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„Nein zu Gewalt an Frauen!“

Dienstag, 23. November 2004, 17:05 Uhr
Nordhausen (nnz). An vielen Gebäuden in der Stadt Nordhausen wehen in diesen Tagen Fahnen. Sie künden davon, dass sich Menschen in dieser Stadt gegen Gewalt an Frauen aussprechen. Zum Hintergrund der Aktion geht es mit einem Klick.


„Es ist unabdingbar, auch für die erfolgreiche weitere Umsetzung des Gewaltschutzgesetzes, ein flächendeckendes und wohnortnahes Netzwerk von Frauenhäusern und Beratungsstellen zu erhalten,“ sagte jetzt die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Nordhausen, Stefani Müller. Dafür wehen wieder in dieser Woche die blauen Fahnen am Nordhäuser Rathaus. Die anlässlich des 25. November entwickelte Fahnenaktion von TERRE DES FEMMES sei erstmals 2001 bundesweit von zahlreichen Frauenbeauftragten und vielen anderen Verbänden aufgegriffen worden, erklärt sie. Allein im letzten Jahr seien bundesweit 2.100 Fahnen in rund 800 Gemeinden und Städten gehisst worden. Darüber hinaus beteiligten sich zusätzlich inzwischen auch zahlreiche Verbände im deutschsprachigen Ausland an der Kampagne.

Der Gedenktag am 25. November geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo beteiligt.

Der Mut der Mirabal-Schwestern bei ihrem Kampf gegen den Tyrannen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht entwickeln. 1981 wird der 25. November ein internationaler Gedenktag: Auf einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen in Bogotá in Kolumbien würdigten die Teilnehmerinnen diese Frauen und riefen das Todesdatum der drei Frauen zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen aus. Seit 1999 ist der 25. November auch von den Vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag anerkannt.
Autor: nnz

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