Einfach abhaken
Donnerstag, 11. November 2004, 14:45 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Handwerker im Landkreis Nordhausen würden dieses Jahr lieber vergessen. Können sie aber nicht, es schlägt bei vielen Betrieben negativ zu Buche. nnz fragte nach.
Das Jahr 2004 war für die Handwerker in den Landkreisen Nordhausen und Eichsfeld das schlechteste seit acht Jahren. Zu dieser Einschätzung kommt der Hauptgeschäftsführer der Nordthüringer Handwerkschaft, Dr. Bernhard Senft. Fest macht das Senft unter anderem an der Zahl der Insolvenzen, sie ist um die Hälfte höher als im vergangenen Jahr. Vor allem hatte es Betriebe getroffen, denen man noch zu Jahresbeginn eine wirtschaftliche Stärke nachgesagt hatte, sowohl im Eichsfeld als auch in der Norhäuser Region. Dabei gingen jeweils 30 bis 70 Beschäftigte in die Arbeitslosigkeit. Insgesamt arbeiten in den beiden Landkreisen derzeit 500 Frauen und Männer weniger im Handwerk als noch vor Jahresfrist, Ende 2003 waren es rund 14.000.
Zum ersten Mal seit drei Jahren konnte auch das Ziel der neuen Ausbildungsplätze nicht erreicht werden. Statt 400 schlagen nur 350 in der Bilanz zu Buche. Neben dem Knatsch der überbetrieblichen Ausbildung (nnz berichtete mehrfach) ist für Dr. Bernhrad Senft vor allem die Unsicherheit hinsichtlich der wirtschaftlichen Zukunft ein ausschlaggebender Faktor gewesen.
Hauptursache für den unbefriedigenden Zustand im Handwerk ist die allgemein schlechte Konjunktur. Hier fordert Senft im Namen der Handwerker ein intensiveres Gegensteuern der Politik. Nicht totsparen, sondern investieren müssen die Devise sein. Frankreich würde es Deutschland in dieser Beziehung vormachen. Den Ausbick auf das Jahr 2005, den Bernhard Senft wagt, der ist verhalten optmistisch. Oder anders ausgedrückt: Schlechter kann es vielleicht nicht mehr werden.
Autor: nnzDas Jahr 2004 war für die Handwerker in den Landkreisen Nordhausen und Eichsfeld das schlechteste seit acht Jahren. Zu dieser Einschätzung kommt der Hauptgeschäftsführer der Nordthüringer Handwerkschaft, Dr. Bernhard Senft. Fest macht das Senft unter anderem an der Zahl der Insolvenzen, sie ist um die Hälfte höher als im vergangenen Jahr. Vor allem hatte es Betriebe getroffen, denen man noch zu Jahresbeginn eine wirtschaftliche Stärke nachgesagt hatte, sowohl im Eichsfeld als auch in der Norhäuser Region. Dabei gingen jeweils 30 bis 70 Beschäftigte in die Arbeitslosigkeit. Insgesamt arbeiten in den beiden Landkreisen derzeit 500 Frauen und Männer weniger im Handwerk als noch vor Jahresfrist, Ende 2003 waren es rund 14.000.
Zum ersten Mal seit drei Jahren konnte auch das Ziel der neuen Ausbildungsplätze nicht erreicht werden. Statt 400 schlagen nur 350 in der Bilanz zu Buche. Neben dem Knatsch der überbetrieblichen Ausbildung (nnz berichtete mehrfach) ist für Dr. Bernhrad Senft vor allem die Unsicherheit hinsichtlich der wirtschaftlichen Zukunft ein ausschlaggebender Faktor gewesen.
Hauptursache für den unbefriedigenden Zustand im Handwerk ist die allgemein schlechte Konjunktur. Hier fordert Senft im Namen der Handwerker ein intensiveres Gegensteuern der Politik. Nicht totsparen, sondern investieren müssen die Devise sein. Frankreich würde es Deutschland in dieser Beziehung vormachen. Den Ausbick auf das Jahr 2005, den Bernhard Senft wagt, der ist verhalten optmistisch. Oder anders ausgedrückt: Schlechter kann es vielleicht nicht mehr werden.
