nnz-online

Bullen und Bären im nnz-Aktien-Tip

Montag, 03. September 2001, 10:40 Uhr
Nordhausen/Frankfurt (nnz). Die nnz bietet in lockerer Folge Analysen und Markteinschätzungen an. Das Material wird nnz von der „Helaba“ zur Verfügung gestellt.


Die amerikanischen Aktienmärkte haben am Freitag lustlos in das lange Wochenende gehandelt, heute feiert man Labor Day. Die Umsätze waren sehr schwach, der Großteil der Händler wird nach den Sommerurlauben erst diese Woche wieder in das Geschehen eingreifen. Wie in der letzten Woche, so stehen auch diese Woche wichtige Konjunkturmeldungen auf dem Programm. Nachdem am Freitag der Chicago Einkaufsindex überraschend zulegen konnte, erwartet man am morgigen Dienstag ebenfalls bessere Daten vom Nationalen Einkaufsmanagerindex NAPM. Technisch sehen die amerikanischen Märkte angeschlagen aus, auch am dritten Tag in Folge konnte der Dow nicht über der wichtigen Marke von 10150 Punkten schliessen und notiert derzeit sogar unter der psychologischen Hürde von 10000 Punkten. Der Nasdaq und auch der breite S&P500 geben ebenfalls keine positiven Impulse. Alle Indizes konnten zum Wochenausklang nur wenige Pünktchen gutmachen.


Auch der deutsche Aktienmarkt handelt weiterhin nervös und notiert nur knapp über Jahrestief. Diese Marke ist allerdings nicht sehr aussagekräftig, bessere Unterstützungen finden sich erst im Bereich 4950 Punkten. Auch wenn die Stimmung schlecht ist und die technischen Indikatoren nach einer Erholung „schreien“, sollte man die Dynamik des Abwärtstrends nicht unterschätzen. Ebenso sollte man einen Blick ins Land des Lächelns werfen. Den Japanern dürfte in anbetracht des dortigen Aktienmarktes das Grinsen mittlerweile vergangen sein. Die Probleme dort (vgl. 1998 Bankenkrise) sind mehr denn je latent vorhanden, allerdings ist der Index sehr viel tiefer und droht weiter abzustürzen. Seltsamerweise interessiert das in Europa und Amerika noch niemanden, aber der geneigte Anleger sollte diese Problematik zumindest ins Kalkül ziehen. Aufgrund des heutigen Feiertags in den USA werden die Umsätze in Europa eher dünn sein, ob jedoch auch heute die Regel „Don’t be short a quiet market“ gilt, bleibt abzuwarten. Die ersten Indikationen sind beinahe unverändert zu den Schlussständen am Freitag.
Happy Trading, Ihr Bernd Kulb
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de