Entscheidung
Dienstag, 11. Januar 2005, 09:23 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Forum der nnz hatte Jürgen Nagel in der vergangenen Woche die Frage gestellt, ob Montagsdemos gegen Hartz IV und Agenda 2010 überhaupt noch einen Sinn machen würden. Gestern wurde diese Frage beantwortet.
Am frühen Abend des gestrigen Montags legimitierten rund 200 TeilnehmerInnen der Montagsdemo auf dem Rathausplatz mit Beifall das Organisationskomitee, auch weiterhin Proteste gegen Hartz IV und der Agenda 2010 auf diesem Platz zu organisieren und durchzuführen. Zuvor wurden sie gefragt, ob es für Nordhausen noch Sinn macht, solche Foren des Protestes gegen den sozialen Kahlschlag zu organisieren. Genau darüber diskutierte sehr kontrovers das Organisationskomitees in der vergangenen Woche im Rahmen seiner Beratung. Dabei stand auch die Frage im Mittelpunkt, die Montagsdemos als Form des Protestes gänzlich einzustellen.
Nagel, Mitglied des Organisationskomitees, erinnerte anschließend daran, dass der Kampf um soziale Rechte einen langen Atem brauche. Veränderungen seien von heute auf morgen einfach nicht machbar. Wir brauchen mehr Kraft und Energie als jene, die in Hawai radeln, schwimmen und laufen und haben, wie manche von denen, keine Drogen, die wir einnehmen können. Doch, so ergänzte Nagel seine Überlegungen. wir haben eine Droge, es ist die der Solidarität. Und wenn sich hier Montags auf diesem Platz Menschen unterschiedlichster Herkunft versammelten, dann übten und üben sie gelebte Solidarität auch mit den Menschen, die weltweit um soziale Rechte kämpfen. So auch mit den Opfern der Naturkatastrophe in Südostasien. In diesem Zusammenhang nannte er es als unverantwortlich, dass um die Höhe der staatlichen Hilfen so eine Art internationaler Wettbewerb mit einer Rangliste geführt würde. Davon, so Nagel weiter, haben die betroffenen Menschen in der Katastrophenregieon leider bis heute nichts. Zumal die 500 Millionen Euro, die Schröder als Hilfe zusagte, weder finanziell noch materiell untersetzt sind.
In der geführten Diskussion prangerten RednerInnen die Mitnahmementalität einiger Politiker an, aber auch die Rolle der politischen Parteien in diesem Land insgesamt, die Nähe zu den Menschen und ihren Bedürfnissen missen lassen.
Autor: nnzAm frühen Abend des gestrigen Montags legimitierten rund 200 TeilnehmerInnen der Montagsdemo auf dem Rathausplatz mit Beifall das Organisationskomitee, auch weiterhin Proteste gegen Hartz IV und der Agenda 2010 auf diesem Platz zu organisieren und durchzuführen. Zuvor wurden sie gefragt, ob es für Nordhausen noch Sinn macht, solche Foren des Protestes gegen den sozialen Kahlschlag zu organisieren. Genau darüber diskutierte sehr kontrovers das Organisationskomitees in der vergangenen Woche im Rahmen seiner Beratung. Dabei stand auch die Frage im Mittelpunkt, die Montagsdemos als Form des Protestes gänzlich einzustellen.
Nagel, Mitglied des Organisationskomitees, erinnerte anschließend daran, dass der Kampf um soziale Rechte einen langen Atem brauche. Veränderungen seien von heute auf morgen einfach nicht machbar. Wir brauchen mehr Kraft und Energie als jene, die in Hawai radeln, schwimmen und laufen und haben, wie manche von denen, keine Drogen, die wir einnehmen können. Doch, so ergänzte Nagel seine Überlegungen. wir haben eine Droge, es ist die der Solidarität. Und wenn sich hier Montags auf diesem Platz Menschen unterschiedlichster Herkunft versammelten, dann übten und üben sie gelebte Solidarität auch mit den Menschen, die weltweit um soziale Rechte kämpfen. So auch mit den Opfern der Naturkatastrophe in Südostasien. In diesem Zusammenhang nannte er es als unverantwortlich, dass um die Höhe der staatlichen Hilfen so eine Art internationaler Wettbewerb mit einer Rangliste geführt würde. Davon, so Nagel weiter, haben die betroffenen Menschen in der Katastrophenregieon leider bis heute nichts. Zumal die 500 Millionen Euro, die Schröder als Hilfe zusagte, weder finanziell noch materiell untersetzt sind.
In der geführten Diskussion prangerten RednerInnen die Mitnahmementalität einiger Politiker an, aber auch die Rolle der politischen Parteien in diesem Land insgesamt, die Nähe zu den Menschen und ihren Bedürfnissen missen lassen.
