nnz-online

Erinnerung in Worten und Bildern

Mittwoch, 17. November 2004, 11:23 Uhr
Limlingerode (nnz). Vor 140 Jahren wurde eine Lyrikerin und Erzählerin geboren, nach der auch in Nordhausen eine Straße benannt ist. Diese Frau soll in der „Dichterstätte Sarah Kirsch“ näher vorgestellt werden.


Am letzten Novembersamstag (27.11.) sind nicht nur Literaturfreunde um 14.30 Uhr herzlich eingeladen, der Dichtung Ricarda Huchs (1864 - 1947) in den Räumen der Dichterstätte in Limlingerode zu lauschen. Anlässlich der Verleihung des Goethe-Preises an sie im Jahr 1931 pries die Stadt Frankfurt am Main die große Lyrikerin, Erzählerin und Essayistin Ricarda Huch folgendermaßen: „.. eine große Erzählerin, vielseitig im Stofflichen und in der Fülle des Erlebens, bedeutend und fesselnd in der Anlage, ein Werk, so eigenwillig in der Energie, in der Gestaltung und dem Bekennen, in der Vorliebe für ereignisschwere, gedankenreiche Epochen, ein Werk voll magischen Zaubers.“

Huch studierte Geschichte, Philologie und Philosophie in Zürich. Als erste deutsche Frau promovierte sie 1899. Zahlreiche historische, philosophische und literaturwissenschaftliche Abhandlungen begründen neben ihrem bedeutenden literarischem Werk, den Gedichten, Erzählungen und Romanen, den Ruhm dieser einzigartigen Frau, die 1947 in Berlin zur ersten Nachkriegspräsidentin des deutschen Schriftstellerverbandes gewählt wurde. In der Dichterstätte werden ihre Gedichte vorgestellt, außerdem Auszüge aus dem Roman „Der große Krieg“ gelesen, in dem sie dem Dreißigjährigen Krieg ein unvergleichliches Denkmal setzte. Als Drittes hört man Ricarda Huchs Darstellung der Romantik.

Zu den farbenreichen Zeit- und Menschengemälden der Dichterin passen die Bilder Karin Kiskers, die den „Zeitenlauf Tausendsprung“ bilden, und die auf vielfachen Wunsch im „Salong Musenbundt“ gezeigt werden.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de