Neues am Theater
Dienstag, 11. Januar 2005, 14:42 Uhr
Nordhausen (nnz). Auch im nächsten Monat – also im Februar – hat das Nordhäuser Theater einiges zu bieten. Die Redaktion der nnz hat sich schon mal einen kleinen Überblick verschafft...
Musiktheater
Das Tagebuch der Anne Frank - Textauswahl von Grigorij Frid in der deutschen Übersetzung von Ulrike Patow, Musik von Grigorij Frid
Zwei Jahre versteckte sich die Familie Frank auf einem Dachboden in Amsterdam vor den Deutschen. 1944 wurden sie entdeckt. Anne Frank, die im Konzentrationslager Bergen-Belsen starb, hat diese zwei Jahre in ihrem Tagebuch beschrieben, das sie zu ihrem 13. Geburtstag bekommen hatte. Ihr Tagebuch ist weltberühmt geworden, nicht nur als Werk einer hochbegabten jungen Autorin, sondern auch als Zeugnis, wie Anne in dieser Zeit zur Erwachsenen reift. Lebenslust und Todesangst halten sich die Waage.
Der russische Komponist Grigorij Frid war fasziniert von diesem Text. 1969 wählte er exemplarische Stellen aus und vertonte sie. Seine Musik findet für Annes jugendlich-direkte Gefühle unmittelbaren Ausdruck. Bühnenbild (Ronald Winter) und Inszenierung (Enke Eisenberg) halten Annes Angst vor Entdeckung und Tod stets gegenwärtig. Gerade gegen Ende findet Anne jedoch zu einer Philosophie des Lebens, die Mut macht: Wenn ich in den Himmel schaue, dann denke ich, dass all diese Grausamkeiten auch mal ein Ende haben, und auf der Erde wieder Ruhe und Frieden herrschen werden.
Premiere: 23. Februar 2005, 19.30 Uhr, Theater unterm Dach
Förderverein Theater Nordhausen e.V.
Montags im Foyer- Veranstaltungsreihe des Fördervereins Theater Nordhausen e.V.
Olaf Schulze liest aus seinem Buch Götterhämmerung. Der in Leipzig geborene Nordhäuser Olaf Schulze kennt das Theatermilieu genau. Sein Fantasy-Klamauk Götterhämmerung räumt mit dem auch durch Richard Wagner nicht entkräfteten Vorurteil auf, die germanischen Götter wären langweilig oder gar tot. Das witzige Buch spielt mit allen Genres und nimmt dabei keines ernst. Der Förderverein Theater Nordhausen e.V. hat sich den Autor eingeladen, um das in Nordhausen spielende Buch über durchgeknallte Götter, internationale Geheimdienstagenten, machtsüchtige Neonazis, arbeitslose Hobbyfilmer, schauspielernde Journalistinnen, Kaiser Barbarossa und einen debilen Hund vorzustellen.
21. Februar, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen, Foyer
Ausstellungseröffnung
Matthias Röttig beschäftigt sich seit 1988 mit der bildenden Kunst. Autodidaktisch erarbeitete er sich den Umgang mit verschiedenen Techniken der Malerei. Der Besuch von Vorlesungen im Bereich Kunstgeschichte diente ebenso wie das freie Experimentieren seiner künstlerischen Reifung. Parallel zu seiner Arbeit als Chorsänger am Theater Nordhausen sucht er in der bildhaften Darstellung sein künstlerisches Empfinden auszudrücken. Die Ausstellung Moment x ! bietet mit mehr als 40 Arbeiten einen Querschnitt des Schaffens von Matthias Röttig über einen Zeitraum von 14 Jahren. Der Eintritt zum Sektempfang mit kleinem Imbiss anlässlich der Vernissage ist frei. Für den musikalischen Rahmen sorgt die Dresdner Formation 7 SEAS.
Vernissage Moment x !: 27. Februar, 18.00 Uhr, 2. Rang
Schauspiel
Der gute Mensch von Sezuan - Parabelstück von Bertolt Brecht
Musik von Paul Dessau im Rahmen der Kooperation mit dem Thüringer Landestheater Rudolstadt.
