Gemeinsam verbessern
Montag, 06. Dezember 2004, 14:08 Uhr
Nordhausen (nnz). Es wird wieder einmal über den Bildungszustand dieses Landes diskutiert. Die nnz hatte in der vergangenen Woche einer Umfrage veröffentlicht. Jetzt haben sich auch die Lehrer in Thüringen eingemischt.
Die Inhalte der öffentlichen Debatte waren schon lange vor der zu frühen Bekanntgabe der Ergebnisse der neuen PISA-Studie zu erwarten. Nun erklärt wieder jeder, dass die Studie genau dies bestätigt, was man selbst schon lange vorher gewusst habe. In Deutschland wie in Thüringen wird die Verbesserung von Bildung und Erziehung so lange weiter behindert, wie die Schuld immer nur bei den jeweils anderen gesucht wird, kommentiert der Landesvorsitzende des Thüringer Lehrerverbandes (tlv), Rolf Busch, die Ergebnisse.
Gebraucht werde aus Sicht der Pädagogen dringend eine Umkehr im Denken und Handeln aller Beteiligten. Der tlv fordert deshalb eindringlich dazu auf, die eigentlich Handelnden – Schüler, Eltern und Pädagogen - wirklich zu unterstützen und eine Kultur der gemeinsamen Anstrengung zu entwickeln. Nicht ständig neue der Schule auferlegte Aufgaben und auch nicht Umstrukturierungenhelfen weiter, sondern kontinuierliche Anstrengungsbereitschaft im Zusammenwirken aller Beteiligten. Wer darüber hinaus erwartet, dass irgendeine Maßnahme zur Veränderung von Schule in wenigen Jahren Erfolge erkennen ließe, der ignoriert schlichtweg die Realität.
Wer den Berufsstand der Pädagoginnen und Pädagogen öffentlich kritisiere und sogar verunglimpfe, der tragte nicht zur Problemlösung bei, sondern mache sich mitschuldig an weiteren Qualitätseinbußen. Nur gemeinsam kann es gelingen, das Problem der schwierigen Schüler schrittweise zu lösen. Nur gemeinsam kann es gelingen, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit der Lehrerinnen und Lehrer trotz der tagtäglich sehr hohen Anforderungen zu erhalten.
Nur gemeinsam kann es gelingen, in den Schulklassen ein leistungsförderndes Lernklima zu entwickeln, in dem der Lehrerin/dem Lehrer mit Respekt und Achtung begegnet wird, denn darin liegt der Schlüssel für bessere Ergebnisse.
Autor: nnzDie Inhalte der öffentlichen Debatte waren schon lange vor der zu frühen Bekanntgabe der Ergebnisse der neuen PISA-Studie zu erwarten. Nun erklärt wieder jeder, dass die Studie genau dies bestätigt, was man selbst schon lange vorher gewusst habe. In Deutschland wie in Thüringen wird die Verbesserung von Bildung und Erziehung so lange weiter behindert, wie die Schuld immer nur bei den jeweils anderen gesucht wird, kommentiert der Landesvorsitzende des Thüringer Lehrerverbandes (tlv), Rolf Busch, die Ergebnisse.
Gebraucht werde aus Sicht der Pädagogen dringend eine Umkehr im Denken und Handeln aller Beteiligten. Der tlv fordert deshalb eindringlich dazu auf, die eigentlich Handelnden – Schüler, Eltern und Pädagogen - wirklich zu unterstützen und eine Kultur der gemeinsamen Anstrengung zu entwickeln. Nicht ständig neue der Schule auferlegte Aufgaben und auch nicht Umstrukturierungenhelfen weiter, sondern kontinuierliche Anstrengungsbereitschaft im Zusammenwirken aller Beteiligten. Wer darüber hinaus erwartet, dass irgendeine Maßnahme zur Veränderung von Schule in wenigen Jahren Erfolge erkennen ließe, der ignoriert schlichtweg die Realität.
Wer den Berufsstand der Pädagoginnen und Pädagogen öffentlich kritisiere und sogar verunglimpfe, der tragte nicht zur Problemlösung bei, sondern mache sich mitschuldig an weiteren Qualitätseinbußen. Nur gemeinsam kann es gelingen, das Problem der schwierigen Schüler schrittweise zu lösen. Nur gemeinsam kann es gelingen, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit der Lehrerinnen und Lehrer trotz der tagtäglich sehr hohen Anforderungen zu erhalten.
Nur gemeinsam kann es gelingen, in den Schulklassen ein leistungsförderndes Lernklima zu entwickeln, in dem der Lehrerin/dem Lehrer mit Respekt und Achtung begegnet wird, denn darin liegt der Schlüssel für bessere Ergebnisse.
