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Neue Strukturen im Nordhäuser Rathaus

Jutta Krauth muss Finanzen abgeben

Mittwoch, 16. Mai 2018, 18:22 Uhr
Seit 2005 kümmerte sich Jutta Krauth um die kommunalen Finanzen im Landkreis Nordhausen. Erst in der Kreisverwaltung, seit Ende 2015 im Rathaus. Jetzt musste sie das Ressort abgeben...


Das, was Weggefährten von Kai Buchmann schon immer forderten, hat der Oberbürgermeister nun durchgezogen. Neben dem Personal muss der Chef das strategisch wichtige Finanzressort an sich ziehen.

Offiziell heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung: "Diese organisatorischen Maßnahmen setzen die Bemühungen um eine fokussierte und effiziente Verwaltungsstruktur der Stadt fort", so Oberbürgermeister Kai Buchmann.

Der Oberbürgermeister werde neben dem Amt für Finanz- und Vermögensverwaltung auch das Amt für Brandschutz und Hilfeleistungen in sein Dezernat übernehmen. Aktuelle große Vorhaben der Stadt, zum Beispiel die Haushaltskonsolidierung sowie die Haushaltsplanung und in diesem Zusammenhang die Koordinierung der bevorstehenden großen Bauprojekte ( Feuerwache, Theatersanierung, Ausbau des Albert-Kuntz-Sportparks) haben in der bisherigen Amtszeit des Oberbürgermeisters einen intensiven Austausch mit dem Amt für Finanz- und Vermögensverwaltung erforderlich gemacht. Insofern folgt die Strukturänderung diesen bisher notwendigen Abstimmungsprozessen.

Wer zwischen den Zeilen liest, weiß, dass die Zusammenarbeit zwischen Buchmann und Krauth nicht so verlief, wie sich das der OB vorgestellt hatte. Über Gründe und Hintergründe kann spekuliert werden. Fakt ist, dass es seit jeher Komplikationen zwischen Politikern gibt, die aus einer Wahl als Verlierer und Sieger hervorgingen und anschließend zusammenarbeiten mussten. In Nordhausen kann man davon ganze Gesangsbücher rauf und runter singen.

Für das Abgeben des Finanzbereiches werden nun das Bauamt und das Bauordnungsamt zum Dezernatsbereich von Jutta Krauth gehören.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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