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Kurz & knapp am Wochenende (1)

Samstag, 08. Januar 2005, 15:59 Uhr
Nordhausen (nnz). Die wichtigsten Nachrichten aus Thüringen und Deutschland hat die nnz-Redaktion an diesem Samstag für Sie zusammengestellt.


Marie und Paul
Klassische Vornamen sind bei Eltern in Thüringen beliebt: Marie, Sophie, Paul und Jonas waren im vergangenen Jahr die gefragtesten Namen, wie die Umfrage einer Nachrichtenagentur in Standesämtern größerer Städte im Freistaat ergab. Die deutschlandweiten Spitzenreiter 2004 - Hanna und Tim - kamen in Thüringen dagegen nicht so oft vor. Die Standesämter wurden nach den jeweils fünf beliebtesten Namen für Mädchen und Jungen befragt. Häufig dabei waren auch Maximilian, Leon und Moritz sowie Anna, Leonie und Lea.


Ausgebrannt
Auf der A 4 Richtung Dresden sind am späten Freitagabend bei Gerstungen im Wartburgkreis zwei Lkws und ein Auto in Flammen aufgegangen. Die Fahrer der beiden Lkws wurden leicht verletzt. Wie die Polizei mitteilte, hatte einer der Fahrer seinen Lkw angehalten, nachdem das Fahrzeug wegen eines technischen Defekts Feuer gefangen hatte. Als der Fahrer des zweiten Lkws daraufhin auf den anderen auffuhr, liefen große Mengen Benzin aus. Beide Lkws und das Auto eines Helfers brannten aus.


Mehr investieren
Aufbau-Ost-Minister Manfred Stolpe (SPD) hat die ostdeutschen Länder zu Beginn des Solidarpakts II aufgerufen, die Gelder möglichst vollständig zweckgerecht zu verwenden. Bei sich bessernder konjunktureller Lage müsse laut Stolpe wieder mehr investiert werden. In der Vergangenheit gab es oft Kritik, dass die Gelder zum großen Teil zum Stopfen von Haushaltslöchern verwendet wurden. Im jetzt in Kraft getretenen Solidarpakt II werden bis 2019 insgesamt rund 156 Milliarden Euro Fördermittel bereitgestellt.


Zoff im Anzug
Zwischen CDU und CSU bahnt sich ein neuer Streit an. Diesmal geht um die Zustimmung zum EU-Verfassungsvertrag im Bundestag. Die CDU-Spitze bekannte sich auf der Klausurtagung in Kiel uneingeschränkt zum EU-Verfassungsvertrag und zu einer Zustimmung im Bundestag. Die CSU-Landesgruppe hatte sich dagegen darauf verständigt, bei der Verankerung des Vertrags in das deutsche Recht die Befugnisse des Bundestags stärken zu wollen. Anderenfalls drohen viele Abgeordnete der Landesgruppe mit einem Nein.


Identifiziert
Der mutmaßliche Täter im Fall Levke hat auch den Mord an dem acht Jahre alten Felix aus Neu Ebersdorf gestanden. Das teilte die Polizei in Cuxhaven mit. Die Leiterin der Sonderkommission Felix, Petra Guderian, sagte, der inhaftierte Mann habe in einem Gespräch mit seinem Rechtsanwalt die Tat eingeräumt. Er gab an, den Jungen in der Geeste im Kreis Cuxhaven „versenkt” zu haben. Dort war die Leiche des Jungen gestern gefunden worden. Der mutmaßliche Doppelmörder war im Dezember festgenommen worden.


Nase gebrochen
Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hat auf der Skipiste seines Südtiroler Feriendomizils Corvara einen Unfall erlitten. Ein italienischer Skifahrer habe Koch auf der Piste angefahren, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Rainer Kling. Koch habe einen Nasenbeinbruch davongetragen. Zudem musste im Krankenhaus eine Gesichtswunde genäht werden. Der Ministerpräsident werde deshalb in der kommenden Woch in Hessen nicht alle Termine wahrnehmen können.


Jetzt wieder angreifen
Nach dem Absturz in den Umfragewerten und dem Dauerstreit mit der CSU will die CDU-Spitze sich nun wieder dem Angriff auf die rot-grüne Bundesregierung zuwenden. „Wir brauchen alles, nur keine Selbstbeschäftigung”, sagte die CDU-Vorsitzende Angela Merkel in einem ersten Fazit zur Klausurtagung des CDU- Vorstands in Kiel. Mit dem Treffen habe „die offensive Auseinandersetzung mit der rot-grünen Bundesregierung begonnen”.


Mutmaßlicher Dealer gestorben
Der nach einem Brechmitteleinsatz ins Koma gefallene mutmaßliche Drogendealer in Bremen ist tot. Der 35 Jahre alte Mann sei gestern Abend kurz nach 19 Uhr gestorben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Sie habe eine Obduktion der Leiche beantragt. Damit solle ein auswärtiger Rechtsmediziner beauftragt werden. Dem Dealer war Ende Dezember nach einer Polizeikontrolle zwangsweise ein Brechmittel eingeflößt worden, damit er verschluckte Drogenkügelchen erbricht.


Neues Steuerkonzept
Die SPD will mit einem neuen Steuerkonzept den Bundestagswahlkampf 2006 bestreiten. Schleswig-Holsteins Finanzminister Ralf Stegner kündigte im Magazin „Der Spiegel” an, man werde mit umfassenden Reformvorschlägen zur Steuer- und Finanzpolitik in den anstehenden Bundestagswahlkampf ziehen. Bisher haben Bundesfinanzminister Hans Eichel und SPD-Chef Franz Müntefering eine weitere Steuerreform kategorisch abgelehnt. Schwerpunkt der Ideen soll eine neue Unternehmensbesteuerung sein.
Autor: nnz

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