Egon Primas: Jetzt Blick nach vorn!
Donnerstag, 23. August 2001, 14:15 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Wahl der Beigeordneten ist Geschichte. Nun gilt es für alle Fraktionen im Kreistag, den Blick nach vorn zu richten. Dieser Meinung ist der Chef der CDU-Kreistagsfraktion. nnz hat sich mit Egon Primas unterhalten.
Ergebnisse hinnehmen, Mehrheiten akzeptieren, so die Reaktion des christdemokratischen Frontmannes im Kreistag. Primas bleibt bei seiner Meinung von vor einem Jahr: Ich bin froh, dass es jetzt endlich klare Verhältnisse gibt, froh auch, dass der monatelange Hick-Hack endlich vorbei ist. Die Spielchen der zurückliegenden Zeit haben dem Ansehen des Landkreises Nordhausen in Thüringen und darüber hinaus sehr geschadet, so Primas zur nnz.
Primas versetzt sich dabei zum Beispiel in die Rolle von Investoren, die sich mittels Internet über die Region informieren wollen. Was man da lesen konnte, das sei nicht nur nicht sehr erbaulich gewesen, sondern hätte auch den Eindruck eines ungeordneten Haufens hinterlassen. Mit über 9.000 Arbeitslosen im politischen Gepäck müsse nun der Blick nach vor gerichtet werden. Im Rückblick auf die Wahl der Beigeordneten machte der CDU-Mann noch einmal klar, dass er bereits zum Jahreswechsel Vorschläge gemacht habe, die im Ergebnis der jetzigen Wahl gleichgekommen wären. Er habe als Vorsitzender der CDU-Fraktion auch keinen Mitstreiter aus dem Urlaub geholt oder per Krankenbett in den Tagungssaal fahren lassen. Auch habe die CDU-Fraktion bewusst keinen eigenen Kandidaten aufgestellt, er habe auch niemand aufgefordert, gegen die jetzige Wahl eine Klage einzureichen.
Man könne auch Sicht der CDU diese Wahl zwar bedauern, doch beim Bedauern dürfe man nicht stehen bleiben. Wichtig wäre jetzt, einen Konsens zwischen den Kommunen, dem Landkreis und dem Kreistag herzustellen. Bildlich gesprochen: Alle müssen wir jetzt nicht nur an einem Strick ziehen, sondern vor allem in eine Richtung. Die von der SPD-Fraktionsvorsitzende Dagmar Becker angebotene Zusammenarbeit werden die CDU annehmen in der Hoffnung, alle Fraktionen werden zu einer Sacharbeit zurückkehren, wie sie in der ersten Legislatur des Kreistages nach der Wende zum Ausdruck kam.
Einer der wichtigsten Punkte der gemeinsamen Arbeit müsse die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sein. Es geht hierbei um Aufträge, um Arbeit für die Unternehmen am Ort, um Perspektiven für junge Menschen. Positive Gespräche in einem geordneten politischen Umfeld könnten bei Investoren auf fruchtbaren Boden fallen. Denn neben der Infrastruktur und den sogenannten weichen Standortfaktoren gehöre eine gesunde kommunalpolitische Landschaft auch zu den Vorzügen einer Region, wenn es um wirtschaftliche Aktivitäten gehe, so Primas abschließend.
Autor: nnzErgebnisse hinnehmen, Mehrheiten akzeptieren, so die Reaktion des christdemokratischen Frontmannes im Kreistag. Primas bleibt bei seiner Meinung von vor einem Jahr: Ich bin froh, dass es jetzt endlich klare Verhältnisse gibt, froh auch, dass der monatelange Hick-Hack endlich vorbei ist. Die Spielchen der zurückliegenden Zeit haben dem Ansehen des Landkreises Nordhausen in Thüringen und darüber hinaus sehr geschadet, so Primas zur nnz.
Primas versetzt sich dabei zum Beispiel in die Rolle von Investoren, die sich mittels Internet über die Region informieren wollen. Was man da lesen konnte, das sei nicht nur nicht sehr erbaulich gewesen, sondern hätte auch den Eindruck eines ungeordneten Haufens hinterlassen. Mit über 9.000 Arbeitslosen im politischen Gepäck müsse nun der Blick nach vor gerichtet werden. Im Rückblick auf die Wahl der Beigeordneten machte der CDU-Mann noch einmal klar, dass er bereits zum Jahreswechsel Vorschläge gemacht habe, die im Ergebnis der jetzigen Wahl gleichgekommen wären. Er habe als Vorsitzender der CDU-Fraktion auch keinen Mitstreiter aus dem Urlaub geholt oder per Krankenbett in den Tagungssaal fahren lassen. Auch habe die CDU-Fraktion bewusst keinen eigenen Kandidaten aufgestellt, er habe auch niemand aufgefordert, gegen die jetzige Wahl eine Klage einzureichen.
Man könne auch Sicht der CDU diese Wahl zwar bedauern, doch beim Bedauern dürfe man nicht stehen bleiben. Wichtig wäre jetzt, einen Konsens zwischen den Kommunen, dem Landkreis und dem Kreistag herzustellen. Bildlich gesprochen: Alle müssen wir jetzt nicht nur an einem Strick ziehen, sondern vor allem in eine Richtung. Die von der SPD-Fraktionsvorsitzende Dagmar Becker angebotene Zusammenarbeit werden die CDU annehmen in der Hoffnung, alle Fraktionen werden zu einer Sacharbeit zurückkehren, wie sie in der ersten Legislatur des Kreistages nach der Wende zum Ausdruck kam.
Einer der wichtigsten Punkte der gemeinsamen Arbeit müsse die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sein. Es geht hierbei um Aufträge, um Arbeit für die Unternehmen am Ort, um Perspektiven für junge Menschen. Positive Gespräche in einem geordneten politischen Umfeld könnten bei Investoren auf fruchtbaren Boden fallen. Denn neben der Infrastruktur und den sogenannten weichen Standortfaktoren gehöre eine gesunde kommunalpolitische Landschaft auch zu den Vorzügen einer Region, wenn es um wirtschaftliche Aktivitäten gehe, so Primas abschließend.
