nnz-Weihnachts-News (2)
Samstag, 25. Dezember 2004, 15:27 Uhr
Nordhausen (nnz). Die nnz-Redaktion hat natürlich auch über Weihnachten die wichtigsten Nachrichten für Thüringen und Deutschland aufgespürt.
Verspätung
Bahnreisende mussten am Vormittag des 1. Weihnachtsfeiertages wegen einer Gleisstörung geringe Verspätungen in Kauf nehmen. Betroffen waren Züge im mitteldeutschen Regionalverkehr und im Fernverkehr von Frankfurt nach Dresden und Berlin. Reisende kamen 15 Minuten verspätet an. Auf Grund eines technischen Defekts musste ein zentrales Gleis nahe Großkorbetha (Sachsen-Anhalt) bis zum Mittag per Hand umgelegt werden, sagte eine Bahnsprecherin. Durch die milde Witterung vor Heiligabend sei das große Chaos ausgeblieben.
Organgerie geschlossen
Wegen Bauarbeiten an der Orangerie in Gera ist die Kunstsammlung der Stadt vom 28. März an geschlossen. Voraussichtlich zum Jahresende 2005 werde sie mit einer Präsentation der Malerei-Sammlung Brabant (Wiesbaden) wieder eröffnet, sagte Kunstsammlungssprecher Holger Peter Saupe der dpa. Die Geraer Orangerie ist eine spätbarocke Zweiflügelanlage im früheren Küchengarten der Fürsten Reuß jüngere Linie. In ihrem Nordflügel müssen unter anderem Fenster ausgewechselt werden.
44 Millionäre
Rekord-Jackpots haben die Thüringer in diesem Jahr in Spiellaune versetzt. Rund 160 Millionen Euro investierten sie in der Hoffnung auf das große Lottoglück in Tippscheine. Bei bundesweit eher rückläufigen Umsätzen rechne LottoToto Thüringen 2004 mit einem Zuwachs von etwa 1,3 Prozent, sagte Finanzministerin Birgit Diezel (CDU) der dpa. Ein Glückspilz konnte sich über einen Gewinn in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro freuen. Seit Gründung der Thüringer Lotteriegesellschaft 1991 wurden 44 Thüringer zu Millionären.
Abbau ist notwendig
Finanzminister Hans Eichel hält den Abbau von Subventionen für dringend erforderlich. Eichel sagte im Hessischen Rundfunk, jedem sei klar, dass dies nicht mit weiteren Steuersenkungen verbunden werden könne. Er verteidigte den Verkauf weiterer Telekom-Aktien an die staatseigene Kfw Bankengruppe zur Finanzierung des Haushalts. Er würde das Geld lieber zum Abbau alter Schulden nehmen. Aber alle seine Vorschläge zum Abbau von Subventionen habe die Union im Bundesrat blockiert.
Ausweichen auf Bundesstraßen
Der ADAC befürchtet nach einem Bericht des Magazins Focus”, dass Lastwagenfahrer nach dem Start der Autobahnmaut auf einigen Routen auf Bundesstraßen ausweichen. Dadurch würde es dort zu einer spürbaren Zunahme des Verkehrs kommen. Der Automobilclub rechnet unter anderem die B 5 von Frankfurt/Oder nach Hamburg oder die B 13 von München nach Würzburg zu den voraussichtlich meist befahrenen Ausweichstrecken.
Erfolg für Raumfahrt
Forschungsministerin Edelgard Bulmahn hat die Mission der Raumsonde Huygens” als Erfolg der europäischen Raumfahrt bezeichnet. Die Mission könne neue Erkenntnisse über die Entstehung der Erde liefern, sagte sie in Berlin. Die Sonde hatte in der Nacht erfolgreich von ihrem amerikanischen Mutterschiff Cassini” abgekoppelt und ist nun auf dem Weg zum Saturnmond Titan, wo sie Mitte Januar erwartet wird. Deutschland ist mit 115 Millionen Euro an dem Projekt beteiligt.
Bescheidenheit angemahnt
In seiner Weihnachtspredigt hat der Mainzer Bischof Kardinal Karl Lehmann eine kinderfreundliche Gesellschaft angemahnt. Gott sei als Kind in unsere Welt gekommen. Darum fordere er eine neue Offensive für das Kind”. Der Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner prangerte in seiner Weihnachtspredigt Abtreibung und Sterbehilfe an. Auch er beklagte, dass immer weniger Kinder geboren würden. Der Hildesheimer Weihbischof Hans-Georg Koitz rief die Kirche zu mehr Bescheidenheit auf.
