Schnelle Hilfe bei Unfällen
Freitag, 12. November 2004, 14:10 Uhr
Nordhausen (nnz). Ein Fahrradunfall passiert oft ganz schnell. Einen Moment nicht aufgepaßt, egal ob selbst oder ein anderer, dann ist freut man sich wenn Hilfe kommt. Diese Erfahrung machte heute auch der vierzehnjährige Mark.
Schnelle Hilfe bei Unfällen (Foto: nnz)
Der Schüler der Lessingschule war mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Turnhalle, da übersah er den Bordstein und stürzte. Sein rechter Arm schmerzte und er blutende aus einer Wunde auf seiner Stirn. Zahlreiche schaulustige Mitschüler standen herum und wußten nicht, was sie tun sollten. Die Helfer mit ihrem Rettungsrucksack eilten herbei. Rene, Alexander und Ricardo schafften sich Platz und untersuchten den Verletzten. Sie legen ihm einen Kopfverband an, schienen seinen Arm, der könnte nämlich gebrochen sein, und wickeln ihn in eine Rettungsdecke.
Bald erreicht der alarmierte Rettungswagen den Schulhof. Die Sanitäter begutachten Marks Verletzungen und entscheiden sich, ihn ins Krankenhaus zu transportieren. Durch den Sturz könnte er sich eine Gehirnerschütterung zugezogen haben. Auf einer Bahre geht es in den Rettungswagen und mit Blaulicht vom Schulhof. Auch die Schulsanitäter sind froh, daß sie helfen konnten.
Fünf Minuten später ist Mark wieder zurück. Er ist "geheilt", befreit von Schiene und Kopfverband. Sein Unfall war ein Trainingseinsatz für die jungen Sanitäter seiner Schule. Der Vierzehnjährige gehört auch zu der Gruppe, die bereits im zweiten Jahr an der Lessingschule aktiv ist. Nach anfänglichen Sticheleien "Der simuliert ja bloß", beeindruckte die Übung auch die anderen Schüler. Besonders der Rettungswagen nötigte ihnen Respekt ab.
Dabei muß man doch keine Angst haben im Notfall Hilfe zu leisten. Falls was schiefgehen sollte, wird ein Laienhelfer gar nicht belangt. Noch besser ist es, wenn alles klappt, und das können die Schüler der Lessingschule und alle interessierten Jugendlichen lernen.
Nach der Übung fand eine kurze Auswertung statt. Ausbilderin Katrin Foller ist zufrieden mit dem Einsatz der Jungen. Sie haben schnell reagiert und wußten was sie tun konnten. Wichtig ist auch, daß der "erwachsene" Rettungsdienst angerufen wird, sobald die Unfälle kleine Kratzer übersteigen. Daran haben die Schüler gedacht. Die Zusammenarbeit mit den eintreffenden Rettungsassistenten klappte ebenfalls.
Der Kreisverband der Johanniter-Jugend macht es möglich, daß wieder Schulsanitäter ausgebildet werden. Katrin Foller übt jede Woche mit den Jugendlichen die Maßnahmen der Ersten Hilfe. Auch die Wiederbelebung und das Schienen von Knochenbrüchen stehen auf dem Programm. Nach erfolgreicher Kursteilnahme können die Schüler einen Erste-Hilfe Schein erwerben, der für den Führerschein anerkannt wird. Natürlich dürfen sie auch an den Wettbewerben der Sanitäter teilnehmen und sich mit anderem Jugendlichen aus dem Landkreis messen.
Die Lessingschule ist nicht die einzige, die junge Retter ausbilden läßt. Ein Notfallrucksack, der neben Verbandsmaterial auch Schienen für Brüche enthält, steht in der Schule bereit. Er wurde von den Johannitern besorgt. Über Funkgeräte können die Schulsanitäter schnell alarmiert werden.
Wer die Übung live erleben durfte und nun selbst helfen lernen möchte, sollte sich schnell bei der Johanniter-Jugend melden. Anja Jödecke als Kreisjugendleiterin freut sich über den Anruf interessierter Kinder und Jugendlicher aus allen Schulen. Unter 03631/90590 oder direkt beim Kreisverband Nordhausen in der Dr.-Külz Straße 5 könnt ihr mehr über den Jugendsanitätsdienst erfahren und euch gleich dafür anmelden. Denn eines ist sicher:"Helfen macht Freu(n)de!"
