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Viel Ehre für's Amt

Donnerstag, 18. November 2004, 18:50 Uhr
Nordhausen (nnz). Freiwillig unentgeltlich helfen, wer macht das schon? So wenige sind das nicht in Thüringen, und auch nicht in Nordhausen. Damit sie ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden, gab es heute eine Veranstaltung.

Viel Ehre für's Amt (Foto: nnz) Viel Ehre für's Amt (Foto: nnz)

Ehrenamtliche Arbeit in den Bereichen Kultur, Sport, Soziales, Jugend, Gesundheit oder Umwelt machen das Leben in den Gemeinden attraktiver. Das muß gewürdigt werden, meint Landrat Joachim Claus, der heute in die Aula des Herder-Gymnasiums eingeladen hatte. Gemeinsam mit der zweiten Beigeordneten Loni Grünwald begrüßte er die Gäste. Frau Grünwald freute sich, daß sie unter den Auszuzeichnenden so viele bekannte Gesichter sah, die sich schon lange ohne Bezahlung engagieren.

Sogar der Sozialminister war für die Auszeichnung ehrenamtlich Tätiger nach Nordhausen geladen. Klaus Zeh kam nicht, auch die Geschäftsführerin der Thüringer Ehrenamtsstiftung, Brigitte Manke, schickte nur ihr Grußwort. Lag's am schlechten Wetter, daß sie sich nicht her trauten?

Loni Grünwald verlaß die Botschaft der Ehrenamtsstiftung. Die unbezahlte Arbeit für die Gesellschaft schaffe Vertrauen, schaffe ein Zusammengehörigkeitsgefühl und stehe für Solidarität, stand dort geschrieben. Am 09. Januar 2002 wurde die Thüringer Ehrenamtsstiftung gegründet, um dieser Art von Arbeit mehr Öffentlichkeit und Bestätigung zukommen zu lassen. Am 02.06.2004 bekamen die ersten acht Bürger ihr Ehrenamtszertifikat.

Heute wurden sechs Personen und vier Vereine ausgezeichnet. Blumen gab es, eine Urkunde und eine kleine Anerkennung finanzieller Art für die ausgezeichneten Bürger. Im Bereich des Sports sind die meisten aktiv, aber auch von Selbsthilfegruppen, der Behindertenarbeit und aus den Freikirchen kommen aktive Menschen. Ein besonderer Dank ging an die ehrenamtlichen Umweltinspektoren des Landkreises.

Nach musikalischen Darbietungen der Kreismusikschule trug Landrat Claus noch die Grußworte des Sozialministers vor. Der lobte die bei den Thüringern ausgeprägte Kultur des Helfens, beklagte sich aber darüber, daß dies zu wenig in der Öffentlichkeit wahrgenommen werde. Meist seien die Aktivitäten im Alltag zu finden und damit wenig spektakulär. Ehrenamtliche Arbeit gehöre mehr von den Medien beachtet, mahnte er an. Die verschiedenen Aktiven, die sich zum Teil nicht untereinander kannten, hatten nach den Reden noch Zeit zum Austausch und Beisammensein.
Autor: wf

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