Lange schon ziehen drei Götter durch die Welt und suchen einen guten Menschen. Sie müssen ihn finden, denn sonst ist ihre Mission gescheitert. Seit 2000 Jahren hören sie das Geschrei, es gehe nicht weiter mit der Welt, wie sie ist. Niemand könne gut auf ihr bleiben. Schließlich finden sie einen guten Menschen in Sezuan, die Hure Shen Te. Die Götter schenken ihr Geld, damit sie sich nicht mehr verkaufen muss. Shen Te eröffnet einen kleinen Laden. Doch bald kommen die Nachbarn und saugen die Großherzige aus bis aufs Blut. Auch der Mann, den sie liebt, nutzt sie nur aus. Shen Te zieht die Notbremse und verwandelt sich, um zu überleben, in den hartherzigen Shui Ta...
Brecht hat für den Konflikt zwischen Gut und Böse keine Lösung gefunden, weil es sie wahrscheinlich gar nicht gibt. Dennoch ist Der gute Mensch von Sezuan eine spannende Geschichte, die heute nichts an Aktualität verloren hat.
Premiere: 11. Februar, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
Gastspiele im Februar
Der Traumzauberbaum von Reinhard Lakomy, die bekannteste aller Geschichtenlieder-Produktionen, feiert gerade ihren 25. Geburtstag. Wenn Lakomy mit dem Kinder- und Familienmusical Das neue Traumzauberfest gastiert, bringt er den kleinen Waldgeist Moosmutzel und die wilde Traumlaus Agga Knack mit.
6. Februar, 15.00 Uhr, Theater Nordhausen
Du bist nur zweimal jung sagen sich die Schauspieler Herbert Köfer, Peter Wieland, Marianne Kiefer und Ursula Staack. Sie streifen in der gleichnamigen Komödie abends mit einer Motorradgang um die Häuserblöcke und genießen ihre Freiheit. Nicht nur zum Gefallen ihrer erwachsenen Kinder...
14. Februar, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
Konzerte
6. SINFONIEKONZERT
Joseph Haydn, Sinfonie Nr. 99 Es-Dur Hob I:99
Jean Sibelius, Pelléas et Mélisande, op. 46
Felix Mendelssohn, Sinfonie Nr. 4 A-Dur, op. 90 Italienische
Wie sein großväterlicher Freund Goethe war auch Felix Mendelssohn ein Multitalent. Während seiner Italienreise verfertigte Mendelssohn stimmungsvolle und erstaunlich kunstfertige Aquarelle. Während Goethe in die Kultur des fremden Landes eintauchte, wahrte Mendelssohn touristische Distanz. Er verkehrte näher mit deutschen Künstlern in Italien als mit Einheimischen. Die von Mendelssohn selbst so genannte Italienische ist denn auch eine glückliche Verbindung von deutschem und italienischem Kolorit, von südlichen Klangeindrücken mit nordischer Romantik.
Das Konzert bietet Gelegenheit, eine weitere Musik zu dem symbolistischen Drama Pelléas et Mélisande mit der Fassung von Gabriel Fauré im Mai 2004 zu vergleichen. Es ist zudem das erste Sinfoniekonzert, das Joseph R. Olefirowicz dirigieren wird.
27. Februar 2005, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen Einführung mit dem Konzertdramaturgen Steffen Seiferling jeweils 19.00 Uhr im Foyer
Konzert zur Faschingszeit
Am Fastnachtsdienstag beweist das Loh-Orchester in Sondershausen, dass Karneval nicht nur etwas für Rheinische Frohnaturen ist. Joseph R. Olefirowicz dirigiert ein Konzert, das sich keiner Gattung zuordnen lässt, da es ausschließlich durch die fünfte Jahreszeit bestimmt wird. Jecke Solisten (Andra Fischer-Poerschke, Brigitte Roth, Rob Pitcher und Kurt Zuber sowie Nivia Filges-Hillerin am Klavier) und der närrisch aufgelegte Opernchor geben dem Programm zusätzliche Akzente. Und weil so ein Programm Spaß macht, ist es wenige Tage zuvor auch in Nordhausen zu erleben.