Weihe-Termin steht fest
Nach der Installation der Orgel soll in der Dresdner Frauenkirche Ende Juni 2005 das letzte Gerüst fallen. Ab April beginne der Einbau des Instruments, sagte Baudirektor Eberhard Burger der dpa. Momentan werde an der farblichen Gestaltung des Orgelprospekts über dem Altar gearbeitet. Die Kirche wird am 30. Oktober kommenden Jahres im Beisein von 650 Ehrengästen geweiht.
Kein schneller Verkauf
Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel warnt vor einem schnellen Verkauf der Bundesbank-Goldreserven. Tafelsilber lässt sich nur einmal verkaufen”, sagte der IfW-Währungsexperte Harmen Lehment dem Nachrichtenmagazin Focus”. Wenn die Bundesregierung Budgetprobleme auf diese Weise löst, schiebe sie strukturelle Änderungen nur auf die lange Bank. Ein häppchenweiser Verkauf der 3400 Tonnen Gold sei aber generell sinnvoll, weil sonst der Preis in den Keller rauschen könnte, so Lehment.
Wahl für fünf Jahre
Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans- Jürgen Papier, hat sich für eine fünfjährige Wahlperiode auf Bundesebene ausgesprochen. Kurze Legislaturperioden seien ein wichtiger Grund für die eingeschränkte Steuerungsfähigkeit unseres Gemeinwesens, sagte er der Bild am Sonntag”. Politiker könnten nicht gestalten, wenn sie sich von einer Wahl zur nächsten hangelten, so Papier.
Einseitig belastet
Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, hat eine Schieflage der Sozialpolitik kritisiert. Die Gesundheitsreform von SPD, Grünen und Union werde vor allem von den Patienten bezahlt - voraussichtlich mit 23 Milliarden Euro im Jahr. Zugleich werde es zu einer Entlastung auf Arbeitgeberseite kommen in einer Größenordnung von jährlich 16 Milliarden Euro, sagte Bsirske in einem dpa-Gespräch. Es handle sich um eine Umverteilung in der Sozialpolitik, die ihresgleichen suche.
Autor: nnzVerspätung
Bahnreisende mussten am Vormittag des 1. Weihnachtsfeiertages wegen einer Gleisstörung geringe Verspätungen in Kauf nehmen. Betroffen waren Züge im mitteldeutschen Regionalverkehr und im Fernverkehr von Frankfurt nach Dresden und Berlin. Reisende kamen 15 Minuten verspätet an. Auf Grund eines technischen Defekts musste ein zentrales Gleis nahe Großkorbetha (Sachsen-Anhalt) bis zum Mittag per Hand umgelegt werden, sagte eine Bahnsprecherin. Durch die milde Witterung vor Heiligabend sei das große Chaos ausgeblieben.
Organgerie geschlossen
Wegen Bauarbeiten an der Orangerie in Gera ist die Kunstsammlung der Stadt vom 28. März an geschlossen. Voraussichtlich zum Jahresende 2005 werde sie mit einer Präsentation der Malerei-Sammlung Brabant (Wiesbaden) wieder eröffnet, sagte Kunstsammlungssprecher Holger Peter Saupe der dpa. Die Geraer Orangerie ist eine spätbarocke Zweiflügelanlage im früheren Küchengarten der Fürsten Reuß jüngere Linie. In ihrem Nordflügel müssen unter anderem Fenster ausgewechselt werden.
44 Millionäre
Rekord-Jackpots haben die Thüringer in diesem Jahr in Spiellaune versetzt. Rund 160 Millionen Euro investierten sie in der Hoffnung auf das große Lottoglück in Tippscheine. Bei bundesweit eher rückläufigen Umsätzen rechne LottoToto Thüringen 2004 mit einem Zuwachs von etwa 1,3 Prozent, sagte Finanzministerin Birgit Diezel (CDU) der dpa. Ein Glückspilz konnte sich über einen Gewinn in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro freuen. Seit Gründung der Thüringer Lotteriegesellschaft 1991 wurden 44 Thüringer zu Millionären.
