Reden über den Zweiten
Mittwoch, 29. Dezember 2004, 11:52 Uhr
Nordhausen (nnz). Während man sich im Nordhäuser Rathaus auf die Nach-Wahlbuhl-Zeit einrichtet, wird im Landratsamt über die Nach-Jendricke-Zeit nachgedacht. Dazu gibt es Vorstellungen von Landrat Joachim Claus (CDU).
Wie Joachim Claus heute der nnz sagte, werde er im Januar den Ältestenterat des Kreistages einberufen. Dabei wird er dem Gremium eine Veränderung der Hauptsatzung vorschlagen. Genau soll der Punkt verändert werden, der die Zahl der hauptamtlichen Beigeordneten regelt. In den Zeiten, in denen alle über Einsparungen in den kommunalen Haushalten reden, halte ich es für sinnvoll, nur noch einen hauptamtlichen Beigeordneten in der Kreisverwaltung zu haben, so der Landrat gegenüber nnz.
Was Claus damit eigentlich sagen will, man können sich nur noch einen Beigeordneten leisten, sprich bezahlen. Rechnet man alle Kosten hoch, so ergebe sich ein Einsparpotential von annähernd 100.000 Euro im Jahr. Doch Joachim Claus weiß auch, daß er mit seinem Vorschlag auf wenig Gegenliebe bei der SPD- und PDS-Fraktion treffen werde. Eine ähnlichen Versuch unternahm der Verwaltungschef bereits im Vorfeld der Wahlen der beiden jetzigen Beigeordneten, auch damals scheiterten er und die CDU-Fraktion. Letztere hätte in diesem aktuellen Fall vielleicht sogar einen zweiten hauptamtlichen Beigeordneten geduldet, wenn er aus den Reihen der CDU gekommen wäre, die ja im Kreistag immerhin die stärkte Fraktion stellt.
Nach nnz-Informationen soll es aus dieser Fraktion heraus sogar Bestrebungen gegeben haben, einen weiteren hauptamtlichen PDS-Beigeordneten zu tolerieren - nach dem Motto: Wir sind für vieles, nur nicht für einen SPD-Kandidaten! Den wird es vermutlich auch nicht geben, sondern eher eine Kandidatin. Die Favoritin für die Jendricke-Nachfolge will Dagmar Becker (SPD) in der ersten Januarhälfte schon mal den Sozialisten und auch ihren eigenen Genossen präsentieren.
Bleibt noch eine Frage offen: Wird die Kandidatin auch die Anforderungen der Ausschreibung erfüllen, die im kommenden Jahr Joachim Claus veröffentlichen muß. Die Konditionen kann er – anders als bisher – ziemlich allein festlegen. Und da können sich die vereinten Genossen von SPD und PDS vielleicht noch auf einige Überraschungen gefaßt machen.
Autor: nnzWie Joachim Claus heute der nnz sagte, werde er im Januar den Ältestenterat des Kreistages einberufen. Dabei wird er dem Gremium eine Veränderung der Hauptsatzung vorschlagen. Genau soll der Punkt verändert werden, der die Zahl der hauptamtlichen Beigeordneten regelt. In den Zeiten, in denen alle über Einsparungen in den kommunalen Haushalten reden, halte ich es für sinnvoll, nur noch einen hauptamtlichen Beigeordneten in der Kreisverwaltung zu haben, so der Landrat gegenüber nnz.
Was Claus damit eigentlich sagen will, man können sich nur noch einen Beigeordneten leisten, sprich bezahlen. Rechnet man alle Kosten hoch, so ergebe sich ein Einsparpotential von annähernd 100.000 Euro im Jahr. Doch Joachim Claus weiß auch, daß er mit seinem Vorschlag auf wenig Gegenliebe bei der SPD- und PDS-Fraktion treffen werde. Eine ähnlichen Versuch unternahm der Verwaltungschef bereits im Vorfeld der Wahlen der beiden jetzigen Beigeordneten, auch damals scheiterten er und die CDU-Fraktion. Letztere hätte in diesem aktuellen Fall vielleicht sogar einen zweiten hauptamtlichen Beigeordneten geduldet, wenn er aus den Reihen der CDU gekommen wäre, die ja im Kreistag immerhin die stärkte Fraktion stellt.
Nach nnz-Informationen soll es aus dieser Fraktion heraus sogar Bestrebungen gegeben haben, einen weiteren hauptamtlichen PDS-Beigeordneten zu tolerieren - nach dem Motto: Wir sind für vieles, nur nicht für einen SPD-Kandidaten! Den wird es vermutlich auch nicht geben, sondern eher eine Kandidatin. Die Favoritin für die Jendricke-Nachfolge will Dagmar Becker (SPD) in der ersten Januarhälfte schon mal den Sozialisten und auch ihren eigenen Genossen präsentieren.
Bleibt noch eine Frage offen: Wird die Kandidatin auch die Anforderungen der Ausschreibung erfüllen, die im kommenden Jahr Joachim Claus veröffentlichen muß. Die Konditionen kann er – anders als bisher – ziemlich allein festlegen. Und da können sich die vereinten Genossen von SPD und PDS vielleicht noch auf einige Überraschungen gefaßt machen.