4. Februar, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
Ballett
Begegnungen getanzter Art - Kammertanzabend
Tuesday 3 O’Clock ist die Verabredung zweier Menschen; immer wieder, dienstags um drei. Inspiriert vom Thema dieser Choreographie gab Jutta Wörne ihren Tänzern die Möglichkeit in diesem Kammertanzabend ihre Fähigkeiten als Choreographen zu entdecken und unter Beweis zu stellen. Entstanden sind neun Choreographien. In Begegnungen getanzter Art präsentieren die Tänzerinnen und Tänzer ihre unterschiedlichen künstlerischen Erfahrungen und Bewegungsstile. Es sind Begegnungen der jungen Choreographen mit sich selbst und ganz neue Begegnungen mit den Kollegen der Kompanie, die alle als Tänzer am Kammertanzabend beteiligt sind. Für viele ist die Arbeiten als Choreograph Neuland, und sie übernehmen zum ersten Mal die Verantwortung der anderen Seite. Ballettdirektorin Jutta Wörne steht ihren jungen Kollegen beratend zur Seite, bei der Gestaltung der Bühne des Theaters unter dem Dach ist Ausstattungsleiter Frank Olle Partner.
2. Februar, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen, Theater unterm Dach
Öffentliches Ballett-Training
Da ist sie, die Chance zu verfolgen, wie sich Ballett-Tänzer auf die Vorstellungen vorbereiten! Am Abend werden sie in prächtigen Kostümen in der Operette Die lustige Witwe auf der Bühne verzaubern, doch am Vormittag ist zu erkennen, wieviel harte Arbeit der Beruf den jungen Leuten abverlangt. Beim Ballett-Training spielen übrigens Personen eine bedeutende Rolle, die sonst nicht im Rampenlicht stehen: die Trainingsleiterin Tara Yipp und die Repetitorin Nivia Filges-Hillerin.
12. Februar, 10 Uhr, Probebühne Niedersalza, Hüpedenweg 50
KopfTanz
Im November startete im Theater Nordhausen eine neue Reihe, die sich des Tanzes und seiner Reflexion annimmt. Getanzte Beispiele nehmen einen kleinen Raum von KopfTanz ein, viel Raum wird Informationen über den Tanz gegeben. Die Auftaktveranstaltung, die in großen Schritten die Tanzentwicklung von ihren urgeschichtlichen Anfängen bis zum Tanz der heutigen Nordhäuser Kompanie nachvollzog, wird im Februar noch einmal wiederholt. Chefdramaturgin Anja Eisner wird den Vortrag halten, der sich ausdrücklich an Besucher ohne Vorkenntnisse wendet, und vier Mitglieder der Ballettkompanie werden tänzerisch zeigen, wie Tanz Lebensgefühle ausdrückt, wie Bewegung zum Ritual und schließlich institutionalisiert wurde.
Autor: nnzMusiktheater
Das Tagebuch der Anne Frank - Textauswahl von Grigorij Frid in der deutschen Übersetzung von Ulrike Patow, Musik von Grigorij Frid
Zwei Jahre versteckte sich die Familie Frank auf einem Dachboden in Amsterdam vor den Deutschen. 1944 wurden sie entdeckt. Anne Frank, die im Konzentrationslager Bergen-Belsen starb, hat diese zwei Jahre in ihrem Tagebuch beschrieben, das sie zu ihrem 13. Geburtstag bekommen hatte. Ihr Tagebuch ist weltberühmt geworden, nicht nur als Werk einer hochbegabten jungen Autorin, sondern auch als Zeugnis, wie Anne in dieser Zeit zur Erwachsenen reift. Lebenslust und Todesangst halten sich die Waage.
Der russische Komponist Grigorij Frid war fasziniert von diesem Text. 1969 wählte er exemplarische Stellen aus und vertonte sie. Seine Musik findet für Annes jugendlich-direkte Gefühle unmittelbaren Ausdruck. Bühnenbild (Ronald Winter) und Inszenierung (Enke Eisenberg) halten Annes Angst vor Entdeckung und Tod stets gegenwärtig. Gerade gegen Ende findet Anne jedoch zu einer Philosophie des Lebens, die Mut macht: Wenn ich in den Himmel schaue, dann denke ich, dass all diese Grausamkeiten auch mal ein Ende haben, und auf der Erde wieder Ruhe und Frieden herrschen werden.
Premiere: 23. Februar 2005, 19.30 Uhr, Theater unterm Dach
Förderverein Theater Nordhausen e.V.
Montags im Foyer- Veranstaltungsreihe des Fördervereins Theater Nordhausen e.V.
