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Rekord gemeldet

Dienstag, 04. Januar 2005, 15:04 Uhr
Nordhausen (nnz). Man mag es kaum glauben, aber die Thüringer Industrie konnte für das zurückliegende Jahr wieder mal einen Rekord melden. Einzelheiten wie immer in Ihrer nnz.


Die Thüringer Wirtschaft hat vom weltweiten Wirtschaftswachstum profitieren und im ablaufenden Jahr 2004 ihr Auslandsgeschäft deutlich ausbauen können. Nach vorläufigen Berechnungen der Industrie- und Handelskammer Erfurt (IHK) erhöhte sich der Industrie-Export gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf den Rekordwert von 6,3 Milliarden Euro. „Den Thüringer Unternehmen ist es zunehmend gelungen, mit wettbewerbsfähigen Produkten und Dienstleistungen auf den Auslandsmärkten Fuß zu fassen“, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser.

Zwei Drittel der Ausfuhren gingen in die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU). Spitzenreiter in Europa wären nach wie vor Italien und Frankreich, gefolgt von den Niederlanden, Großbritannien, Belgien und Österreich. Unter den neuen Beitrittsstaaten hätte sich insbesondere der Export nach Tschechien, Polen und Ungarn erfreulich entwickelt, liege aber in den Zuwachsraten unter dem Durchschnitt der Entwicklung des gesamten Thüringer Exports.

„Wichtigster Partner außerhalb der EU bleibt die USA“, verweist Grusser auf zweistellige Zuwachsraten auch in diesem Jahr. Mit einem Exportanteil von rund 7 Prozent würden die Vereinigten Staaten schon ein beträchtliches Stück vor Russland (3 Prozent) stehen und den dritten Platz in der Thüringer Exportländerstatistik einnehmen. Die Hitliste der Thüringer Warenlieferungen werde weiterhin angeführt von Kraftfahrzeugen und Autoteilen, Elektrotechnik sowie Maschinenbauerzeugnissen.

„Mit einer Exportquote von inzwischen 27 Prozent hat der Freistaat weiter aufgeholt und liegt über dem Durchschnitt der neuen Bundesländer mit 25 Prozent“, so Grusser. Mit Blick auf den bundesdeutschen Vergleichswert (39 Prozent) sei aber die gezielte Außenwirtschaftsförderung auch im nächsten Jahr äußerst wichtig für die Erschließung neuer Märkte. Dadurch könne Thüringen noch mehr vom weltweiten Konjunkturanstieg profitieren.

2004 habe der Freistaat die Auslandsaktivitäten von 1.087 Betrieben mit rund 3,4 Millionen Euro unterstützt. Den Unternehmen stünde über die Thüringer IHKs ein ganzes Paket kostengünstiger Leistungen zur Verfügung: von der Außenwirtschafts- und Marketingberatung über die Förderung von Image- und Werbemaßnahmen bis zur Unterstützung bei der Teilnahme an internationalen Fachmessen.
Autor: nnz

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