Gewählt
Mittwoch, 01. Dezember 2004, 19:38 Uhr
Nordhausen (nnz). Mit Spannung wurde heute die Wahl des ersten hauptamtlichen Beigeordneten der Stadt Nordhausen erwartet. Spannend deshalb, weil die PDS vielleicht eine unsichere Bank war und weil das Abstimmungsverhalten der CDU völlig offen schien. Das Wahlergebnis war wohl auch deshalb eine Überraschung.
Gewählt (Foto: nnz)
Um es gleich vornweg zu nehmen. Von den 35 anwesenden Stadträten votierten 32 für Matthias Jendricke. Zwei Stimmen und eine Enthaltung fielen auf einen der drei anderen Kandidaten. Die Überraschung über das klare Ergebnis war denn auch Jendricke selbst anzusehen. Der nahm fast ungläubig Blumen und Glückwünsche entgegen. Es herrschte im Stadtrat also wieder Freude und politischer Frieden. Zu interpretieren ist das Wahlergebnis kaum, außer, dass es unter den vier Bewerbern wohl keinen Besseren gegeben hatte, der auch die Kriterien der Ausschreibung hätte erfüllen können.
Beworben hatten sich mit Jendricke noch drei Männer – allesamt mit kommunalpolitischer Erfahrung und trotzdem hatte jeder seinen Makel. Der eine verfügt über keine Erfahrung im Finanzwesen, ein anderer hatte sich beworben, weil seine Stelle als Beigeordneter in Forst im kommenden Jahr ersatzlos wegfallen wird.
Wenn man die Befindlichkeiten im Vorfeld der Wahl heute ausklammern wollte, dann hätte sich die CDU der Jendricke-Wahl zwar verweigern können, doch das wäre einem politischen Affront gleichgekommen, den es im Nordhäuser Stadtrat so noch nicht gegeben hatte. Oder war die CDU doch eingeschüchtert worden und fürchtet im Jahr 2006 um ihren Resteinfluß? Die Drohung der SPD im Vorfeld der heutigen Wahl war nicht nur dilettantisch, sie hatte auch für Verstimmung in der Nordhäuser Rathausspitze gesorgt. Der SPD-Führung hatten das Klaus Wahlbuhl und Barbara Rinke in dieser Woche noch einmal deutlich gesagt. Die Wogen waren schließlich in einem Gespräch mit dem CDU-Fraktionsvorstand geglättet worden.
Und so herrschte bei weihnachtlich gedeckten Tischen im Stadtrat dann doch wieder die friedliche Stimmung, wie sie in der Vorweihnachtszeit einfach unverzichtbar ist. Oder anders ausgedrückt: Die Nationale Front hatte gewählt.
Ach ja, dann wurden ja auch noch die ehrenamtlichen Beigeordneten gewählt. Auch da keine Überraschung. Matthias Mitteldorf (PDS) wurde mit 20 Ja-Stimmen, 11 Enthaltungen und 3 Nein-Stimmen zum ersten ehrenamtlichen Beigeordneten gewählt, für Dr. Manfred Schröter (CDU) als zweiten ehrenamtlichen Beigeordneten stimmten alle 34 anwesenden Stadträte.
Autor: nnz
Gewählt (Foto: nnz)
Um es gleich vornweg zu nehmen. Von den 35 anwesenden Stadträten votierten 32 für Matthias Jendricke. Zwei Stimmen und eine Enthaltung fielen auf einen der drei anderen Kandidaten. Die Überraschung über das klare Ergebnis war denn auch Jendricke selbst anzusehen. Der nahm fast ungläubig Blumen und Glückwünsche entgegen. Es herrschte im Stadtrat also wieder Freude und politischer Frieden. Zu interpretieren ist das Wahlergebnis kaum, außer, dass es unter den vier Bewerbern wohl keinen Besseren gegeben hatte, der auch die Kriterien der Ausschreibung hätte erfüllen können. Beworben hatten sich mit Jendricke noch drei Männer – allesamt mit kommunalpolitischer Erfahrung und trotzdem hatte jeder seinen Makel. Der eine verfügt über keine Erfahrung im Finanzwesen, ein anderer hatte sich beworben, weil seine Stelle als Beigeordneter in Forst im kommenden Jahr ersatzlos wegfallen wird.
Wenn man die Befindlichkeiten im Vorfeld der Wahl heute ausklammern wollte, dann hätte sich die CDU der Jendricke-Wahl zwar verweigern können, doch das wäre einem politischen Affront gleichgekommen, den es im Nordhäuser Stadtrat so noch nicht gegeben hatte. Oder war die CDU doch eingeschüchtert worden und fürchtet im Jahr 2006 um ihren Resteinfluß? Die Drohung der SPD im Vorfeld der heutigen Wahl war nicht nur dilettantisch, sie hatte auch für Verstimmung in der Nordhäuser Rathausspitze gesorgt. Der SPD-Führung hatten das Klaus Wahlbuhl und Barbara Rinke in dieser Woche noch einmal deutlich gesagt. Die Wogen waren schließlich in einem Gespräch mit dem CDU-Fraktionsvorstand geglättet worden.
Und so herrschte bei weihnachtlich gedeckten Tischen im Stadtrat dann doch wieder die friedliche Stimmung, wie sie in der Vorweihnachtszeit einfach unverzichtbar ist. Oder anders ausgedrückt: Die Nationale Front hatte gewählt.
Ach ja, dann wurden ja auch noch die ehrenamtlichen Beigeordneten gewählt. Auch da keine Überraschung. Matthias Mitteldorf (PDS) wurde mit 20 Ja-Stimmen, 11 Enthaltungen und 3 Nein-Stimmen zum ersten ehrenamtlichen Beigeordneten gewählt, für Dr. Manfred Schröter (CDU) als zweiten ehrenamtlichen Beigeordneten stimmten alle 34 anwesenden Stadträte.