Olaf Schulze liest aus seinem Buch Götterhämmerung. Der in Leipzig geborene Nordhäuser Olaf Schulze kennt das Theatermilieu genau. Sein Fantasy-Klamauk Götterhämmerung räumt mit dem auch durch Richard Wagner nicht entkräfteten Vorurteil auf, die germanischen Götter wären langweilig oder gar tot. Das witzige Buch spielt mit allen Genres und nimmt dabei keines ernst. Der Förderverein Theater Nordhausen e.V. hat sich den Autor eingeladen, um das in Nordhausen spielende Buch über durchgeknallte Götter, internationale Geheimdienstagenten, machtsüchtige Neonazis, arbeitslose Hobbyfilmer, schauspielernde Journalistinnen, Kaiser Barbarossa und einen debilen Hund vorzustellen.
21. Februar, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen, Foyer
Ausstellungseröffnung
Matthias Röttig beschäftigt sich seit 1988 mit der bildenden Kunst. Autodidaktisch erarbeitete er sich den Umgang mit verschiedenen Techniken der Malerei. Der Besuch von Vorlesungen im Bereich Kunstgeschichte diente ebenso wie das freie Experimentieren seiner künstlerischen Reifung. Parallel zu seiner Arbeit als Chorsänger am Theater Nordhausen sucht er in der bildhaften Darstellung sein künstlerisches Empfinden auszudrücken. Die Ausstellung Moment x ! bietet mit mehr als 40 Arbeiten einen Querschnitt des Schaffens von Matthias Röttig über einen Zeitraum von 14 Jahren. Der Eintritt zum Sektempfang mit kleinem Imbiss anlässlich der Vernissage ist frei. Für den musikalischen Rahmen sorgt die Dresdner Formation 7 SEAS.
Vernissage Moment x !: 27. Februar, 18.00 Uhr, 2. Rang
Schauspiel
Der gute Mensch von Sezuan - Parabelstück von Bertolt Brecht
Musik von Paul Dessau im Rahmen der Kooperation mit dem Thüringer Landestheater Rudolstadt.
Lange schon ziehen drei Götter durch die Welt und suchen einen guten Menschen. Sie müssen ihn finden, denn sonst ist ihre Mission gescheitert. Seit 2000 Jahren hören sie das Geschrei, es gehe nicht weiter mit der Welt, wie sie ist. Niemand könne gut auf ihr bleiben. Schließlich finden sie einen guten Menschen in Sezuan, die Hure Shen Te. Die Götter schenken ihr Geld, damit sie sich nicht mehr verkaufen muss. Shen Te eröffnet einen kleinen Laden. Doch bald kommen die Nachbarn und saugen die Großherzige aus bis aufs Blut. Auch der Mann, den sie liebt, nutzt sie nur aus. Shen Te zieht die Notbremse und verwandelt sich, um zu überleben, in den hartherzigen Shui Ta...
Brecht hat für den Konflikt zwischen Gut und Böse keine Lösung gefunden, weil es sie wahrscheinlich gar nicht gibt. Dennoch ist Der gute Mensch von Sezuan eine spannende Geschichte, die heute nichts an Aktualität verloren hat.
Premiere: 11. Februar, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
Gastspiele im Februar
Der Traumzauberbaum von Reinhard Lakomy, die bekannteste aller Geschichtenlieder-Produktionen, feiert gerade ihren 25. Geburtstag. Wenn Lakomy mit dem Kinder- und Familienmusical Das neue Traumzauberfest gastiert, bringt er den kleinen Waldgeist Moosmutzel und die wilde Traumlaus Agga Knack mit.
6. Februar, 15.00 Uhr, Theater Nordhausen
Du bist nur zweimal jung sagen sich die Schauspieler Herbert Köfer, Peter Wieland, Marianne Kiefer und Ursula Staack. Sie streifen in der gleichnamigen Komödie abends mit einer Motorradgang um die Häuserblöcke und genießen ihre Freiheit. Nicht nur zum Gefallen ihrer erwachsenen Kinder...
14. Februar, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
Konzerte
6. SINFONIEKONZERT
Joseph Haydn, Sinfonie Nr. 99 Es-Dur Hob I:99
Jean Sibelius, Pelléas et Mélisande, op. 46
Felix Mendelssohn, Sinfonie Nr. 4 A-Dur, op. 90 Italienische
Wie sein großväterlicher Freund Goethe war auch Felix Mendelssohn ein Multitalent. Während seiner Italienreise verfertigte Mendelssohn stimmungsvolle und erstaunlich kunstfertige Aquarelle. Während Goethe in die Kultur des fremden Landes eintauchte, wahrte Mendelssohn touristische Distanz. Er verkehrte näher mit deutschen Künstlern in Italien als mit Einheimischen. Die von Mendelssohn selbst so genannte Italienische ist denn auch eine glückliche Verbindung von deutschem und italienischem Kolorit, von südlichen Klangeindrücken mit nordischer Romantik.
