1996 bis 1999 rasant zugenommen, ist seitdem aber rückläufig. Im Jahr 2003 wurden 567.000 Tonnen behandelt, 226.000 weniger als im Jahr zuvor.
Autor: nnz

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