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Schulden

Freitag, 10. Dezember 2004, 09:06 Uhr
Nordhausen (nnz). Fast jeder hat auf die eine oder andere Art Schulden. Auch die Kommunen im Landkreis Nordhausen. Wer die größten Schuldenmacher im Landkreis sind und wer sparsam mit dem Geld der Steuerzahler umgegangen ist, das hat jetzt die nnz herausgefunden.


Es gibt zwei Möglichkeiten, die Schulden der Städte und Gemeinde darzustellen. Da ist die absolute Variante, die aber keine konkrete Aussage zuläßt. Im Landkreis Nordhausen reicht da die Spanne natürlich von Nordhausen mit fast 40 Millionen Euro Schulden bis hin zu Hamma in der Goldenen Aue. Die kleine Gemeinde bringt es auf einen Schuldenstand von 1.000 Euro, glaubt man den Experten im Statistischen Landesamt.

Aussagekräftiger ist hingegen die Höhe der Schulden je Einwohner. Da ist die kleine Gemeinde Petersdorf eindeutiger Spitzenreiter. Auf die mal gerade 370 Einwohner kommen 720.000 Euro Schulden, macht mehr als 1.900 Euro pro Petersdorfer. Auf den nächsten Plätzen dieser Aufzählung finden wir Bleicherode, Ilfeld, Niedersachswerfen, Wolkramshausen und Urbach. Alle diese Kommunen liegen im vierstelligen Bereich je Einwohner. Nordhausen führt bei dieser Betrachtungsweise das solide Mittelfeld mit 887 Euro je Einwohner an und befindet sich da in Gesellschaft von Heringen, Rodishain oder Ellrich. Noch weiter unten in der Liste ist zum Beispiel die Gemeinde Sollstedt angesiedelt, hier sind es 226 Euro je Einwohner. Diese Zahl ist um so positiver zu werten, da nach Aussage von Bürgermeister Jürgen Hohberg die Infrastruktur in der Kommune zu 80 Prozent erneuert sei.

Die niedrigste Quote haben Lipprechterode und wieder Hamma. Deren Bürger werden mal gerade mit drei Euro belastet. Bleiben noch Etzelsrode, Friedrichstahl und Herrmannsacker nachzutragen. Diese kleinen Orte haben überhaupt keine Schulden – also zweimal die Null in der Statistik.
Autor: nnz

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