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73 Jahre danach

100 weiße Rosen und ein Kranz

Mittwoch, 04. April 2018, 12:36 Uhr
100 weißen Rosen hatte die Nordhäuser Stadtverwaltung gekauft und an die Teilnehmer des offiziellen Gedenkens der Kommune an die Bombardierung von Nordhausen ausgereicht. Sie sollten für Erinnerung, Gedenken und Mahnung gleichermaßen stehen...

Nordhausen gedachte der rund 9.000 Opfer der Bombardierung im April 1945 (Foto: nnz) Nordhausen gedachte der rund 9.000 Opfer der Bombardierung im April 1945 (Foto: nnz)
Es waren denn auch rund 100 Menschen, die sich punkt 12 Uhr an der Stele vor dem Nordhäuser Rathaus versammelt hatten. Neben den Vertretern von Parteien, Institutionen und Verwaltungen waren auch viele ältere Nordhäuserinnen und Nordhäuser gekommen, um der rund 9.000 Opfer der beiden britischen Bombenangriffe vom 3. und 4. April 1945 zu gedenken.

Einige von ihnen, wie zum Beispiel der ehemalige Bürgermeister Dr. Manfred Schröter, erlebten die Angriffe als Kinder und konnten ihre Erlebnisse, aber auch ihre Erfahrungen und Schlussfolgerungen in einem zur Tradition gewordenen Zeitzeugengespräch an die junge Generation weitergeben.

Auch Oberbürgermeister Kai Buchmann erinnerte in seiner kurzen Ansprache an die schrecklichsten Tage in der Geschichte der Stadt, mahnte gleichzeitig, die Geschehnisse immer im Kontext der Geschichte einzuordnen. Er erinnerte aber auch daran, dass der Frieden und die Freiheit aktuell in der Welt wieder sehr verletzlich seien.

Gespräche mit Zeitzeugen (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen) Gespräche mit Zeitzeugen (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)
Danach legten die offiziellen Vertreter der Kommune und viele Nordhäuserinnen und Nordhäuser ihre Rosen ab. Die AfD legte einen Kranz an der Stele vor dem Rathaus nieder.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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