Resümee und ein Ausblick
Montag, 27. Dezember 2004, 13:20 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn man das Jahr Revue passieren läßt und es fällt ein gutes Licht darauf, so hat man Gewißheit: Das Tun war erlebnisreich für einen selbst und für andere auch! So geht es den Mitgliedern des Fördervereins Dichterstätte Sarah Kirsch. Ein nnz-Beitrag von Heidelore Kneffel.
Zum einen sind es die abwechslungsreichen Veranstaltungen, 13 waren es an der Zahl, die die unterschiedlichsten Dichter und Dichterinnen in der ihnen eigenen Sprache vorstellten, zum anderen die vier Kunstausstellungen, die auch diese Seite kreativen Schaffens zeigten. Der Salong Musenbundt mit den Sammelstühlen bekommt durch die Gemälde, Zeichnungen und Fotografien ständig wieder ein neues Aussehen. Die Forschungsbibliothek wird immer reichhaltiger, auch dank zweier umfangreicher Bücherschenkungen, die dem Verein aus Berlin und Nordhausen zugingen. Sie kommen dem in der Bibliothek Forschenden zugute.
Im Jahr 2004 wurde auch die Dichterwohnung, die sich im 1. Stock befindet, und die für Dichter, Schriftsteller, Regisseure, Journalisten u. ä. gedacht ist, vermietet. Alle dort eine zeitlang Wohnenden schlossen das Haus als Dichterstätte ins Herz, durchstreiften die Umgebung und schufen literarische Werke, darunter auch solche, die in der Publikationsreihe Briefe von Lange Reihe 11 gedruckt wurden. Da es alles Erstveröffentlichungen sind, haben sie dadurch besonderen Wert.
Aus Bonn, aus Heidelberg, aus Berlin, aus Erfurt kamen diese schöpferischen Menschen. So geht in Erfüllung, was sich Sarah Kirsch bei ihrem Besuch des zerfallenden Geburtshauses im Juni 1997 wünschte, als sie über das Dorf in die Landschaft blickte und mit einem Journalisten sprach: Schön, ist das nicht schön? In vernehmbare, aber keinesfalls laute Begeisterung fällt sie beim Blick aus dem Dachfenster. Ein kleines Zimmerchen müßte dasein zur Erholung, zum Schreiben. Da könnte vermietbarer Platz sein für Kollegen, die zum Schreiben Einsamkeit suchen.
Durch diese Bewohner verbreitet sich die Kenntnis von der Dichterstätte in Limlingerode stetig weiter, die Nachfrage von draußen wird immer deutlicher. Limlingerode ist wieder ein Begriff, und auch in den Autoatlassen steht das Dorf wieder verzeichnet.
Ein Ausblick auf das Jahr 2005 macht deutlich, daß auch dieses ereignisreich sein wird, zumal Sarah Kirsch 70 Jahre auf der Welt ist. Sie mag keinen Rummel um ihre Person, aber, der Förderverein ehrt sie z. B. mit einem Kunstbuch, in dem ihr lyrischer Prosatext: Kommt der Schnee im Sturm geflogen mit Holzschnitten von Petra Albrecht und Malereien von Karin Kisker veröffentlicht wird. Die Bestellungen laufen beständig ein. Außerdem wird der Komponist Frank Petzold aus Cottbus seine Musik zu den Gedichten Sarah Kirschs aus dem Band Erdreich in der Dichterstätte vorstellen.
Zunehmend ist auch das Interesse anderer Kultureinrichtungen. So werden im September die Liebhaber für Buchkunst und Bibliophilie, die Pirckheimer-Gesellschaft, nach Nordhausen und Limlingerode kommen, um hier ihre Jahrestagung durchzuführen. In ihrer Zeitschrift Marginalien, im letzten Heft des Jahres 2004, steht der Beitrag: ‘Dichterstätte Sarah Kirsch’ erhielt Kulturpreis 2004. Darin wird auch auf das Büchlein Kaleidoskop I verwiesen mit einem informativen und genußreichen Spaziergang durch die Geschichte und Gegenwart der Dichterstätte. Also, treten Sie auch 2005 getrost herein, sollen wohl empfangen sein.
