Bullen und Bären im nnz-Aktien-Tip
Donnerstag, 30. August 2001, 09:42 Uhr
Nordhausen/Frankfurt (nnz). Die nnz bietet in lockerer Folge Analysen und Markteinschätzungen an. Das Material wird nnz von der Helaba zur Verfügung gestellt. Heute: 30.08.2001
Anhaltende Sorgen der Anleger um die US-Konjunktur und die Unternehmensgewinne haben am Mittwoch die US-Aktienmärkte belastet. Nach der ersten Freude über besser als erwartet ausgefallene US-Wachstumszahlen hatte sich bald wieder Pessimismus breit gemacht. Die wirtschaftliche Lage der US-Unternehmen ist immer noch schlecht und die Anleger warten auf positive Signale. Das US-BIP nahm nach Angaben des Handelsministeriums im zweiten Vierteljahr 2001 mit einer auf das Gesamtjahr hochgerechneten vorläufigen Rate von real 0,2 Prozent (bisherige Schätzung plus 0,7) Prozent nach plus 1,3 Prozent im ersten Quartal zu.
Der Markt hatte aber an dieser Stelle mit einer unveränderten Zahl gerechnet. Der Dow Jones Index schloss 1,28 Prozent oder 131,13 Zähler im Minus auf 10.090,90 Punkten, während der technologielastige Nasdaq-Index 1,17 Prozent oder 21,81 Zähler auf 1843,17 Punkte verlor. Der marktbreite S&P 500 Index verlor ebenfalls 12,95 Punkte und beendete den Handel mit einem Schlussstand von 1148,56 Punkten.
Im Gegensatz zu den amerikanischen Märkten konnte sich der Dax gestern erstaunlich gut halten. Mit einem Schlussstand von 5305 Punkten lag er im Bereich des Vortages und erheblich über den Tagestiefstkursen. Auch die erste Indikation heute morgen bei 5290 zeigt nicht die Schwäche, die von Amerika in den letzen Tagen vorgegeben wird. Dies könnte natürlich mit der Erwartung zu tun haben, dass die ECB heute die Zinsen senken wird. Trotz des starken M3 Geldmengenwachstums sehe ich heute die Möglichkeit, dass die ECB die Zinsen um 0,25 % senken wird. Ob dem Markt 0,25 % reichen wird, bezweifle ich, denn schon bei der letzten Zinssenkung um 0,25 % konnte der Markt keine Stärke aufbauen. Sollte die ECB widererwartend die Zinsen unverändert lassen, wird der Markt seine Verluste ausbauen. Auch die deutschen Anleger warten auf bessere Unternehmensmeldungen, welche aber zur Zeit nicht in Sicht sind. Meine Handelsbreite von gestern belasse ich auf 5180 zu 5350 Punkten.
Happy Trading, Ihr Jörg Dechert
Autor: nnzAnhaltende Sorgen der Anleger um die US-Konjunktur und die Unternehmensgewinne haben am Mittwoch die US-Aktienmärkte belastet. Nach der ersten Freude über besser als erwartet ausgefallene US-Wachstumszahlen hatte sich bald wieder Pessimismus breit gemacht. Die wirtschaftliche Lage der US-Unternehmen ist immer noch schlecht und die Anleger warten auf positive Signale. Das US-BIP nahm nach Angaben des Handelsministeriums im zweiten Vierteljahr 2001 mit einer auf das Gesamtjahr hochgerechneten vorläufigen Rate von real 0,2 Prozent (bisherige Schätzung plus 0,7) Prozent nach plus 1,3 Prozent im ersten Quartal zu.
Der Markt hatte aber an dieser Stelle mit einer unveränderten Zahl gerechnet. Der Dow Jones Index schloss 1,28 Prozent oder 131,13 Zähler im Minus auf 10.090,90 Punkten, während der technologielastige Nasdaq-Index 1,17 Prozent oder 21,81 Zähler auf 1843,17 Punkte verlor. Der marktbreite S&P 500 Index verlor ebenfalls 12,95 Punkte und beendete den Handel mit einem Schlussstand von 1148,56 Punkten.
Im Gegensatz zu den amerikanischen Märkten konnte sich der Dax gestern erstaunlich gut halten. Mit einem Schlussstand von 5305 Punkten lag er im Bereich des Vortages und erheblich über den Tagestiefstkursen. Auch die erste Indikation heute morgen bei 5290 zeigt nicht die Schwäche, die von Amerika in den letzen Tagen vorgegeben wird. Dies könnte natürlich mit der Erwartung zu tun haben, dass die ECB heute die Zinsen senken wird. Trotz des starken M3 Geldmengenwachstums sehe ich heute die Möglichkeit, dass die ECB die Zinsen um 0,25 % senken wird. Ob dem Markt 0,25 % reichen wird, bezweifle ich, denn schon bei der letzten Zinssenkung um 0,25 % konnte der Markt keine Stärke aufbauen. Sollte die ECB widererwartend die Zinsen unverändert lassen, wird der Markt seine Verluste ausbauen. Auch die deutschen Anleger warten auf bessere Unternehmensmeldungen, welche aber zur Zeit nicht in Sicht sind. Meine Handelsbreite von gestern belasse ich auf 5180 zu 5350 Punkten.
Happy Trading, Ihr Jörg Dechert
