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Einwohnerzahl weiter gesunken

Dienstag, 28. August 2001, 13:36 Uhr
Nordhausen (nnz/tls). Thüringen hatte am 31. Dezember 2000 nach vorläufigen Ergebnissen 2.431.255 Einwohner. Die im Jahr 2000 günstiger verlaufende natürliche Bevölkerungsentwicklung (mehr Geburten, weniger Sterbefälle) wurde von den fast auf das 2,5-fache gegenüber 1999 angestiegenen Wanderungsverlusten überlagert. Im Ergebnis ist ein weiterer Rückwärtstrend der Thüringer Einwohnerzahlen zu verzeichnen.


Am 31. Dezember 2000 hatte Thüringen nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik 2.431.255 Einwohner, davon 1.189.951 männliche und 1.241.304 weibliche. Das waren 17.800 Personen weniger als am 31.12.1999. Dieser Bevölkerungsrückgang trat ein, obwohl die Anzahl der Geburten um fast 4 Prozent gegenüber 1999 auf fast 17.600 Lebendgeborene stieg und gleichzeitig mit ca. 26.100 etwa 2 Prozent weniger Sterbefälle zu registrieren waren. Die im Jahr 2000 günstiger verlaufende natürliche Bevölkerungsentwicklung wurde von den fast auf das 2,5-fache gegenüber 1999 angestiegenen Wanderungsverlusten so überlagert, dass im Resultat ein deutlicherer Rückwärtstrend der Thüringer Einwohnerzahlen als in den Vorjahren eintrat (1999/1998: - 13.754, 1998/1997: - 15.312, 1997/1996: - 12.971). Allein gegenüber Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen zusammengenommen verzeichnete Thüringen vom 1.1.2000 bis zum 31.12.2000 ein Negativsaldo von über 11.500 Personen. Diese erhöhten Wanderungsverluste vollzogen sich überwiegend im 2. Halbjahr 2000.

Unter den kreisfreien Städten hat nur Jena seine Einwohnerzahl seit Ende 1999 leicht um 0,1 Prozent erhöhen können. Gera verlor im gleichen Zeitraum 1,6 Prozent seiner Bevölkerung, Suhl 2,4 Prozent. Der durchschnittliche jährliche Bevölkerungsrückgang in den Landkreisen betrug mehr als 0,7 Prozent. Folgende Kreise verzeichneten im Jahr 2000 Einwohnerverluste von mehr als 1 Prozent: Altenburger Land (- 1,3 Prozent), Saalfeld-Rudolstadt (- 1,1 Prozent), Saale-Orla-Kreis (- 1,1 Prozent) und der Landkreis Greiz (- 1,0 Prozent).
Im Landkreis Nordhausen wohnten zum Ende des vergangenen Jahres 98.609 Menschen, davon 48.324 männliche und 50.285 weibliche.

Bevölkerungsbestand Thüringens am Jahresende 2000
(Fortschreibung: Ausgangsbasis 03.10.1990)

Verwaltungseinheit
monatlicher Bevölkerungsstand
(Stichtagsbestand am 31. Dezember 2000)
insgesamt
männlich
weiblich
Kreisfreie Städte
Stadt Erfurt200 56496 688103 876
Stadt Gera112 83554 39758 438
Stadt Jena99 89349 00250 891
Stadt Suhl48 02523 55824 467
Stadt Weimar62 42529 99232 433
Stadt Eisenach44 44221 45522 987
Landkreise
Eichsfeld114 10956 66357 446
Nordhausen98 60948 32450 285
Wartburgkreis144 67771 89172 786
Unstrut-Hainich-Kreis119 50459 14460 360
Kyffhäuserkreis94 34346 31848 025
Schmalkalden-Meiningen143 70270 58673 116
Gotha148 52772 75475 773
Sömmerda81 20439 98741 217
Hildburghausen73 83936 34437 495
Ilm-Kreis121 80659 78562 021
Weimarer Land91 44344 99446 449
Sonneberg67 83332 80235 031
Saalfeld-Rudolstadt132 88564 93267 953
Saale-Holzland-Kreis93 92946 49347 436
Saale-Orla-Kreis98 59248 10150 491
Greiz123 86960 35363 516
Altenburger Land114 20055 38858 812
Thüringen2 431 2551 189 951 1 241 304
kreisfreie Städte568 184275 092293 092
Landkreise1 863 07914 859948 212

Quelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Autor: nnz

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