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Streifengefahr

Donnerstag, 02. Dezember 2004, 11:09 Uhr
Nordhausen (nnz). Manche Beschlußvorlagen und Anträge der FDP-Gruppe im Nordhäuser Stadtrat haben einen ganz besonderen Charme. Sie sind von Hand geschrieben. Ende November ist ein Brief von Stadtrat Martin Höfer an den Behindertenbeauftragen der Stadt Nordhausen geschickt worden. Handschriftlich versteht sich...


FDP-Mann Höfer macht in dem Schreiben an Dr. Klaus Gebhardt (SPD) auf den Behindertenstreifen aufmerksam, der mit der Sanierung der Rautenstraße in den Gehwegbereich eingelassen wurde. „Das Problem bei dem Behindertenstreifen ist, daß dieser gleichzeitig den Radweg vom Bürgersteig trennt. Geht der Sehbehinderte auf der rechten Seite der Rautenstraße in Richtung Bahnhof und ist dieser auch noch Rechtshänder, er hält also seinen Blindenstock in der rechten Hand, so läuft er unweigerlich auf dem Radweg, denn der ist als solcher von dem Behinderten nicht zu erkennen. Ein sich vom Rathaus in Richtung Bahnhof bewegender Radfahrer hätte bei der abschüssigen Straße gute Chancen, den Behinderten an- oder umzufahren.“

Weiterhin merkt Martin Höfer an, das es in umgekehrter Richtung für den sehbehinderten Fußgänger nicht so gefährlich ist, da die Radfahrer bergauf nicht das Tempo erreichen wie hinunter. Eine Änderung dieser Situation hält der FDP-Mann für geboten. „Es empfiehlt sich, die Stadtplanungsamtschefin und die verantwortlichen Planer diesbezüglich aufzufordern“, schreibt Höfer abschließend.
Autor: nnz

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