Bestsellerautorin Marita Vollborn
Vom Ende des Niedersächsischen Gipskarsts
Donnerstag, 18. Januar 2018, 06:57 Uhr
Gipskarstlandschaft adé – Das brachiale Sterben eines Biodiversität Hotspots. So lautet ein Beitrag der renommierten investigativen Wissenschaftsjournalistin, Bestsellerautorin und Vorsitzenden der BUND-Ortsgruppe Osterode, Marita Vollborn, über das Ende des Südharzer Gipskarsts in Niedersachsen...
In seiner Neujahresansprache verkündete unser Landrat Matthias Jendricke, dass ein Urteil des Oberverwaltungsgerichtes vermutlich zu weiteren Ausweisungen von Gips- und Anhydritabbaugebieten führen wird. Man müsse wohl beim Gipsabbau - unter Beachtung der naturschutzrechtlichen Vorgaben - zu einem Kompromiss mit den abbauenden Firmen gelangen, auch um unsere einmalige Landschaft so weit wie möglich an anderen Stellen zu erhalten.
Dass solche und andere, ähnlich versöhnlich klingenden Worte über Jahrzehnte unter marktwirtschaftlichen Verhältnissen auch in den Verwaltungszentren des Niedersächsischen Gipskarsts gefallen sind, steht außer Frage. Erschreckend ist nur, wohin sie geführt haben.
Wie sich Entscheidungen pro Gipsabbau und angebliche Kompromisse zwischen Ökonomie und Ökologie schon bald auf die Südharzer Karstlandschaft auswirken können, zeigt der oben genannte Beitrag in schonungsloser Weise. Sprachlos machen die von Marita Vollborn offengelegten Gesetzesverstöße, die Verflechtungen zwischen Politik, Wirtschaft und Verwaltung und deren gemeinsame Beschwichtigungsversuche zugunsten des Profits.
Am Ende, und das erscheint mit 21 und bald 24 Steinbrüchen im Niedersächsischen Gipskarst fast erreicht, steht die ungebremste Vernichtung einer einmaligen Landschaft. Hoffen wir, dass die Verhältnisse im Thüringer Gipskarst nicht zur Blaupause des westlichen Nachbarn werden.
Mit ihrer Reportage spricht die Journalistin eine Warnung aus, die auch an unsere Thüringer Politiker und an unsere Bevölkerung gerichtet ist, - bevor es auch für unsere Landschaft zu spät ist.
Denn am Beginn stand, um wieder zur Neujahrsansprache unseres Landrats zurückzukehren, auch in Niedersachsen die Ausweisung von Abbaugebieten für die Gipsindustrie.
Bodo Schwarzberg
Autor: redIn seiner Neujahresansprache verkündete unser Landrat Matthias Jendricke, dass ein Urteil des Oberverwaltungsgerichtes vermutlich zu weiteren Ausweisungen von Gips- und Anhydritabbaugebieten führen wird. Man müsse wohl beim Gipsabbau - unter Beachtung der naturschutzrechtlichen Vorgaben - zu einem Kompromiss mit den abbauenden Firmen gelangen, auch um unsere einmalige Landschaft so weit wie möglich an anderen Stellen zu erhalten.
Dass solche und andere, ähnlich versöhnlich klingenden Worte über Jahrzehnte unter marktwirtschaftlichen Verhältnissen auch in den Verwaltungszentren des Niedersächsischen Gipskarsts gefallen sind, steht außer Frage. Erschreckend ist nur, wohin sie geführt haben.
Wie sich Entscheidungen pro Gipsabbau und angebliche Kompromisse zwischen Ökonomie und Ökologie schon bald auf die Südharzer Karstlandschaft auswirken können, zeigt der oben genannte Beitrag in schonungsloser Weise. Sprachlos machen die von Marita Vollborn offengelegten Gesetzesverstöße, die Verflechtungen zwischen Politik, Wirtschaft und Verwaltung und deren gemeinsame Beschwichtigungsversuche zugunsten des Profits.
Am Ende, und das erscheint mit 21 und bald 24 Steinbrüchen im Niedersächsischen Gipskarst fast erreicht, steht die ungebremste Vernichtung einer einmaligen Landschaft. Hoffen wir, dass die Verhältnisse im Thüringer Gipskarst nicht zur Blaupause des westlichen Nachbarn werden.
Mit ihrer Reportage spricht die Journalistin eine Warnung aus, die auch an unsere Thüringer Politiker und an unsere Bevölkerung gerichtet ist, - bevor es auch für unsere Landschaft zu spät ist.
Denn am Beginn stand, um wieder zur Neujahrsansprache unseres Landrats zurückzukehren, auch in Niedersachsen die Ausweisung von Abbaugebieten für die Gipsindustrie.
Bodo Schwarzberg