Das Konzert bietet Gelegenheit, eine weitere Musik zu dem symbolistischen Drama Pelléas et Mélisande mit der Fassung von Gabriel Fauré im Mai 2004 zu vergleichen. Es ist zudem das erste Sinfoniekonzert, das Joseph R. Olefirowicz dirigieren wird.
27. Februar 2005, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen Einführung mit dem Konzertdramaturgen Steffen Seiferling jeweils 19.00 Uhr im Foyer
Konzert zur Faschingszeit
Am Fastnachtsdienstag beweist das Loh-Orchester in Sondershausen, dass Karneval nicht nur etwas für Rheinische Frohnaturen ist. Joseph R. Olefirowicz dirigiert ein Konzert, das sich keiner Gattung zuordnen lässt, da es ausschließlich durch die fünfte Jahreszeit bestimmt wird. Jecke Solisten (Andra Fischer-Poerschke, Brigitte Roth, Rob Pitcher und Kurt Zuber sowie Nivia Filges-Hillerin am Klavier) und der närrisch aufgelegte Opernchor geben dem Programm zusätzliche Akzente. Und weil so ein Programm Spaß macht, ist es wenige Tage zuvor auch in Nordhausen zu erleben.
4. Februar, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen
Ballett
Begegnungen getanzter Art - Kammertanzabend
Tuesday 3 O’Clock ist die Verabredung zweier Menschen; immer wieder, dienstags um drei. Inspiriert vom Thema dieser Choreographie gab Jutta Wörne ihren Tänzern die Möglichkeit in diesem Kammertanzabend ihre Fähigkeiten als Choreographen zu entdecken und unter Beweis zu stellen. Entstanden sind neun Choreographien. In Begegnungen getanzter Art präsentieren die Tänzerinnen und Tänzer ihre unterschiedlichen künstlerischen Erfahrungen und Bewegungsstile. Es sind Begegnungen der jungen Choreographen mit sich selbst und ganz neue Begegnungen mit den Kollegen der Kompanie, die alle als Tänzer am Kammertanzabend beteiligt sind. Für viele ist die Arbeiten als Choreograph Neuland, und sie übernehmen zum ersten Mal die Verantwortung der anderen Seite. Ballettdirektorin Jutta Wörne steht ihren jungen Kollegen beratend zur Seite, bei der Gestaltung der Bühne des Theaters unter dem Dach ist Ausstattungsleiter Frank Olle Partner.
2. Februar, 19.30 Uhr, Theater Nordhausen, Theater unterm Dach
Öffentliches Ballett-Training
Da ist sie, die Chance zu verfolgen, wie sich Ballett-Tänzer auf die Vorstellungen vorbereiten! Am Abend werden sie in prächtigen Kostümen in der Operette Die lustige Witwe auf der Bühne verzaubern, doch am Vormittag ist zu erkennen, wieviel harte Arbeit der Beruf den jungen Leuten abverlangt. Beim Ballett-Training spielen übrigens Personen eine bedeutende Rolle, die sonst nicht im Rampenlicht stehen: die Trainingsleiterin Tara Yipp und die Repetitorin Nivia Filges-Hillerin.
12. Februar, 10 Uhr, Probebühne Niedersalza, Hüpedenweg 50
KopfTanz
Im November startete im Theater Nordhausen eine neue Reihe, die sich des Tanzes und seiner Reflexion annimmt. Getanzte Beispiele nehmen einen kleinen Raum von KopfTanz ein, viel Raum wird Informationen über den Tanz gegeben. Die Auftaktveranstaltung, die in großen Schritten die Tanzentwicklung von ihren urgeschichtlichen Anfängen bis zum Tanz der heutigen Nordhäuser Kompanie nachvollzog, wird im Februar noch einmal wiederholt. Chefdramaturgin Anja Eisner wird den Vortrag halten, der sich ausdrücklich an Besucher ohne Vorkenntnisse wendet, und vier Mitglieder der Ballettkompanie werden tänzerisch zeigen, wie Tanz Lebensgefühle ausdrückt, wie Bewegung zum Ritual und schließlich institutionalisiert wurde.
