nnz-online

Anonyme "Anzeiger" sind bekannt

Donnerstag, 30. August 2001, 14:48 Uhr
Nordhausen (nnz). Ist der Rettungszweckverband noch zu retten? So schloß gestern ein nnz-Artikel zu einer erneuten anonymen Anzeige. Verbandsrat Gerald Schröder aus Ellrich hat heute geantwortet.


Die Mitglieder des Rettungsdienstzweckverbandes werden ihre Arbeit, trotz der derzeitigen Vorkommnisse, in hoher Qualität im Sinne der Menschen im Landkreis Nordhausen erledigen, erläuterte Schröder gegenüber der nnz. Die Querelen zwischen den Führungsetagen der einzelnen Mitglieder haben sich und würden sich auch nicht auf die Arbeit des Rettungsdienstes auswirken. Schließlich sei der Verband mit einem entsprechenden Auftrag seitens des Kreistages ausgestattet worden.

Schröder warnte davor, die gegenwärtige Situation eskalieren zu lassen. Das könnte dem Image des Verbandes nur schaden. Bürger der Stadt Ellrich sind über die Vorgänge sehr schockiert, da sie speziell mit den Dienstleistungen des Anbieters vor Ort sehr zufrieden sind. Sie können sich nicht vorstellen, dass derartige Vorwürfe den Tatsachen entsprechen würden. So gab es beim Ellricher Rettungsdienst bereits einen Anruf, der die Namen der anonymen Verfasser der Anzeige benannte. Schröder wörtlich: „Ich werde mir vorbehalten, aufgrund der momentanen Erkenntnisse Strafanzeige - vorerst gegen Unbekannt - zu stellen. Wir sind es leid, ständig in der Öffentlichkeit denunziert zu werden.“ Derzeit wird in Ellrich an einem Krisenplan gearbeitet. Der soll dann in Kraft treten, wenn es tatsächlich zu Leistungsausfällen innerhalb des Verbandes komme. „Der Zweckverband ist sofort in der Lage alle Aufgaben, sowohl am Boden als auch in der Luftrettung qualitätsgerecht zu übernehmen“, so Schröder gegenüber der nnz.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de