Heidelore Kneffel
Autor: nnzZum einen sind es die abwechslungsreichen Veranstaltungen, 13 waren es an der Zahl, die die unterschiedlichsten Dichter und Dichterinnen in der ihnen eigenen Sprache vorstellten, zum anderen die vier Kunstausstellungen, die auch diese Seite kreativen Schaffens zeigten. Der Salong Musenbundt mit den Sammelstühlen bekommt durch die Gemälde, Zeichnungen und Fotografien ständig wieder ein neues Aussehen. Die Forschungsbibliothek wird immer reichhaltiger, auch dank zweier umfangreicher Bücherschenkungen, die dem Verein aus Berlin und Nordhausen zugingen. Sie kommen dem in der Bibliothek Forschenden zugute.
Im Jahr 2004 wurde auch die Dichterwohnung, die sich im 1. Stock befindet, und die für Dichter, Schriftsteller, Regisseure, Journalisten u. ä. gedacht ist, vermietet. Alle dort eine zeitlang Wohnenden schlossen das Haus als Dichterstätte ins Herz, durchstreiften die Umgebung und schufen literarische Werke, darunter auch solche, die in der Publikationsreihe Briefe von Lange Reihe 11 gedruckt wurden. Da es alles Erstveröffentlichungen sind, haben sie dadurch besonderen Wert.
Aus Bonn, aus Heidelberg, aus Berlin, aus Erfurt kamen diese schöpferischen Menschen. So geht in Erfüllung, was sich Sarah Kirsch bei ihrem Besuch des zerfallenden Geburtshauses im Juni 1997 wünschte, als sie über das Dorf in die Landschaft blickte und mit einem Journalisten sprach: Schön, ist das nicht schön? In vernehmbare, aber keinesfalls laute Begeisterung fällt sie beim Blick aus dem Dachfenster. Ein kleines Zimmerchen müßte dasein zur Erholung, zum Schreiben. Da könnte vermietbarer Platz sein für Kollegen, die zum Schreiben Einsamkeit suchen.
Durch diese Bewohner verbreitet sich die Kenntnis von der Dichterstätte in Limlingerode stetig weiter, die Nachfrage von draußen wird immer deutlicher. Limlingerode ist wieder ein Begriff, und auch in den Autoatlassen steht das Dorf wieder verzeichnet.
Ein Ausblick auf das Jahr 2005 macht deutlich, daß auch dieses ereignisreich sein wird, zumal Sarah Kirsch 70 Jahre auf der Welt ist. Sie mag keinen Rummel um ihre Person, aber, der Förderverein ehrt sie z. B. mit einem Kunstbuch, in dem ihr lyrischer Prosatext: Kommt der Schnee im Sturm geflogen mit Holzschnitten von Petra Albrecht und Malereien von Karin Kisker veröffentlicht wird. Die Bestellungen laufen beständig ein. Außerdem wird der Komponist Frank Petzold aus Cottbus seine Musik zu den Gedichten Sarah Kirschs aus dem Band Erdreich in der Dichterstätte vorstellen.
Zunehmend ist auch das Interesse anderer Kultureinrichtungen. So werden im September die Liebhaber für Buchkunst und Bibliophilie, die Pirckheimer-Gesellschaft, nach Nordhausen und Limlingerode kommen, um hier ihre Jahrestagung durchzuführen. In ihrer Zeitschrift Marginalien, im letzten Heft des Jahres 2004, steht der Beitrag: ‘Dichterstätte Sarah Kirsch’ erhielt Kulturpreis 2004. Darin wird auch auf das Büchlein Kaleidoskop I verwiesen mit einem informativen und genußreichen Spaziergang durch die Geschichte und Gegenwart der Dichterstätte. Also, treten Sie auch 2005 getrost herein, sollen wohl empfangen sein.
Heidelore Kneffel
