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Hochwasser im Sudan - was tun wir?

Donnerstag, 23. August 2001, 15:03 Uhr
Nordhausen (nnz). Das Deutsche Rote Kreuz hilft Opfern mit Hilfsgütern im Wert von 300.000Mark. Auch das DRK in Nordhausen beteiligt sich am Projekt und hofft auf Spenden aus unserer Region.


Am Horn von Afrika insbesondere im Sudan - dem größten Land des afrikanischen Kontinents - spielt das Wasser verrückt. Bis vor kurzem starben die Menschen in den von der Dürre betroffenen Gebieten in der Region Port Sudan, am Roten Meer gelegen, an den Folgen einer Hitzewelle. Gleichzeitig haben besonders starke Regenfälle in den Gebieten rund 300 km südlich und 200 km nördlich der Hauptstadt Khartum eine Flutkatastrophe ausgelöst. Dabei sind sowohl der blaue als auch der weiße Nil über die Ufer getreten. Dies hat zu katastrophalen Überschwemmungen im Südosten des Landes geführt. Auch in der Hauptstadt Khartum steigt der Hochwasserpegel ständig. Die Folgen für die Betroffenen werden mit der Situation nach der großen Flutkatastrophe von 1988 verglichen.

Die in der unmittelbaren Umgebung von Khartum liegenden Statten Sinnar und River Nile sind besonders stark von diesen Überschwemmungen betroffen. Es wurden bereits 40 Dörfer evakuiert und über 18.000 Menschen mussten aus ihren Häusern fliehen. Die Ernte sowie das Vieh der von der Landwirtschaft lebenden wird durch das Hochwasser vernichtet. Zudem werden die Opfer der Überschwemmungen von Epidemien, Infektionskrankheiten, Magen-Darmkrankheiten sowie Malaria bedroht. Durch die starken Überschwemmungen insbesondere an den Ufern des blauen Nils werden natürliche Wasserquellen zerstört, so dass es einen großen Bedarf an Trinkwasser in der Region gibt. Das DRK stellt Decken, Plastikplanen, Medikamente und Küchensets an bedürftige Personen (kinderreiche Familien, ältere und kranke Menschen) zur Verfügung. Diese Hilfsgüter im Wert von 305.000 Mark werden vom Auswärtigen Amt und dem DRK finanziert.

Das DRK ist langjähriger Partner von Hilfsprojekten im Sudan: So wurden unter anderem eine Schneiderei und eine Prothesenwerkstatt für Opfer von Landminen in den letzten Jahren eingerichtet. Um den von den Nilfluten betroffenen Menschen im Sudan weiter effektiv helfen zu können, ist das Deutsche Rote Kreuz dringend auf Spenden, auch aus dem Landkreis Nordhausen angewiesen:

Deutsches Rotes Kreuz
Bank für Sozialwirtschaft
Blz.: 370 205 00
Kontonummer: 414141
Stichwort: Sudan
Spenden sind auch online möglich.
Autor: nnz

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