Fahr Rad - aber sicher!
Donnerstag, 23. August 2001, 14:59 Uhr
Nordhausen (nnz). Kinder sind bei Fahrradunfällen mit einem Anteil von rund 25 Prozent überpropotional hoch beteiligt. Mit zunehmendem Alter erhöht sich das Unfallrisiko der jugendlichen Radfahrer. Kinder und Jugendliche zwischen dem 10. und 18. Lebensjahr haben das höchste Unfallrisiko. Die Kreisverkehrswacht Nordhausen e.V. und die Stadt Nordhausen veranstalteten deshalb auch in diesem Jahr einen Aktionstag für alle kleinen und großen Radfahrer.
Für über 800 Nordhäuser Grundschulkinder war es ein lehrreicher Tag - und vor allem ist er spaßig und spannend! Schon früh am Morgen muss ich an diesem Donnerstag los: Auf der Sport- und Freizeitanlage Nordhausen-Ost warten schließlich schon Feuerwehr, Polizei und viele Nordhäuser Vereine und Organisationen auf meine Schulklasse. Doch zuerst beweise ich mal, dass ich mich beim Ein- und Aussteigen in und aus dem Schulbus richtig zu verhalten weiß. Mann, bin ich aufgeregt! Ich werde wohl gleich richtig gefordert. Dabei weiß ich immer noch nicht genau, wie ich mich mit dem Fahrrad sicher im Straßenverkehr bewege und wann mein Fahrrad überhaupt verkehrstauglich ist?
Keine Sorge, sagt meine Lehrerin, mehr als 20 Aktions-Stationen helfen Dir bei der Klärung dieser und ähnlicher Fragen. Wie schnell Fahrradfahrer im toten Winkel eines Lkw-Spiegels verschwinden, war mir wohl überhaupt nicht richtig bewusst, aber ab heute ist alles klar. Wie leicht ein Fahrradschloss zu knacken ist, ist für mich ebenfalls neu und überraschend. Doch zum Glück zeigen mir Experten, wie ich verhindern kann, dass mein eigener Drahtesel plötzlich nicht mehr vor der Tür steht. Da drüben warten noch zwei Fahrrad-Parcours auf mich, einen Helm habe ich ja schon. Aber zunächst zeigen mir Feuerwehr und Polizei ihre Technik, spannend, wirklich! Praktisch bei den Johannitern und dem DRK gleich mal Erste Hilfe zu üben.
So, meine Geschicklichkeit auf Fahrrad und Roller ist geübt, auch wenn ich am Anfang zweimal das Stopschild übersehen habe. Gut, dann mal auf zum Schminkstand, zur Hüpfburg und auf die Mal- und Bastelstraße. Ein bisschen Ablenkung vom Ernst der eigentlichen Aktion muss auch mal sein. Sollte ich Hunger bekommen, treffe ich mich mit den anderen eben im Kindercafe, beim Imbiss und der Feldküche. So oder ähnlich warn heute die Eindrücke der jungen Teilnehmer am Aktionstag in Nordhausen-Ost.
Auch wenn die Fahrradunfälle in der letzten Zeit zurückgegangen sind, sollte man nicht aufhören, unerfahrenen Kindern ein sicheres Verkehrsverhalten nahe zu bringen. Gerade in der jetzt wieder begonnen Schulzeit steigt das Risiko wieder an, auf dem Schulweg oder in der Freizeit in einen Unfall verwickelt zu sein. Das sehen zum Glück viele so und beteiligten sich eifrig an der Vorbereitungen der heutigen Aktion, die von den Kindern mit Begeisterung und großer Aktivität aufgenommen wurde. Leider ist Verkehrssicherheit nicht messbar, doch man ist sich darüber einig, die Kinder über einen längeren Zeitraum zu begleiten und Risiken zu reduzieren. Geplant wird deshalb, neue Fahrradwege anzulegen und sichere Verkehrsbedingungen für Fahrradfahrer zu schaffen, soweit es möglich sein wird. Unterstützung ist von vielen Seiten gegeben und notwendig.
Aufgeschrieben von Ines Arnold
Autor: nnz
Für über 800 Nordhäuser Grundschulkinder war es ein lehrreicher Tag - und vor allem ist er spaßig und spannend! Schon früh am Morgen muss ich an diesem Donnerstag los: Auf der Sport- und Freizeitanlage Nordhausen-Ost warten schließlich schon Feuerwehr, Polizei und viele Nordhäuser Vereine und Organisationen auf meine Schulklasse. Doch zuerst beweise ich mal, dass ich mich beim Ein- und Aussteigen in und aus dem Schulbus richtig zu verhalten weiß. Mann, bin ich aufgeregt! Ich werde wohl gleich richtig gefordert. Dabei weiß ich immer noch nicht genau, wie ich mich mit dem Fahrrad sicher im Straßenverkehr bewege und wann mein Fahrrad überhaupt verkehrstauglich ist? Keine Sorge, sagt meine Lehrerin, mehr als 20 Aktions-Stationen helfen Dir bei der Klärung dieser und ähnlicher Fragen. Wie schnell Fahrradfahrer im toten Winkel eines Lkw-Spiegels verschwinden, war mir wohl überhaupt nicht richtig bewusst, aber ab heute ist alles klar. Wie leicht ein Fahrradschloss zu knacken ist, ist für mich ebenfalls neu und überraschend. Doch zum Glück zeigen mir Experten, wie ich verhindern kann, dass mein eigener Drahtesel plötzlich nicht mehr vor der Tür steht. Da drüben warten noch zwei Fahrrad-Parcours auf mich, einen Helm habe ich ja schon. Aber zunächst zeigen mir Feuerwehr und Polizei ihre Technik, spannend, wirklich! Praktisch bei den Johannitern und dem DRK gleich mal Erste Hilfe zu üben.
So, meine Geschicklichkeit auf Fahrrad und Roller ist geübt, auch wenn ich am Anfang zweimal das Stopschild übersehen habe. Gut, dann mal auf zum Schminkstand, zur Hüpfburg und auf die Mal- und Bastelstraße. Ein bisschen Ablenkung vom Ernst der eigentlichen Aktion muss auch mal sein. Sollte ich Hunger bekommen, treffe ich mich mit den anderen eben im Kindercafe, beim Imbiss und der Feldküche. So oder ähnlich warn heute die Eindrücke der jungen Teilnehmer am Aktionstag in Nordhausen-Ost.Auch wenn die Fahrradunfälle in der letzten Zeit zurückgegangen sind, sollte man nicht aufhören, unerfahrenen Kindern ein sicheres Verkehrsverhalten nahe zu bringen. Gerade in der jetzt wieder begonnen Schulzeit steigt das Risiko wieder an, auf dem Schulweg oder in der Freizeit in einen Unfall verwickelt zu sein. Das sehen zum Glück viele so und beteiligten sich eifrig an der Vorbereitungen der heutigen Aktion, die von den Kindern mit Begeisterung und großer Aktivität aufgenommen wurde. Leider ist Verkehrssicherheit nicht messbar, doch man ist sich darüber einig, die Kinder über einen längeren Zeitraum zu begleiten und Risiken zu reduzieren. Geplant wird deshalb, neue Fahrradwege anzulegen und sichere Verkehrsbedingungen für Fahrradfahrer zu schaffen, soweit es möglich sein wird. Unterstützung ist von vielen Seiten gegeben und notwendig.
Aufgeschrieben von Ines Arnold