Abbau ist notwendig
Finanzminister Hans Eichel hält den Abbau von Subventionen für dringend erforderlich. Eichel sagte im Hessischen Rundfunk, jedem sei klar, dass dies nicht mit weiteren Steuersenkungen verbunden werden könne. Er verteidigte den Verkauf weiterer Telekom-Aktien an die staatseigene Kfw Bankengruppe zur Finanzierung des Haushalts. Er würde das Geld lieber zum Abbau alter Schulden nehmen. Aber alle seine Vorschläge zum Abbau von Subventionen habe die Union im Bundesrat blockiert.
Ausweichen auf Bundesstraßen
Der ADAC befürchtet nach einem Bericht des Magazins Focus”, dass Lastwagenfahrer nach dem Start der Autobahnmaut auf einigen Routen auf Bundesstraßen ausweichen. Dadurch würde es dort zu einer spürbaren Zunahme des Verkehrs kommen. Der Automobilclub rechnet unter anderem die B 5 von Frankfurt/Oder nach Hamburg oder die B 13 von München nach Würzburg zu den voraussichtlich meist befahrenen Ausweichstrecken.
Erfolg für Raumfahrt
Forschungsministerin Edelgard Bulmahn hat die Mission der Raumsonde Huygens” als Erfolg der europäischen Raumfahrt bezeichnet. Die Mission könne neue Erkenntnisse über die Entstehung der Erde liefern, sagte sie in Berlin. Die Sonde hatte in der Nacht erfolgreich von ihrem amerikanischen Mutterschiff Cassini” abgekoppelt und ist nun auf dem Weg zum Saturnmond Titan, wo sie Mitte Januar erwartet wird. Deutschland ist mit 115 Millionen Euro an dem Projekt beteiligt.
Bescheidenheit angemahnt
In seiner Weihnachtspredigt hat der Mainzer Bischof Kardinal Karl Lehmann eine kinderfreundliche Gesellschaft angemahnt. Gott sei als Kind in unsere Welt gekommen. Darum fordere er eine neue Offensive für das Kind”. Der Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner prangerte in seiner Weihnachtspredigt Abtreibung und Sterbehilfe an. Auch er beklagte, dass immer weniger Kinder geboren würden. Der Hildesheimer Weihbischof Hans-Georg Koitz rief die Kirche zu mehr Bescheidenheit auf.
Weihe-Termin steht fest
Nach der Installation der Orgel soll in der Dresdner Frauenkirche Ende Juni 2005 das letzte Gerüst fallen. Ab April beginne der Einbau des Instruments, sagte Baudirektor Eberhard Burger der dpa. Momentan werde an der farblichen Gestaltung des Orgelprospekts über dem Altar gearbeitet. Die Kirche wird am 30. Oktober kommenden Jahres im Beisein von 650 Ehrengästen geweiht.
Kein schneller Verkauf
Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel warnt vor einem schnellen Verkauf der Bundesbank-Goldreserven. Tafelsilber lässt sich nur einmal verkaufen”, sagte der IfW-Währungsexperte Harmen Lehment dem Nachrichtenmagazin Focus”. Wenn die Bundesregierung Budgetprobleme auf diese Weise löst, schiebe sie strukturelle Änderungen nur auf die lange Bank. Ein häppchenweiser Verkauf der 3400 Tonnen Gold sei aber generell sinnvoll, weil sonst der Preis in den Keller rauschen könnte, so Lehment.
Wahl für fünf Jahre
Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans- Jürgen Papier, hat sich für eine fünfjährige Wahlperiode auf Bundesebene ausgesprochen. Kurze Legislaturperioden seien ein wichtiger Grund für die eingeschränkte Steuerungsfähigkeit unseres Gemeinwesens, sagte er der Bild am Sonntag”. Politiker könnten nicht gestalten, wenn sie sich von einer Wahl zur nächsten hangelten, so Papier.
Einseitig belastet
Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, hat eine Schieflage der Sozialpolitik kritisiert. Die Gesundheitsreform von SPD, Grünen und Union werde vor allem von den Patienten bezahlt - voraussichtlich mit 23 Milliarden Euro im Jahr. Zugleich werde es zu einer Entlastung auf Arbeitgeberseite kommen in einer Größenordnung von jährlich 16 Milliarden Euro, sagte Bsirske in einem dpa-Gespräch. Es handle sich um eine Umverteilung in der Sozialpolitik, die ihresgleichen suche.
