in den Mühlen der Bürokratie
Sägemühle kämpft um ihre Existenz
Dienstag, 01. Mai 2018, 16:44 Uhr
Ein schönes Fleckchen Erde. Direkt am südlichen Fuß der Abdachung des Harzgebirges im Nordosten von Herrmannsacker, ungefähr 300 Meter von der bekannten Burgruine Ebersburg entfernt. Dort steht die Sägemühle. Das Leben für die Gastwirtschaft wird immer schwieriger, auch weil die Bürokratie nicht mitspielt...
Die Sägemühle (Foto: C. Wilhelm)
Das Objekt existiert schon seit sehr vielen Jahren und hat einen historischen Hintergrund. Hier leitet Sandra Leuckefeld eine Gastwirtschaft und Pension. Am 1. Mai und an anderen Feiertagen gibt es einen ausreichenden Besucherandrang, aber über das Jahr gesehen finden oft nicht genug Menschen den Weg zur Wirtschaft. Nicht genug, um die Kosten zu decken, die wie bei jedem Unternehmen entstehen. Wir haben schon darüber nachgedacht, nur noch Kaffee und Kuchen anzubieten. Dabei merkt man, dass Leuckefeld sich mit ihrer Rolle als Gastronomie verbunden fühlt, lieber nicht rationalisieren möchte.
Aber was bleibt langfristig weiter übrig, wenn die Beschilderung fehlt, die eigentlich doch jedem Unternehmen zustehen sollte: Im Rahmen des Wettbewerbsrechts soll doch eigentlich jedem Unternehmer die Möglichkeit eingeräumt werden, frei werben zu dürfen. Nur bei der Sägemühle scheint das nicht das Fall zu sein -zumindest was den öffentlichen Verkehrsraum betrifft: Vor Jahren haben wir versucht, am Gartenzaun einer bekannten Familie in Buchholz ein Banner anzubringen, weil offensichtlich von Seiten der Stadt keine Genehmigung zur Montage eines touristischen Hinweisschildes gegeben war. Damals bekamen wir eine Auflage vom Ordnungsamt und mussten das Schild wieder abnehmen.
Die Gaststätte und Pension kämpft um ihre Existenz und verzeichnet Umsatzeinbußen ganz einfach aus dem Grund, dass die Wirtschaft nicht entsprechend an der Straße ausgeschildert ist. Den Leuten ist wohl bekannt, dass es in Herrmannsacker eine Gaststätte gibt, aber anhand einer fehlenden Ausschilderung kann sie nicht durch Ortsfremde gefunden werden. Der Versuch, ein Hinweisschild in Buchholz zu montieren, blieb bis heute verweigert. Es könnte somit leicht der Eindruck erweckt werden, dass der Tourismus in eine bestimmte Richtung gelenkt werden solle, weil anderen regionalen Anbietern das Recht zur Beschilderung offenkundig nicht untersagt bliebe. Von einem weiteren Versuch, mit einem Hinweisschild auf sich aufmerksam zu machen, hat die Gastronomin bisher abgesehen. Nun wendet sie sich an den Tourismusverband, und hofft auf eine positive Entwicklung in der Zukunft.
Cornelia Wilhelm
Autor: red
Die Sägemühle (Foto: C. Wilhelm)
Das Objekt existiert schon seit sehr vielen Jahren und hat einen historischen Hintergrund. Hier leitet Sandra Leuckefeld eine Gastwirtschaft und Pension. Am 1. Mai und an anderen Feiertagen gibt es einen ausreichenden Besucherandrang, aber über das Jahr gesehen finden oft nicht genug Menschen den Weg zur Wirtschaft. Nicht genug, um die Kosten zu decken, die wie bei jedem Unternehmen entstehen. Wir haben schon darüber nachgedacht, nur noch Kaffee und Kuchen anzubieten. Dabei merkt man, dass Leuckefeld sich mit ihrer Rolle als Gastronomie verbunden fühlt, lieber nicht rationalisieren möchte.
Aber was bleibt langfristig weiter übrig, wenn die Beschilderung fehlt, die eigentlich doch jedem Unternehmen zustehen sollte: Im Rahmen des Wettbewerbsrechts soll doch eigentlich jedem Unternehmer die Möglichkeit eingeräumt werden, frei werben zu dürfen. Nur bei der Sägemühle scheint das nicht das Fall zu sein -zumindest was den öffentlichen Verkehrsraum betrifft: Vor Jahren haben wir versucht, am Gartenzaun einer bekannten Familie in Buchholz ein Banner anzubringen, weil offensichtlich von Seiten der Stadt keine Genehmigung zur Montage eines touristischen Hinweisschildes gegeben war. Damals bekamen wir eine Auflage vom Ordnungsamt und mussten das Schild wieder abnehmen.
Die Gaststätte und Pension kämpft um ihre Existenz und verzeichnet Umsatzeinbußen ganz einfach aus dem Grund, dass die Wirtschaft nicht entsprechend an der Straße ausgeschildert ist. Den Leuten ist wohl bekannt, dass es in Herrmannsacker eine Gaststätte gibt, aber anhand einer fehlenden Ausschilderung kann sie nicht durch Ortsfremde gefunden werden. Der Versuch, ein Hinweisschild in Buchholz zu montieren, blieb bis heute verweigert. Es könnte somit leicht der Eindruck erweckt werden, dass der Tourismus in eine bestimmte Richtung gelenkt werden solle, weil anderen regionalen Anbietern das Recht zur Beschilderung offenkundig nicht untersagt bliebe. Von einem weiteren Versuch, mit einem Hinweisschild auf sich aufmerksam zu machen, hat die Gastronomin bisher abgesehen. Nun wendet sie sich an den Tourismusverband, und hofft auf eine positive Entwicklung in der Zukunft.
Cornelia Wilhelm

