Den Wählern schuldig
Samstag, 20. November 2004, 13:04 Uhr
Nordhausen (nnz). Hinter verschlossenen Türen zerbrachen sich kurz vor dem Wochenende die Nordhäuser Sozialisten die Köpfe über die Zukunft ihrer Basis-Organisation. Was da dabei herauskam, das erfahren Sie mit einem einzigen Klick.
Eigentlich kam nichts heraus, denn ein neuer Vorsitzender der stärksten BO im Landkreis ist in weite Ferne gerückt. In diesem Jahr wird sich da kaum was ändern. Der jetzige Vorstand sei zwar entlastet worden, doch der muß die Geschäfte noch bis zum Januar führen (nnz berichtete bereits). Führen über Weihnachten, dass bedeutet in erster Linie suchen. Suchen nicht nach dem Christkinde, sondern nach einem neuen Vorsitzenden und einem neuen Vorstand. Wer aber glaubt, dass sich über die Feiertage das so leicht zu bewerkstelligen ließe, der irrt gewaltig.
Wenn mit der offiziellen Verlautbarung vom Kreisvorstand auch jede Menge Optimismus mit Dank und Anerkennung, mit Kritik an Hartz IV und so weiter verbreitet wird - Fakt ist: Die PDS steckt in einer hausgemachten Krise, die immer wieder an Personen festgemacht werden muß. Die politische Halbwertzeit der PDS-Vorständler in Stadt und Landkreis ist die geringste im Vergleich mit anderen Parteien. Das wird von der Öffentlichkeit kaum bemerkt, man ist bei Parteiproblemen immer gern unter sich.
Doch seit den vergangenen Landtags- und Kommunalwahlen, bei denen die PDS überall zulegen konnte, hat sich eigentlich auch ihr Verantwortungsbedürfnis erhöhen müssen. Was sagen die Sozialisten eigentlich nicht nur ihren Parteifreunden, sondern vor allem den Wählern, dass sie nicht in der Lage sind, eine stabile Führung in der größten Basisorganisation zu finden? Mit den Wahlergebnissen, das sollten die PDS-ler doch endlich realisieren, sind sie mehr denn je in der politischen Pflicht und sollten aus dem Stadium eines Plauderklubs herauskommen, in dem jeder Mal den Chef spielen kann, nur weil er denkt, dass seine Zeit gekommen ist.
Autor: nnzEigentlich kam nichts heraus, denn ein neuer Vorsitzender der stärksten BO im Landkreis ist in weite Ferne gerückt. In diesem Jahr wird sich da kaum was ändern. Der jetzige Vorstand sei zwar entlastet worden, doch der muß die Geschäfte noch bis zum Januar führen (nnz berichtete bereits). Führen über Weihnachten, dass bedeutet in erster Linie suchen. Suchen nicht nach dem Christkinde, sondern nach einem neuen Vorsitzenden und einem neuen Vorstand. Wer aber glaubt, dass sich über die Feiertage das so leicht zu bewerkstelligen ließe, der irrt gewaltig.
Wenn mit der offiziellen Verlautbarung vom Kreisvorstand auch jede Menge Optimismus mit Dank und Anerkennung, mit Kritik an Hartz IV und so weiter verbreitet wird - Fakt ist: Die PDS steckt in einer hausgemachten Krise, die immer wieder an Personen festgemacht werden muß. Die politische Halbwertzeit der PDS-Vorständler in Stadt und Landkreis ist die geringste im Vergleich mit anderen Parteien. Das wird von der Öffentlichkeit kaum bemerkt, man ist bei Parteiproblemen immer gern unter sich.
Doch seit den vergangenen Landtags- und Kommunalwahlen, bei denen die PDS überall zulegen konnte, hat sich eigentlich auch ihr Verantwortungsbedürfnis erhöhen müssen. Was sagen die Sozialisten eigentlich nicht nur ihren Parteifreunden, sondern vor allem den Wählern, dass sie nicht in der Lage sind, eine stabile Führung in der größten Basisorganisation zu finden? Mit den Wahlergebnissen, das sollten die PDS-ler doch endlich realisieren, sind sie mehr denn je in der politischen Pflicht und sollten aus dem Stadium eines Plauderklubs herauskommen, in dem jeder Mal den Chef spielen kann, nur weil er denkt, dass seine Zeit gekommen ist.
