Auf nach Sömmerda
Donnerstag, 18. November 2004, 07:10 Uhr
Nordhausen/Sömmerda (nnz). Wer ein richtiger Nordhäuser Patriot ist, der wendet den Blick am Samstag Richtung Sömmerda, wo die Wacker-Fußballer den Klassenerhalt perfekt machen und ihren 12. Sieg in Folge einfahren wollen.
Vergangenen Samstag um 15.48 Uhr wurden die letzten Blätter von den herbstlichen Bäumen im Umkreis des Albert-Kuntz-Sportparks geweht. Ursache war ein kollektives Ausatmen von gut und gern 400 Fußball-Fans, die eben den Schlusspfiff im Punktspiel zwischen Wacker und Blau-Weiss Neustadt gehört hatten.
Wacker rettete mit Glück und Geschick einen knappen 3:2-Vorsprung über die Nachspielzeit.
Präsident Kell freute sich über die eben eingefahrenen drei Punkte und konstatierte, dass die Nordhäuser nun mit dem Abstieg in der Landesklasse Ost nichts mehr zu tun hätten und sich neue Ziele für die restliche Saison stecken könnten. Vorausgesetzt, die Truppe gewinnt Samstag das Nachholespiel in Sömmerda. Dann hätte Wacker nämlich schon 40 Punkte auf dem Konto und das reicht erfahrungsgemäß sogar in der Bundesliga aus, die Klasse zu halten, stellte Kell erleichtert fest.
Da will ihm niemand widersprechen, auch wenn der inzwischen 11. Sieg in Folge gegen die junge Neustädter Mannschaft hart erkämpft war. Neben der ebenso frechen wie wirkungsvollen Gegenwehr des vom Ex-Nationalspieler Matthias Liebers hervorragend eingestellten Teams, machten sich die Wackeraner hauptsächlich selbst das Leben schwer. Zu viele oftmals wunderschön herausgespielte Chancen wurden nicht verwertet. Das ist das größte Manko bei Etzrodts Jungs, die in Lars Pohl derzeit ihren eiskalten Goalgetter haben (schon 13 Tore in der laufenden Saison!)
Die Abwehr, in den letzten Heimspielen kaum geprüft, musste gleich zweimal gegnerischen Torjubel ertragen und feststellen, dass ausgebuffte Stürmer wie Neustadts André Scheuerl enger gedeckt werden müssen
.
Der Warnschüsse fürs Spiel in Sömmerda hat es also genug gegeben, während sich Wackers nächster Gastgeber in seinem Heimspiel gegen den Neuling Fahner Höhe nicht mit Ruhm bekleckerte und über ein 1:1 nicht hinauskam.
A pro pos Fahner Höhe – je länger Wackers Niederlage dort zurückliegt, desto dankbarer müssen wir den Randerfurtern dafür sein, dass sie unser Team so brutal aufgeweckt haben. Das Dutzend an Punktspielsiegen in Serie sollte am Samstag schnell noch voll gemacht werden. Dieser Vereinsrekord ist zwar jetzt schon beachtlich, aber was ist er letztlich gegen Arsenal Londons 45 Spiele ohne Niederlage?
Bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
Autor: oschVergangenen Samstag um 15.48 Uhr wurden die letzten Blätter von den herbstlichen Bäumen im Umkreis des Albert-Kuntz-Sportparks geweht. Ursache war ein kollektives Ausatmen von gut und gern 400 Fußball-Fans, die eben den Schlusspfiff im Punktspiel zwischen Wacker und Blau-Weiss Neustadt gehört hatten.
Wacker rettete mit Glück und Geschick einen knappen 3:2-Vorsprung über die Nachspielzeit.
Präsident Kell freute sich über die eben eingefahrenen drei Punkte und konstatierte, dass die Nordhäuser nun mit dem Abstieg in der Landesklasse Ost nichts mehr zu tun hätten und sich neue Ziele für die restliche Saison stecken könnten. Vorausgesetzt, die Truppe gewinnt Samstag das Nachholespiel in Sömmerda. Dann hätte Wacker nämlich schon 40 Punkte auf dem Konto und das reicht erfahrungsgemäß sogar in der Bundesliga aus, die Klasse zu halten, stellte Kell erleichtert fest.
Da will ihm niemand widersprechen, auch wenn der inzwischen 11. Sieg in Folge gegen die junge Neustädter Mannschaft hart erkämpft war. Neben der ebenso frechen wie wirkungsvollen Gegenwehr des vom Ex-Nationalspieler Matthias Liebers hervorragend eingestellten Teams, machten sich die Wackeraner hauptsächlich selbst das Leben schwer. Zu viele oftmals wunderschön herausgespielte Chancen wurden nicht verwertet. Das ist das größte Manko bei Etzrodts Jungs, die in Lars Pohl derzeit ihren eiskalten Goalgetter haben (schon 13 Tore in der laufenden Saison!)
Die Abwehr, in den letzten Heimspielen kaum geprüft, musste gleich zweimal gegnerischen Torjubel ertragen und feststellen, dass ausgebuffte Stürmer wie Neustadts André Scheuerl enger gedeckt werden müssen
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Der Warnschüsse fürs Spiel in Sömmerda hat es also genug gegeben, während sich Wackers nächster Gastgeber in seinem Heimspiel gegen den Neuling Fahner Höhe nicht mit Ruhm bekleckerte und über ein 1:1 nicht hinauskam.
A pro pos Fahner Höhe – je länger Wackers Niederlage dort zurückliegt, desto dankbarer müssen wir den Randerfurtern dafür sein, dass sie unser Team so brutal aufgeweckt haben. Das Dutzend an Punktspielsiegen in Serie sollte am Samstag schnell noch voll gemacht werden. Dieser Vereinsrekord ist zwar jetzt schon beachtlich, aber was ist er letztlich gegen Arsenal Londons 45 Spiele ohne Niederlage?
Bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
