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nnz-Rückspiegel: 12. Dezember 2003

Sonntag, 12. Dezember 2004, 06:44 Uhr
Nordhausen (nnz). Wenn Sie wissen wollen, was vor exakt einem Jahr in Nordhausen und Umgebung los war, dann sollten Sie jetzt unbedingt auf MEHR klicken. Die nnz-Redaktion hat die Meldungen „von damals“ für Sie noch einmal aufbereitet.
Heute: Illegal, Flohburg, Mittelbau-Dora und ein Urteil


Jede Menge Geld für Illegale
Die nnz hatte in der vergangenen Woche über illegale Ablagerungen im Stadtgebiet von Nordhausen berichtet. Jetzt wurden diese Dreckecken beseitigt und das kostete richtig viel zusätzliches Geld. Das Fachgebiet Abfallwirtschaft im Nordhäuser Landratsamt verzeichnet in diesem Jahr sehr hohe Kosten zur Beseitigung illegaler
Abfallablagerungen im Stadtgebiet und im Landkreis Nordhausen. So war Anfang der Woche eine umfangreiche Beräumung des Parkplatzes am Beethovenring notwendig. Mehrere Stunden beräumten hier die zivildienstleistenden jungen Mitarbeiter der Stadt und die Jugendlichen im Freiwilligen Ökologischen Jahr des Landratsamtes den Platz, auf dem sich ca. 500 blaue Säcke mit Grünabfällen angesammelt hatten. In der Zeit der offiziellen Grünabfallsammlung im November haben hier einige Bürger ihren Grünabfall einfach nur abgelegt und diesen nicht in das Fahrzeug zur angegebenen Zeit eingeladen, was eine Ordnungswidrigkeit darstellt. Leider sammeln sich dann an solchen Plätzen sehr schnell immer mehr Abfälle an. Den Landkreis kostete die Entsorgung allein dieser illegal abgelagerten Grünabfälle 500 Euro.


Keine Heimatstube, sondern Zugriff
Die Flohburg im Herzen der Nordhäuser Altstadt hat schon eine bewegte Geschichte hinter sich. Sie war Theater, Bibliothek, jetzt ist „Gemälde-Galerie“. Voraussichtlich im Frühjahr 2005 wird in der – zur Zeit geschlossenen - „Flohburg“ in der Nordhäuser Altstadt ein stadthistorisches Museum öffnen. „Dies ist eines der wichtigen Projekte in der kommenden Zeit“, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke. „Mit diesem Museum werden bedeutende Aspekte unserer Stadtgeschichte deutlicher ins Bewusstsein gerückt – auch mit Blick auf Thüringen, wo unsere reiche Historie leider noch zu wenig bekannt ist.“ Zugleich werde damit der Altstadt ein Impuls gegeben, denn die „Flohburg“ werde zu einem Anziehungspunkt für die Nordhäuser und die Gäste der Stadt...ausführlich im nnz-Archiv


Abriß ermöglicht Freilegung
Vor einigen Wochen wurde in der Gedenkstätte Mittelbau-Dora der Rohbau des Lern- und Dokumentationszentrums übergeben. Nun nimmt mit dem Abriss des Hundesport-Vereinsheimes auch die Umgestaltung des ehemaligen Lagergeländes Formen an. Leitgedanke der landschaftsplanerischen Neukonzeption der Gedenkstätte ist es, bauliche Relikte sichtbar und die Struktur des ehemaligen Lagers für die Besucher lesbar zu machen. Ein wichtiger Bestandteil des Gedenkstättengeländes ist der ehemalige Industriebereich vor den Eingängen zur Stollenanlage, denn dort mussten die Häftlinge Zwangsarbeit leisten. Außerdem befand sich in diesem Bereich der Lagerbahnhof, auf dem Hunderte von Häftlingstransporten aus Buchenwald, Auschwitz und vielen anderen Lagern eintrafen. Hier wurden die Neuankömmlinge von der SS und ihren Wachhunden in Empfang genommen...ausführlich im nnz-Archiv


Urteil wurde gesprochen
Heute war der letzte Verhandlungstag im Untreueverfahren gegen einen ehemalige Kreisvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe am Amtsgericht. Das Schöffengericht verurteilte Stefan N. zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten und folgte damit dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Die Haftstrafe wurde vom Gericht zu einer Bewährung von drei Jahren ausgesetzt. Das Schöffengericht sah es als erwiesen an, dass Stefan N. in den 90er Jahren rund 150.000 Euro veruntreut haben soll. Die Einzelheiten zur Anklage und zum Verfahren mit drei Verhandlungstagen finden Sie im Archiv der nnz.
Autor: nnz

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