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„Kräftig“ gefeiert

Montag, 03. Januar 2005, 11:33 Uhr
„Kräftig“ gefeiert (Foto: nnz) „Kräftig“ gefeiert (Foto: nnz) Nordhausen (nnz). Den Jahreswechsel haben auch viele Nordhäuser zünftig gefeiert. Einige von ihnen hatten das Datum zum Anlaß genommen, um sich in Nordhausen auszutoben. Die nnz mit einer Schadensbilanz.


Eine Spur der Zerstörung zog sich von der Grimmelallee bis hoch zum Neuen Weg: Irgendwann am Silvester-Wochenende haben Unbekannte auf dieser Strecke neun Verkehrsschilder verbogen, umgeknickt und samt Betonfundament und Pflaster aus dem Gehweg gerissen. „Es ist fast unglaublich, mit welcher Gewalt hier gehandelt wurde, es sind die schlimmsten Zerstörungen seit Jahren“, sagte Nordhausens Bauamtsleiter Jens Kohlhause angesichts der Zerstörungen.

Es müssten mehrere Personen gewesen sind, die an den Schildern ihre Kräfte gemessen haben, „denn nur so kriegt man die Schilder samt Betonsockel und Pflasterung aus der Erde.“, so Kohlhause. Die Mitarbeiter des Bauhofes seien seit dem Morgen unterwegs, um die zerstörten Verkehrszeichen zu bergen und durch mobile Provisorien zu ersetzen. Um für die Zukunft gegen rohe Kräfte gewappnet zu sein, bleibe nur das was man in der Vergangenheit bereits getan habe: „Wir werden teilweise die Schilder in ein Beton-Fundament setzen müssen, das bis zu 100 Kilo schwer sein wird. Das ist zwar gewaltig, aber anders geht es offenbar nicht mehr.“

Bereits zwischen der Feiertagen waren die Mitarbeiter des Bauhofes im Einsatz, weil Unbekannte ihre Kräfte walten ließen: Ein kaputt gefahrener Poller vor der Barfüßer Straße, drei abgeknickte Verkehrsschilder an der Straße an der Salza, ein herausgerissenes Hinweisschild an den Straßenbahngleisen an der Leimbacher Straße und ein um den Masten „gewickeltes“ Straßennamensschild in der Thüringer Straße.

Den Gesamtschaden beziffert Kohlhause auf mehr als 10.000 Euro. Man werde Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei erstatten. Der Bauamtsleiter appelliert an die Nordhäuser: „Falls jemand etwas bemerkt hat, was mit den Zerstörungen im Zusammenhang stehen könnte, so bitten wir herzlich, sich entweder bei uns über die Telefonnummer 696 200 zu melden oder direkt bei der Polizei.“
Autor: nnz

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