Optimismus für 2005
Dienstag, 21. Dezember 2004, 12:41 Uhr
Nordhausen (nnz). 2005 kommt die Thüringer Wirtschaft wieder auf Touren. Neben steigenden Auftragseingängen aus dem Ausland sei eine langsame Belebung der Binnenkonjunktur nicht zu übersehen. Dieser Ansicht ist die Erfurter IHK. Was die Fachleute noch zu sagen haben, das erfahren Sie mit einem einzigen Klick.
Das spürbare Aufatmen des Handels auf Grund des regen Weihnachtsgeschäftes hat auch für Optimismus bei den heimischen Konsumgüterproduzenten gesorgt, berichtet IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Jeder zweite Betrieb registriere gestiegene Bestellungen aus dem Inland. Die Kapazitätsauslastung sei weiter gestiegen. So würden immerhin 32 Prozent für das kommende Jahr Erweiterungsinvestitionen planen. Dies verlange neue Maschinen und Anlagen und sollte sich dann auch positiv auf die Investitionsgüterindustrie auswirken, ist sich Grusser sicher.
Die IHK Erfurt rechnet für 2005 mit einer Wachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes von 1,5 Prozent. Wenn man berücksichtigt, dass drei Arbeitstage weniger zur Verfügung stehen als 2004, eine durchaus erfreuliche Steigerung, schätzt Grusser ein. In wieweit die dritte Stufe der Steuerreform und die damit verbundene Steuerentlastung den Einkommens- und Kaufkraftverlust der Hartz-IV Maßnahmen kompensieren könne, bleibe allerdings abzuwarten.
Hoffnungsträger für den konjunkturellen Aufschwung sei nach wie vor die Thüringer Industrie. Nach vorläufigen Berechnungen der IHK liege der Umsatz im ablaufenden Jahr 2004 mit rund 23 Milliarden Euro um 6 Prozent über dem Vorjahresniveau und markiere den höchsten Wert seit 1991. Zuwachsraten bei den Auslandsumsätzen von durchschnittlich 17 Prozent würden die gestiegene Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen eindrucksvoll verdeutlichen. Auch die Exportquote von 27 Prozent (Verhältnis von Auslandsumsatz zu Gesamtumsatz) stelle einen neuen Rekordwert dar. Die Ertragslage der überwiegend mittelständischen Firmen hat sich im Jahresverlauf weiter verbessert. Inzwischen arbeiten 4 von 5 Betrieben mit Gewinn oder zumindest kostendeckend, verweist Grusser auf die sinkende Zahl von Firmenpleiten. Mit insgesamt rund 1.000 Unternehmensinsolvenzen sei im Jahr 2004 immerhin ein Rückgang von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.
Für den regionalen Arbeitsmarkt rechnet Grusser im kommenden Jahr mit einer leichten Entspannung. Der Arbeitskräfteabbau in Handel, Gastronomie und Baugewerbe scheint gestoppt, so dass sich der vorhersehbare Stellenzuwachs in der Industrie positiv auswirken sollte, hofft Grusser. Im zurückliegenden Jahr sei die Zahl der Industriebeschäftigten um rund 2.000 auf 146.000 gestiegen – der höchste Wert seit 10 Jahren.
Autor: nnzDas spürbare Aufatmen des Handels auf Grund des regen Weihnachtsgeschäftes hat auch für Optimismus bei den heimischen Konsumgüterproduzenten gesorgt, berichtet IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Jeder zweite Betrieb registriere gestiegene Bestellungen aus dem Inland. Die Kapazitätsauslastung sei weiter gestiegen. So würden immerhin 32 Prozent für das kommende Jahr Erweiterungsinvestitionen planen. Dies verlange neue Maschinen und Anlagen und sollte sich dann auch positiv auf die Investitionsgüterindustrie auswirken, ist sich Grusser sicher.
Die IHK Erfurt rechnet für 2005 mit einer Wachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes von 1,5 Prozent. Wenn man berücksichtigt, dass drei Arbeitstage weniger zur Verfügung stehen als 2004, eine durchaus erfreuliche Steigerung, schätzt Grusser ein. In wieweit die dritte Stufe der Steuerreform und die damit verbundene Steuerentlastung den Einkommens- und Kaufkraftverlust der Hartz-IV Maßnahmen kompensieren könne, bleibe allerdings abzuwarten.
Hoffnungsträger für den konjunkturellen Aufschwung sei nach wie vor die Thüringer Industrie. Nach vorläufigen Berechnungen der IHK liege der Umsatz im ablaufenden Jahr 2004 mit rund 23 Milliarden Euro um 6 Prozent über dem Vorjahresniveau und markiere den höchsten Wert seit 1991. Zuwachsraten bei den Auslandsumsätzen von durchschnittlich 17 Prozent würden die gestiegene Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen eindrucksvoll verdeutlichen. Auch die Exportquote von 27 Prozent (Verhältnis von Auslandsumsatz zu Gesamtumsatz) stelle einen neuen Rekordwert dar. Die Ertragslage der überwiegend mittelständischen Firmen hat sich im Jahresverlauf weiter verbessert. Inzwischen arbeiten 4 von 5 Betrieben mit Gewinn oder zumindest kostendeckend, verweist Grusser auf die sinkende Zahl von Firmenpleiten. Mit insgesamt rund 1.000 Unternehmensinsolvenzen sei im Jahr 2004 immerhin ein Rückgang von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.
Für den regionalen Arbeitsmarkt rechnet Grusser im kommenden Jahr mit einer leichten Entspannung. Der Arbeitskräfteabbau in Handel, Gastronomie und Baugewerbe scheint gestoppt, so dass sich der vorhersehbare Stellenzuwachs in der Industrie positiv auswirken sollte, hofft Grusser. Im zurückliegenden Jahr sei die Zahl der Industriebeschäftigten um rund 2.000 auf 146.000 gestiegen – der höchste Wert seit 10 Jahren.
