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Markt der Ideen

Montag, 29. November 2004, 16:00 Uhr
Nordhausen (nnz). Alljährlich geht es im BIC Nordthüringen bei Nordhausen wie auf einem Markt zu. Da präsentieren Firmen der Region ihr innovatives Potential, zeigen neue Trends und Ideen auf. Einige von ihnen werden sogar ausgezeichnet.


Markt der Ideen (Foto: nnz) Markt der Ideen (Foto: nnz) Zum zehnten Mal sind Firmen aus dem Landkreis Nordhausen mit dem Innovationspreis ausgzeichnet worden. Zum sechsten Mal ist diese Preisverleihung in den „Innovationsmarkt Nordthüringen“ eingebettet worden. Da wurden im BIC Nordthüringen nicht nur die neuesten Trends oder Produkte gezeigt, da wurde auch diskutiert und beraten. In diesem Jahr konnte Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) wiederum als Referent gewonnen werden. In seiner Rede ging der Minister auf die wirtschaftliche Entwicklung der Nordthüringer Region ein, die sich offiziell Regionale Planungsgemeinschaft nennt.

Bei aller Zugehörigkeit zu einer Region, so gebe es doch einige Unterschiede in der wirtschaftlichen Entwicklung. Das Schlußlicht, glaubt man den Zahlen des Statistischen Landesamtes, ist nunmal der Landkreis Nordhausen. Das allerdings muß relativ gesehen werden. So sei zum einen die Ausgangsbasis der Berechnungen sehr unterschiedlich, zum anderem mußte der Landkreis Nordhausen auch viele Rückschläge hinnehmen. Besonders die Aufgabe des Reemtsma-Standortes fällt da negativ ins statistische „Kontor“.

Als wichtigsten Grund für die immer noch schleppende Entwicklung sieht Reinholz die derzeitige Infrastruktur an und setzt auf die A 38. Wenn diese Trasse fertig sei, dann wäre auch der Landkreis Nordhausen für Investoren noch interessanter. Hinzu käme dann ein Industriegebiet in der Goldenen Aue. Wie die A 38 Investoren ziehe, würden die Gewerbegebiete im Landkreis Eichsfeld sowie die Ansiedlung der Klemme AG in Nordhausen deutlich zeigen. Die Trasse der A 38 sei nicht nur eine weitere Autobahn in Deutschland, sie sei auch die erste Verbindung zwischen dem Ruhrgebiet und dem mitteldeutschen Raum. „Da wird nicht nur durchgefahren“, prognostiziert Jürgen Reinholz.

Wichtig sei aus Sicht von Landrat Joachim Claus (CDU) vor allem, daß die Region auch einheitlich auftrete. Vor allem dürfe nicht weiter zugelassen werden, daß Minderheiten mit ihren Meinungen die Oberhand gewinnen, er wünsche sich mehr Stimmung von denen, die für ein Vorhaben sind, zum Beispiel für das Industriegebiet. „Manchmal habe ich das Gefühl, wir haben hier bei uns nur noch Bedenkenträger“, so Claus und verwies auf den Autobahnabschnitt zwischen Bleicherode und Breitenworbis, der vielleicht auch schon zwei Jahre früher hätte fertig sein können.

Am Nachmittag wurde dann der Innovationspreis des Landkreises Nordhausen vergeben. Insgesamt ist der Preis, der von der Kreissparkasse Nordhausen gestiftet wird, mit 5.000 Euro dotiert. In diesem Jahr geht der erste Preis an die adapt engineering gmbh für die Entwicklung eines geregelten Abgasrückführsystems für einen Dieselmotor. Damit soll der Stickstoff- und Partikelausstoß entscheidend verringert werden. Den zweiten Preis erhält die FMN communications GmbH für die Etnwicklung eines Wireless Sensor Networks. Damit wird der Aufbau sich selbst organisierender Sensornetzwerke ermöglicht. Helmuth Rauscher bekommt den dritten Preis für die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von nicht brennbaren Spanplatten. Insgesamt hatte sich in diesem Jahr sieben Unternehmen für den Innovationspreis beworben.
Autor: nnz

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