Autor: wf
Schnelle Hilfe bei Unfällen (Foto: nnz)
Der Schüler der Lessingschule war mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Turnhalle, da übersah er den Bordstein und stürzte. Sein rechter Arm schmerzte und er blutende aus einer Wunde auf seiner Stirn. Zahlreiche schaulustige Mitschüler standen herum und wußten nicht, was sie tun sollten. Die Helfer mit ihrem Rettungsrucksack eilten herbei. Rene, Alexander und Ricardo schafften sich Platz und untersuchten den Verletzten. Sie legen ihm einen Kopfverband an, schienen seinen Arm, der könnte nämlich gebrochen sein, und wickeln ihn in eine Rettungsdecke. Bald erreicht der alarmierte Rettungswagen den Schulhof. Die Sanitäter begutachten Marks Verletzungen und entscheiden sich, ihn ins Krankenhaus zu transportieren. Durch den Sturz könnte er sich eine Gehirnerschütterung zugezogen haben. Auf einer Bahre geht es in den Rettungswagen und mit Blaulicht vom Schulhof. Auch die Schulsanitäter sind froh, daß sie helfen konnten.
Fünf Minuten später ist Mark wieder zurück. Er ist "geheilt", befreit von Schiene und Kopfverband. Sein Unfall war ein Trainingseinsatz für die jungen Sanitäter seiner Schule. Der Vierzehnjährige gehört auch zu der Gruppe, die bereits im zweiten Jahr an der Lessingschule aktiv ist. Nach anfänglichen Sticheleien "Der simuliert ja bloß", beeindruckte die Übung auch die anderen Schüler. Besonders der Rettungswagen nötigte ihnen Respekt ab.
Dabei muß man doch keine Angst haben im Notfall Hilfe zu leisten. Falls was schiefgehen sollte, wird ein Laienhelfer gar nicht belangt. Noch besser ist es, wenn alles klappt, und das können die Schüler der Lessingschule und alle interessierten Jugendlichen lernen.
Nach der Übung fand eine kurze Auswertung statt. Ausbilderin Katrin Foller ist zufrieden mit dem Einsatz der Jungen. Sie haben schnell reagiert und wußten was sie tun konnten. Wichtig ist auch, daß der "erwachsene" Rettungsdienst angerufen wird, sobald die Unfälle kleine Kratzer übersteigen. Daran haben die Schüler gedacht. Die Zusammenarbeit mit den eintreffenden Rettungsassistenten klappte ebenfalls.
Der Kreisverband der Johanniter-Jugend macht es möglich, daß wieder Schulsanitäter ausgebildet werden. Katrin Foller übt jede Woche mit den Jugendlichen die Maßnahmen der Ersten Hilfe. Auch die Wiederbelebung und das Schienen von Knochenbrüchen stehen auf dem Programm. Nach erfolgreicher Kursteilnahme können die Schüler einen Erste-Hilfe Schein erwerben, der für den Führerschein anerkannt wird. Natürlich dürfen sie auch an den Wettbewerben der Sanitäter teilnehmen und sich mit anderem Jugendlichen aus dem Landkreis messen.
Die Lessingschule ist nicht die einzige, die junge Retter ausbilden läßt. Ein Notfallrucksack, der neben Verbandsmaterial auch Schienen für Brüche enthält, steht in der Schule bereit. Er wurde von den Johannitern besorgt. Über Funkgeräte können die Schulsanitäter schnell alarmiert werden.
Wer die Übung live erleben durfte und nun selbst helfen lernen möchte, sollte sich schnell bei der Johanniter-Jugend melden. Anja Jödecke als Kreisjugendleiterin freut sich über den Anruf interessierter Kinder und Jugendlicher aus allen Schulen. Unter 03631/90590 oder direkt beim Kreisverband Nordhausen in der Dr.-Külz Straße 5 könnt ihr mehr über den Jugendsanitätsdienst erfahren und euch gleich dafür anmelden. Denn eines ist sicher:"Helfen macht Freu(n)de!"
